News 2019 - Nachrichten aus Laar


11.04.2019 - WAZ - Sabine Merkelt-Rahm

 

Neues Hilfsprogramm für Laar

In den nächsten Jahren soll der Stadtteil durch verschiedene Maßnahmen lebenswerter werden. Die Entwicklungsgesellschaft stellt Konzept vor.

 

Noch liegt die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) für Laar nicht in schriftlicher Form vor. Aber Anke Gorres vom Stadtteilbüro und Lea Hoffmann vom Planungsamt haben den interessierten Laarern auf Einladung des runden Tisches ihren Plan für das weitere Vorgehen schon mal vorgestellt.

 

Aus dem IHK wird nun das ISEK, also das Integrierte-Stadtteil-Entwicklungs-Konzept. „Die begonnenen Maßnahmen dauern teilweise doch etwas länger, als ursprünglich angedacht war“, räumte Hoffmann ein. Daher müssten nun, fünf Jahre nach dem Start des IHK, die Förderungen neu beantragt werden.

 

Im vollbesetzten Saal der Cordian Hausgemeinschaften zählte Gorres noch einmal auf, welche Vorhaben inzwischen abgeschlossen sind. Zwei Spielplätze wurden saniert, die Neugestaltung des Marktplatzes inklusive Bunkerabriss und Spielplatzerneuerung stehen kurz vor der Fertigstellung.

 

Noch in der Vorbereitung ist die Bebauung des Geländes der alten Hauptschule mit einer Kita und neuen Sozialwohnungen durch die Gebag. Die Grünverbindung zum Rhein hin soll nun größer ausfallen, als ursprünglich geplant, weil die Gebag ihre Wohnbaupläne verringert hat. Auch die Bebauung des Bunkergeländes liegt auf Eis, aber der sandige Bauplatz soll zeitnah mit einer Einsaat gefestigt werden.

 

Gras ist auch über die Brache hinter den Abbruchhäusern an der Friedrich-Ebert-Straße gewachsen. Dort sorgt inzwischen eine Wildblumenwiese für ein gepflegteres Erscheinungsbild, solange der Umfang der anstehenden Abrissarbeiten weiter ungeklärt bleibt. Mit Geduld und Sensibilität versuche man immer noch, einzelne widerstrebende Hausbesitzer vom Verkauf ihrer Immobilien zu überzeugen, sagte Hoffmann.

 

Die Fassaden- und Hofflächenförderung zählt mit 148 eingegangenen Anträgen und 38 bereits frisch verschönerten Häusern zu den erfolgreichen Imageaufbesserungen für den Stadtteil. Das Geld aus dem Fördertopf ist komplett ausgegeben, neues soll beantragt werden.

 

Erste Erfolge meldete Gorres auch bei der geplanten Aufwertung der Zuwege nach Laar, deren einengende Überbauungen drei verschiedenen Großkonzernen gehören. Mit Arcelor-Mittal habe man sich für den Ortseingang Laarer Straße auf große Graffitis mit einer Stahlproduktions- und einer Rheinszene geeinigt.

 

Die Friedrich-Ebert-Straße soll entgegen früherer Pläne aus Richtung Beeck weiter für den Autoverkehr gesperrt bleiben. Der weitere Rückgang der lokalen Ökonomie auf der ehemaligen Laarer Geschäftsstraße, wo inzwischen erste leerstehende Ladenlokale zu Wohnungen umgebaut wurden, mache die Öffnung der Spur überflüssig.

 

Bürger äußerten auch Kritik

Bis Ende 2020 sollen alle begonnenen Maßnahmen abgeschlossen sein, darauf legten sich Gorres und Hoffmann fest.

 

Die Bürger trugen einige Verbesserungsvorschläge vor, etwa, dass der Nordzugang zum Deich mit Rollatortauglichem Splitt hergerichtet wird. Kritik gab es vor allem, weil die Friedrich-Ebert-Straße nicht wieder in beiden Richtungen für Autos freigegeben werden soll.


