News 2007 - Nachrichten aus Laar


23.01.2007 - Bürgervereinigung Laar

Computer-Anfängerkurs 50 plus


Die Bürgervereinigung Duisburg-Laar möchte Senioren einladen, am Computer-Kurs 50 plus teilzunehmen. Für Anfänger/innen findet ab Donnerstag, dem 25. Januar in der Zeit von 15.30 -17.00 Uhr ein Kursus statt. Bei 10 Veranstaltungen werden Grundkenntnisse vermittelt. Interessenten können sich bei der Vorsitzenden, Huberta Terlinden, Tel. 83964 anmelden.


Februar 2007 - Pfarrgemeinde St. Maximilian und Ewaldi - Gemeinderat

Aufräumaktion rund um das Ewaldi-Haus am Samstag, den 17.März 2007 ab 11:00 Uhr

Der Frühling naht. Der Unrat vom Herbst und Winter muss weg. Wir räumen auf rund um das Ewaldi-Haus. Jede Hand wird gebraucht, damit das Umfeld unseres Hauses wieder glänzt. Wer Straßenbesen, Laubbesen oder andere Gartengeräte zu Hause hat, bitte mitbringen. Für Essen und Trinken ist gesorgt.


14.02.2007 - KG Rot-Gold Laar

In Laar wird groß gefeiert

"Machste mit, lachste mit" unter diesem Motto feiert die KG Rot-Gold Laar. Los geht es am Donnerstag, 15. Februar, um 16:11 Uhr mit dem Möhneball. Im Eintrittspreis von 11 € ist Kaffee und Kuchen enthalten. Weiter geht es am Freitag, 16. Februar, um 19:11 Uhr mit der 1. Prunksitzung und bereits am Samstag, 17. Februar, ebenfalls um 19:11 Uhr folgt die 2. Prunksitzung. Der Eintrittspreis für diese Prunksitzungen beträgt ebenfalls närrische 11 €. Alle Sitzungen finden in der Turnhalle der Grundschule Erzstraße statt. Karten für alle Veranstaltungen gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen oder bei Silke Prust, Tel: 8 98 05.


25.02.2007 - Pfarrgemeinde St. Maximilian und Ewaldi

Abschied nach 111 Jahren

Auch im Ordensbereich gibt es notwendige Umstrukturierungen und altersbedingte Veränderung. Nach 111 Jahren in Ruhrort und Laar hat daher der Provinzrat der Ordensgemeinschaft Unser Lieben Frauen beschlossen, die Ortskommunität im Liebfrauenstift an der Ewaldistraße zum 30. Juni 2007 zu schließen.

Die Schwestern M.Meinarde, M.Luise, die beide über 50 Jahre bei uns waren, und M.Veronis werden ihre langjährige Heimat in Duisburg verlassen. Die beiden jüngeren Schwestern Bernadett Maria und M. Teresa dagegen planen im Augenblick die Gründung einer neuen Kommunität im Duisburger Norden.


06.03.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Gregor Herberhold

SCHWERPUNKT DEICHSTRASSE IN LAAR - Die Vorsitzende der Bürgervereinigung Laar, Huberta Terlinden, fordert erneut die Sperrung der Straße am Rheindamm für Lastwagen während der Nacht. Damit die Anwohner endlich in Ruhe schlafen können.

Gleiches Recht für alle

Huberta Terlinden schielt etwas neidisch nach Ruhrort: Dort ist testweise eingeführt worden, was man den Laarern verweigert. Im Hafenstadtteil ist die Dammstraße für den Durchgangsverkehr von Norden kommend zur Entlastung der Anwohner gesperrt worden. Wenn auch nur testweise. Ein Stückchen weiter nach Norden, an der Deichstraße in Laar, hat die Politik eine Sperrung dagegen abgelehnt. Das war im vergangenen Sommer. Obwohl Oberbürgermeister Adolf Sauerland den Bürgern damals eine testweise Nacht-Sperrung für Lastwagen in Aussicht gestellt hatte. Der Meidericher Bezirksamtleiter Ralph Cervik sieht nach der Ablehnung durch die Politik derzeit keine Chance, dass der Vorschlag noch einmal in der Bezirksvertretung behandelt wird: "Es sei denn, es gibt neue Erkenntnisse."

Cervik war einer der Befürworter einer Probesperrung, wenn auch "mit erheblichen Bauchschmerzen": Weil man befürchten müsse, dass der Verkehr dann anderswo deutlich zunehme. Ralph Cervik kann die Ablehnungsgründe der Bezirkspolitik allerdings verstehen. Die hatte sich stattdessen einstimmig am 24.8.2006 für ein "Gesamtverkehrskonzept für den Duisburger Norden" ausgesprochen.