04.04.2019 - WAZ - Dennis Bechtel

 

Park statt Schrottimmobilien

Laar soll weiterhin gefördert werden. Die Friedrich-Ebert-Straße gilt bei der Politik weiterhin als sozialer Brennpunkt

 

Leerstand und Verfall prägen das Bild auf der Friedrich-Ebert-Straße in Laar. Die einst florierende Einkaufsstraße des schnuckeligen Ortes in Rheinnähe ist in den vergangenen Jahren immer weiter verkommen. Dem will die Politik entgegenwirken.

 

Die Bezirksvertretung hat einstimmig die Installation einer Grünfläche im Bereich zwischen Thomasstraße, Friedrich-Ebert-Straße und Franklinstraße beschlossen. Dass zwei Gebäude in diesem Bereich nicht der Stadt gehören und sie so nicht abgerissen werden können, soll bei den Plänen, nach Aussage der Stadt, nicht stören.

 

 

Obwohl in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen wurden, den direkt am Ostufer des Rheins gelegenen Ortsteil Laar aufzuwerten, bestehen immer noch erhebliche Funktionsdefizite, die vor allem die Einzelhandelsstruktur betreffen. Die Politik bezeichnet Laar – speziell an der Friedrich-Ebert-Straße – darüber hinaus als sozialen Brennpunkt.

 

Durch die Planung soll die Straße und somit der Stadtteil deutlich aufgewertet werden. Die stark sanierungsbedürftigen und größtenteils leerstehenden Gebäude sollen abgerissen werden und einer öffentlichen Grünfläche an der Friedrich-Ebert-Straße Platz machen.

 

Jedoch ist die Situation verzwickter als sie sich zunächst anhört: Zwar stehen einige Häuser komplett leer und andere sind nur noch als Bauruinen zu bezeichnen. Ein Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße (Hausnummer 107) wird allerdings noch vom Eigentümer genutzt – ein Ladenlokal im Erdgeschoss und eine Wohnung in der ersten Etage. Der Eigentümer weigert sich, sein Haus zu verkaufen – wir berichteten. Die direkten Nachbargebäude können allerdings nicht ohne weiteres abgerissen werden, da sie mit dem Haus so verbaut sind, dass sie dieses stützen.

 

„Die Pläne sind gut, wir sind sehr für eine Aufwertung des Zentrums des Ortsteiles, aber zunächst müssen wir auch klären, wie mit dem Haus, das nicht der Stadt gehört, umgegangen werden kann“, sagt Christof Eickhoff, Fraktionsvorsitzender der Meidericher CDU. Zunächst müsse man klären, in wie weit es Sinn macht, sich dem Eigentümer noch einmal zu nähern und mit ihm ein weiteres Gespräch zu führen. Auch andere Teilnehmer der Bezirksvertretung sahen das so und stimmten schließlich dem Beschluss zu.

 

Notfalls Park rund ums Haus

In der Tat ist es so, dass die Pläne auch dann umgesetzt werden sollen, wenn die Stadt das Haus, in dem derzeit ein Schlüsseldienst angesiedelt ist, nicht kaufen kann, wie die Redaktion auf Nachfrage erfahren hat. Gleiches gilt für die Problematik mit einem Gebäude an der Thomasstraße.

 

Der geplante Bereich soll in jedem Fall in eine Grünfläche verwandelt werden. Sollte man die Häuser erwerben können, würden sie abgerissen. Anderenfalls würden die Häuser stehen bleiben und die Grünfläche darum herum installiert werden.

 

Altlasten unter der Erde

- Vor dem Gebäude Thomasstraße 3 war unterirdisch ein Öltank mit rund 10.000 Liter Fassungsvermögen eingebaut.

- Dieser wurde zusammen mit einem Ölabscheider bei den Abbrucharbeiten auf den Grundstücken Thomasstraße 3a, Friedrich-Ebert-Straße 115 und 113 ausgebaut und wie die im Boden vorgefundenen Altlasten entsorgt.

- Anschließend wurde in diesem Bereich ca. 60 cm Mutterboden aufgetragen.


03.04.2019 - WAZ

 

Förderung der Projekte in Laar soll weitergehen

 

Seit 2014 werden durch die Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU) und die Stadt Duisburg städtebauliche, wohnumfeldverbessernde und soziale Maßnahmen im Rahmen eines Integrierten Stadtteil-Entwicklungs-Konzeptes (ISEK) in Laar durchgeführt. Dessen Förderzeitraum endet 2019. Es ist vorgesehen, das Konzept weiter fortzuschreiben. Zur weiteren Förderung durch das Land NRW ist das ISEK bis September einzureichen.

 

In einer Informationsveranstaltung des Runden Tisches Duisburg-Laar, zu dem alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind, wird das ISEK in seinen Eckpunkten vorgestellt.

 

Die Sitzung findet am Dienstag, 9. April, um 18.30 Uhr in den Räumlichkeiten der Cordian Hausgemeinschaften, Austraße 3, statt.


28.03.2019 - WAZ - Dennis Bechtel

 

Glaube

Ein Duisburger lebt für die Gemeinde

 

Dietrich Rahm engagiert sich seit seiner Kindheit in einer, heute leitet er eine Seniorengruppe in Laar und unterstützt Zuwanderer.

 

Für Dietrich Rahm ist die evangelische Kirche an der Apostelstraße in Laar die zweite Heimat. Schon als kleiner Junge saß er dort auf den Bänken, betete, ging in sich und genoss es, Gott nah zu sein. Über 70 Jahre später ist das noch immer so. Seit seiner Jugend engagiert er sich im Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM). Der Verein und die Kirche bestimmen noch immer sein Leben: Er hilft im CVJM, der evangelischen Gemeinde und dem Stadtteil, wo er kann.

 

Viele schöne Erinnerungen bei jedem Besuch in der Kirche

Mittlerweile feiert ein bulgarischer Verein in der Kirche an der Apostelstraße seine Gottesdienste. Die evangelische Gemeinde wurde zusammengelegt. Gottesdienste finden in Beeck statt. Und dennoch zieht es Rahm, mittlerweile 79 Jahre alt, immer wieder in die Kirche, an die er so viele schöne Erinnerungen hat. „Der CVJM unterstützt die bulgarischen Vereine finanziell. Dafür dürfen wir im Gemeindesaal den Seniorenkreis stattfinden lassen“, sagt Rahm. Nicht nur beim Seniorenkreis ist er in der Kirche. Auch sonst sieht er nach dem rechten, ist mittlerweile Schatzmeister des bulgarischen Vereins. „Verträge und Finanzielles sind für sie Neuland. Ich helfe gern“, sagt er.

 

Das war schon immer so. Zeit seines Lebens hat er sich in der Kirchenarbeit engagiert; Rahm machte Besuche zu Geburtstagen, im Krankenhaus oder Seniorenheim, war rufbar bei Notfällen. Alles ehrenamtlich. Das versteht sich für den früheren Presbyter von selbst.

 

Erinnerungen an den Krieg

„Ich wurde christlich erzogen“, sagt er. „Meine Eltern waren schon in dieser Gemeinde, meine Vorfahren stammen aus Laar“, sagt er voller Stolz. „Ich lebe in einem Haus mit Blick auf den Rhein. Es ist nur ein kurzer Fußweg bis zur Kirche. Ich habe immer gerne hier gelebt.“ Gut kann er sich noch erinnern, als über Duisburg im Zweiten Weltkrieg die Bomben fielen und seine Familie nach Baden-Württemberg fliehen musste. „Als wir wiederkamen, war die Kirche fast komplett zerstört“, sagt er. Er spielte in den Trümmern, schlug Steine und half beim Aufbau.

 

Rahm war Vorsitzender des CVJM bis ins Rentenalter

Auch während seiner Ausbildung zum Elektroniker war er immer in der Kirche aktiv. Beim CVJM war er schon Mitglied, bevor dieser so hieß. „Damals war das eine Jugendschar“, sagt er. Er leitete schließlich Jugendgruppen und organisierte Feste und Ausflüge. Später war er Vorsitzender der Duisburger CVJM, erst mit 65 trat der Thyssenarbeiter zurück. „Irgendwann musste mal Schluss sein. Da war es Zeit, den Staffelstab weiterzugeben“, sagt er und lächelt.

 

Auch in Zukunft möchte er sich in der Gemeinde engagieren. „Meine Söhne treten in meine Fußstapfen“, sagt er stolz. „Ich habe versucht, ihnen meine Werte weiterzugeben: Zusammenhalt, Glaube, Engagement. Das Leben in einer Gemeinschaft ist etwas sehr Kostbares“, sagt er.

 

>>> Eine Kirche für fünf Stadtteile

Die Evangelische Gemeinde Ruhrort-Beeck besteht seit 2007, zuvor gab es auf ihrem Gebiet fünf eigenständige Gemeinden.

 

Sie nutzt für ihr Gebiet (Beeck, Beeckerwerth, Laar, Bruckhausen und Ruhrort) nur noch die Beecker Kirche, alle anderen wurden abgestoßen oder vermietet.


20.03.2019 - WAZ - the

 

SV Laar 21 will Gelände kaufen

Verlust der Anlage droht

 

Der SV Laar 21 muss erneut um seine Zukunft bangen. Der Verein fürchtet, seine Vereinsanlage zu verlieren. Den Laarern „droht der Verlust des Vereinsgeländes, das der Eigentümer, die Bundeseisenbahnverwaltung, möglichst schnell verkaufen möchte. Eine extrem kurze Kündigungsfrist für den bestehenden Pachtvertrag lässt die Situation noch bedrohlicher werden“, schildert der Verein in einer Mitteilung.

 

Im Rahmen einer Mitgliederversammlung betonte der 1. Vorsitzende, Tekin Kaplan, dass ein Verbleib des SV Laar 21 an Ort und Stelle nur möglich sei, wenn der Verein das Gelände erwirbt. Die Laarer haben nun einen Finanzierungsantrag bei der Sparkasse Duisburg gestellt. Zuvor wurden zahlreiche Gespräche mit Politikern auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene geführt. „In erster Linie natürlich mit der Stadt Duisburg und dem Oberbürgermeister“, so die Laarer weiter.

 

Nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre hat der SVL gerade wieder seine reguläre Vereinstätigkeit aufgenommen, sich in der Integrationsarbeit engagiert und zudem die Sport- und Spielnachmittage des Schifferkinderheims unterstützt, ehe das neue Ungemach über den Verein hereinbrach.


11.03.2019 - WAZ - Sabrina Szameitat

 

Den Beruf zum Hobby gemacht

Helmut Hegmann und Mark Schrübbers lieben Gabelstapler. Knapp 700 Miniaturmodelle besitzen sie mittlerweile. Einige davon haben sie ausgestellt

 

Einige sammeln Münzen oder Briefmarken, Helmut Hegmann und Mark Schrübbers lieben Gabelstapler. Beispiele: Ein mit etwa 40 Kästen König-Pilsener-Bier beladener roter Gabelstapler steht ebenso in den Cordian-Hausgemeinschaften an der Austraße wie einer, der lila-weiße Kartons voll mit Schokolade geladen hat. Rund 70 solcher Exemplare präsentieren Helmut Hegmann und Mark Schrübbers in ihrer Ausstellung in dem Pflegeheim in Laar - aber nicht in Originalgröße, sondern im Kleinformat.

 

„Ohne sie gäb es noch Sackkarren“

Knapp 700 Miniaturmodelle besitzen die ambitionierten Sammler mittlerweile. Hegmann ist sich sicher: „Ohne Stapler würde sich die Erde langsamer drehen. Wenn wir den nicht hätten, dann hätten wir heute noch Sackkarren.“ Der 70-Jährige hat früher bei dem Gabelstapler-Produzenten Clark zuerst als Monteur und später dann in der technischen Konstruktion gearbeitet. Als er in den 1970er Jahren zum ersten Mal das Transportmittel im Einsatz sah, war er sofort fasziniert: „Ich habe früher Bagger gesehen, oder Planierer. Aber wann sieht man mal einen Gabelstapler?“, sagt der Meidericher rückblickend.

 

Die Modelle in seiner Sammlung, die in Originalgröße etwa im Bergbau, im Hafenbetrieb oder in der Schwerindustrie gebraucht werden, hat Hegmann mit viel Liebe zum Detail teils umgebaut oder nachgerüstet. Die Ladegüter bastelt er selbst: Ein Gabelstapler transportiert zum Beispiel mehrere Eimer Senf, die aus Plastikstopfen gemacht sind. Schaschlikspieße werden für das Miniaturformat zu Holzpaletten.

 

Für Hegmann „sprechen alle Modelle etwas für sich“ und erzählen ihre eigene Geschichte. Wie zum Beispiel ein altes Clark-Exemplar in Olivgrün: Der erste Stapler, der nach dem 2. Weltkrieg am deutschen Hauptstandort Mülheim produziert wurde. Bis 1992 baute der Hersteller diesen noch etwa 500.000-mal. Dann kam ein Nachfolgermodell in einem hellgrünen Design auf den Markt, das einige Meter weiter in der Vitrine steht. Dieses eigne sich etwa besonders für den Lebensmitteltransport.

 

Sammelfreude in der Familie

Seine Sammelfreude hat Hegmann in der Familie weitergegeben: Schwiegersohn Mark Schrübbers hat mittlerweile zwei große Vitrinen voll mit Gablerstaplern in verschiedenen Designs und Varianten. „Mein Schwiegervater hat zu Besuch immer ein Modell mitgebracht“, erzählt der 38-Jährige. Deshalb sammle er selbst schon seit mehr als zehn Jahren. Genau wie Hegmann hat Schrübbers seinen Beruf zum Hobby gemacht: Er arbeitet im technischen Service in der Gabelstapler-Branche.

 

Dort haben die Fahrzeuge teilweise eine Dachhöhe von mehr als zwei Metern. Im Maßstab von 1:24 sind sie im Schaukasten ausgestellt, ein Modell ist nur wenige Millimeter groß. Den kleinsten Gabelstapler trägt Hegmann aber an seinem Handgelenk - dort dreht er als Sekundenzeiger auf der Uhr seine Runden...

 

Info:

Gabelstapler gibt es seit 1917

- Die Erfindung des Gabelstaplers geht auf den US-amerikanischen Schraubenhersteller Eugene Clark zurück. Er wurde 1917 entwickelt.

- Gabelstapler können laut Hegmann die hundertfache Menge eines Menschen tragen. Ein Gabelstapler ist für den Transport von Paletten ausgelegt.

 

(Fotos der Ausstellung demnächst unter "Veranstaltungen 2019")


04.03.2019 - WAZ

 

Kanalsanierung mit neuester Technik

 

In der Florastraße in Laar zwischen Rheinstraße und Werthstraße wird derzeit ein fast 100-jähriger Kanal saniert. Dabei kommt eine speziell entwickelte Maschine zum Einsatz, die einen Kunststoff-Profilstreifen wie eine Art Klicklaminat in den alten Kanal einsetzt. Durch das Prinzip Nut und Feder entsteht so ein wasserdichtes, neues Kanalrohr. Zuvor wurde ein 3D-Laserscan durchgeführt, um mögliche Hindernisse zu ermitteln.


28.02.2019 - fupa.net

 

Der SV Laar 21 schlägt Alarm

Platzanlage des Vereins soll verkauft werden +++ Mitgliederversammlung am 15. März

 

Wenn sich der SV Laar 21 am 15 März um 17.30 Uhr im Klubheim an der Vogelwiese zu seiner Jahreshauptversammlung trifft, dann passiert das in einer Situation, in der der Vereinsvorsitzende Tekin Kaplan Alarm schlägt. In der Einladung auf der Facebook-Seite des Vereins erklärt er. "Unser Vereinsgelände – unser Platz, unsere Heimat – soll verkauft werden. Es besteht die Gefahr, dass wir den Platz in kürzester Zeit räumen müssen."

 

Sollte ein Käufer gefunden werden, sieht sich der Verein verständlicherweise in seiner Existenz bedroht. Deshalb hat der Verein bereits Möglichkeiten ausgelotet, das Gelände selbst zu erwerben. Unterstützung sei dem Verein nach Gesprächen auf Bundes-, Landes und Kommunalebene sowie mit Banken und Sportfördereinrichtungen zugesagt worden, geschehen sei jedoch nur wenig. Das bedeutet nun, sagt Kaplan, dass vom Verein eine "außerordentliche Anstrengung" zu leisten sei, sollte die Mitgliederversammlung diesen Plan unterstützen.

 

Dass diese Entscheidung für den Verein besonders bitter ist, versteht sich von selbst. Denn im Falle einer Aufgabe des Geländes wäre das finanzielle und Engagement des Vereins und die viele Arbeit, etwa bei der Renovierung der Toiletten, Duschen und Umkleideräume, komplett "für die Katz" gewesen. Es wird nun für den Verein darauf ankommen, die zu erwartenden Belastungen nicht nur auf den Schultern weniger Funktionsträger zu verteilen.


28.02.2019 - WAZ

 

Laar: Neues Kanalrohr wird gewickelt

Sanierung auf der Florastraße

 

In der Florastraße in Laar zwischen Rheinstraße und Werthstraße wird derzeit ein fast 100-jähriger, gemauerter Kanal saniert. Anders als sonst, wird der neue Kanal stellenweise gewickelt: Eine speziell entwickelte Maschine wickelt einen Kunststoff-Profilstreifen wie eine Art Klicklaminat in den alten Kanal. Durch das Prinzip Nut und Feder wächst so ein wasserdichtes, neues Kanalrohr. Der dabei entstehende Raum zwischen dem alten und dem neuen Kanalrohr wird abschließend mit Beton verfüllt. Dadurch erhält der neue Kanal seine Tragfähigkeit.

 

Damit das Wickelrohrverfahren geplant und ausgeführt werden kann, wurden eine Kamera-Befahrung und ein so genannter 3D-Laserscan durchgeführt. So wurden minimale und maximale Querschnitte, Hindernisse und die tatsächlich zu sanierende Länge ermittelt. Das passende Wickelrohr sowie die zu erwartende Menge an Verfüllmaterial konnten bestimmt werden.

 

Diese Technik wird zurzeit in Deutschland nur von zwei Unternehmen ausgeführt und kommt in Duisburg das erste Mal zum Einsatz. Der große Vorteil: Die Straße muss für diese Sanierungsarbeiten nicht geöffnet werden. Dadurch wird der fließende Verkehr kaum beeinträchtigt, es kommt lediglich zu Halteverbotszonen. Der Kanalbau wird voraussichtlich Ende April 2019 beendet werden.


12.02.2019 - WAZ - CwB

 

Löschzug 210 kündigt eine Fusion an

Neue Leiter für Jugendgruppen

 

Wie der Löschzug 210 der freiwilligen Feuerwehr in sozialen Netzwerken meldet, haben in den vergangenen vier Wochen vier junge Feuerwehrleute den Lehrgang „Jugendleiter“ absolviert: Denise Glaser, Marvin Hube, Tim Pfeiffer und Markus Weber waren erfolgreich an der Feuerwehrschule Duisburg.

 

Des weiteren melden die freiwilligen Brandbekämpfer, dass die Standorte Laar und Meiderich des Löschzuges definitiv zusammen gelegt werden: „Es steht noch nicht genau fest wann unsere beiden Standorte zusammen in eine gemeinsame Zugwache ziehen, aber es steht fest, es wird kommen.“

 

Dann werde der Löschzug auch eine eigene Jugendgruppe gründen, deren erste vier potenzielle Jugendleiter ja gerade ausgebildet worden seien: „Der Löschzug 210 ist einer der letzten Löschzüge in Duisburg, der keine eigene Jugendfeuerwehr hat“, steht in der Veröffentlichung, „und das ist schade, denn aus der Jugend heraus könnte die Einsatzabteilung einige Mitglieder gewinnen.“ Wer herein schnuppern wolle, könne dies in Laar und Meiderich tun: Löschgruppe Laar, freitags von 18 bis 21 Uhr an der Apostelstraße 82. Löschgruppe Meiderich, Augustastraße 17, dienstags ab 19 Uhr.


06.02.2019 - WAZ - Christian Balke

 

Feuerwehr

Neues Löschfahrzeug zu hoch für Laarer Fahrzeughalle

 

Freiwilligen-Löschgruppe 201 wartete Jahre darauf: Der 200.000-Euro-Lkw ist nun ausgeliefert, passt aber nicht in die Garage. Einsätze gefährdet.

 

Lange mussten sie auf das neue Schmuckstück warten. Dann endlich, im Jahr 2017, wurde für 200.000 Euro ein neues Feuer-Löschfahrzeug für die freiwillige Feuerwehr der Löschgruppe 201 in Laar bestellt, die gemeinsam mit der Löschgruppe 202 in Meiderich den Löschzug 210 bildet.

 

Dass die Halle an der Apostelstraße 82 in Laar zu niedrig sein könnte, war allen Beteiligten klar. Obwohl die Halle in Laar 2017 mehrfach vermessen wurde, passierte das Malheur: Es gibt ein Problem, entweder mit dem Feuerwehr-Gerätehaus oder ein Problem mit dem neuen Löschfahrzeug. Denn das neue Feuerwehrauto ist tatsächlich 15 Zentimeter zu hoch für die Laarer Feuerwehr-Unterkunft. Es passt nicht hinein.

 

Eickhoff fordert schnelle Lösung

„Wird Zeit, dass dafür eine Lösung gefunden wird“, sagte Christof Eickhoff, CDU-Fraktionsvorsitzender, in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung für Meiderich und Beeck. Bereits in der Sitzung der Bezirksvertretung am 31. Oktober vergangenen Jahres hatte die Verwaltung zugesagt, das Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr in Laar so umzubauen, dass das neue Fahrzeug in die Halle fahren kann. Oder an der Apostelstraße einen entsprechenden Stellplatz zu schaffen.

 

Stand heute: Das Geld für den Umbau ist bewilligt, die Entfernung eines Betonträgers – „Sturz“ genannt – würde das Problem lösen. Aber die Stadt Duisburg ist bislang nicht in der Lage, die Arbeiten ausführen zu lassen. Unterdessen sorgen sich die wackeren Laarer Brandbekämpfer aus vielerlei Gründen.

 

Im Februar Übergabe. Aber an wen?

Das neue Fahrzeug ist seit 26. Januar ausgeliefert und steht bei der Feuerwehr in der City. Im Februar soll es offiziell übergeben werden. Laut Verwaltung vermutlich an die Meidericher Löschgruppe 202, die mit den Laarern den Löschzug 210 bilden. Deren Fahrzeughaus ist groß genug.

 

Nun befürchten die Laarer, dass es ihnen genauso geht, wie schon einmal vor sechs Jahren. Damals gab es ein neues, wie heute auch, dringend benötigtes Fahrzeug. Das passte damals schon nicht in die Halle an der Apostelstraße 82 und landete in Meiderich, wo es bis heute verblieb.

 

Jetzt befürchten die Laarer, nach Informationen der Redaktion, dass es mit dem neuen Fahrzeug genau so laufen könnte. Zumal das alte Löschfahrzeug, das mehr als 25 Jahre auf dem Buckel hat, immer mehr zum Unsicherheitsfaktor wird. Denn das in die Jahre gekommene Gefährt ist nicht mehr zuverlässig, sprang schon des öfteren nicht an.

 

Altes Fahrzeug mit massiven technischen Problemen

Wenn bei einer dringenden Benachrichtigung, im Ernstfall, wo es um Menschenleben geht, das alte Fahrzeug Probleme machen würde, müssten die Laarer ihre Leute – Stand heute – im Bully zur Brandstelle fahren. Maximal neun Feuerwehrleute würden dann mit ihren Meidericher Kollegen die nötige Ausrüstung teilen müssen, die gewöhnlich auf einem Löschfahrzeug vorhanden ist.

 

Das nötige technische Wissen, um den „Sturz“ selbst zu entfernen, haben sie eigentlich bei der Laarer Löschgruppe selbst. Zwei Werktage Arbeit von Freiwilligen und das Fahrzeug könnte in die Unterkunft einfahren. Dass dies sehr unwahrscheinlich ist, machen sich die Laarer Brandbekämpfer vermutlich mit viel Bitterkeit klar.


26.01.2019 - WAZ

 

Umbau des Laarer Marktplatzes beginnt

Start am Dienstag nächster Woche

 

Die Arbeiten zur Umgestaltung des Theo-Barkowski-Platzes in Laar einschließlich der angrenzenden Grünfläche beginnen laut Stadt Duisburg am Dienstag, 29. Januar. Zurzeit stellt sich der Marktplatz als eine große Asphaltfläche einschließlich einer in die Jahre gekommenen Grünfläche dar.

 

Einige alte Bäume werden gefällt

„Jetzt steht der Umbau zu einer parkartigen Fläche an, die durch großzügige Rasenflächen und markanten Baumbestand geprägt sein wird“, berichtet Stadtsprecherin Gabi Priem. Zukünftig gepflasterte Wege würden durch den Park führen und die notwendigen Wegebeziehungen zwischen Marktplatz, Spielplatz und den umgebenden Straßen berücksichtigen.

 

Das Wegesystem werde barrierefrei ausgebaut. Zentral im Park entsteht ein Wegekreuz, das auch als Aufenthaltsbereich ausgestattet wird.

 

Um bei der Platzgestaltung eine langfristige positive Entwicklung des Baumbestandes zu gewährleisten, müssen Bäume, die zu eng stehen oder einen ungeeigneten Standort (zum Beispiel im Asphaltbereich) haben, gefällt werden. Unter den zu fällenden Bäumen sind auch Götterbäume, die sich durch Selbstaussaat angesiedelt haben und häufig von Astbruch betroffen sind. Durch die Neupflanzung von voraussichtlich 13 Bäumen wird anschließend ein Ausgleich geschaffen.

 

Die Finanzierung der Umgestaltung erfolgt größtenteils aus dem Bund-/Länder-Programm „Soziale Stadt“ geförderten „Integrierten Handlungsprogramms für die Stadtteilentwicklung Duisburg-Laar“.


18.01.2019 - WAZ

Laarer Schützen feiern den 125. Geburtstag

 

In diesen Tagen kann die St. Ewaldi-Schützengesellschaft auf ihr 125-jähriges Bestehen zurückblicken. Am 21.1.1894 wurde die Schützenbruderschaft, in der sich heute ca. 120 Mitglieder wohl fühlen, als Bürgerschützenverein Duisburg-Beeck gegründet. Im Laufe der Zeit hat sich zunächst daraus der Bürgerschützenverein Duisburg-Laar v. 1894 e.V. und im Jahr 1999 die St. Ewaldi-Schützengesellschaft entwickelt.

 

Die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr begehen die Laarer Schützen am Jubeltag vereinsintern mit einem gemütlichen Zusammensein nach der jährlichen Jahreshauptversammlung.

 

Das große Schützenfest findet vom 24. bis 27. Mai im Festzelt vor dem Binnenschifffahrtsmuseum statt.