Die Vorsitzende der Bürgervereinigung Laar, Huberta Terlinden, fordert nun ein solches Konzept ein. Denn: Immer wieder hört sie Klagen, weil sich die Anwohner der Deichstraße - vor allem nachts - in ihrer Ruhe gestört fühlen. "Es sind sogar schon Familien weggezogen, weil sie den nächtlichen Lärm an der Deichstraße nicht länger haben ertragen können." Huberta Terlinden ist sich auch sicher, dass der Lkw-Verkehr nach Einführung der Autobahnmaut auf der Deichstraße zugenommen hat. Das streitet die Verwaltung ab, beruft sich auf Untersuchungen, wonach kein Anstieg registriert worden sei. Was den Lärm betrifft, habe man ihr Untersuchungsergebnisse vorgelegt, die immer "knapp unter den Grenzwerten" lägen, berichtet die Bürgervereinsvorsitzende.

Die Ablehnungsbegründungen will die Vereinsvorsitzende grundsätzlich nicht akzeptieren. Nach dem Motto "gleiches Recht für alle" bittet sie die Verwaltung und die Politik im Namen der Laarer in ihrem Ortsteil das zu tun, was in Ruhrort auch möglich ist: Eine nächtliche Testsperrung für Lkw, um herauszufinden, ob sich die Probleme damit dauerhaft lösen.

Huberta Terlinden setzt sich gerne für andere Menschen ein

69 Jahre ist die Vorsitzende der Laarer Bürgervereinigung alt. Sie stammt aus dem Duisburger Süden, genauer gesagt aus Buchholz. "Der Liebe wegen" zog sie in den "Norden". Nach einer Lehre zur Bankkauffrau in der Sparkasse Duisburg erfüllte sie sich ihren Jugendtraum: Sie studierte und wurde Grundschullehrerin. Zunächst arbeitete sie in einer Bruckhausener Grundschule, später dann in Meiderich.

Huberta Terlinden hat drei erwachsene Kinder und sechs Enkel, mit letzteren teilt sie eines ihrer beiden Hobbys: Fußball, genauer gesagt, Besuche bei Fußball-Spielen. Noch genauer gesagt, beim MSV. Außerdem wandert sie gerne. Nicht nur im Urlaub, sondern auch zu Hause am Rhein, der nur ein paar Meter von ihrem Haus entfernt entlang fließt. Vorsitzende des Bürgervereins ist sie seit dem Jahr 2002. Im Ortsteil lebt sie seit 1976.

KOMMENTAR: Stur - von Gregor Herberhold

Warum will die Politik in Laar partout nicht ausprobieren, was in Ruhrort gerade getestet wird? Dass es an der Deichstraße starkes Verkehrsaufkommen gibt, dass das Tempolimit nicht immer eingehalten wird, dass die Menschen durch Lärm, Feinstaub und Abgase belastet werden, all das ist bekannt. Trotzdem schaltet die Politik in Sachen Testsperrung auf stur. Warum bloß?!


10.03.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Gregor Herberhold

Der politische Wille

Laarer Jugendliche müssen in wenigen Jahren nach Meiderich, wenn sie eine Hauptschule besuchen wollen. Schulleiter Dr. Dietmar J. Bronder: Eltern fragen nach der Edelmarke,nicht nach der Qualität.

Erst stibt die Schule, dann der Ortsteil. Das ist - überspitzt ausgedrückt - die Prognose des Laarer Hauptschulrektors Dr. Dietmar J. Bronder. Mit ihm sprach Redakteur Gregor Herberhold.

Gemäß Schulentwicklungsplan wird die Hauptschule an der Werthstraße 2011 geschlossen. Dann gibt es keine weiterführende Schule mehr im Ortsteil.
Bronder: Genau. Aber das ist ja politisch so gewollt.

Was steckt hinter diesem Beschluss?
Bronder: Man will die Schulen offensichtlich im Meidericher Zentrum konzentrieren. Der Trend geht eindeutig zu großen Einheiten. So wie es auch in Amerika der Fall ist.

Was wäre die Alternative?
Bronder: Dass wir, wie in Skandinavien, kleinere Schulen haben, die dezentralisiert angeordnet sind. Aber das ist eine ganz andere Philosophie. Bei den Amerikanern und bei uns gehen die Schüler zu den Lehrern. In Skandinavien gehen die Lehrer zu den Schülern. Ein Extrembeispiel: Auf einer kleinen dänischen Insel gibt es fünf Kinder. Um sie zu unterrichten, reisen drei Lehrer an.

Wäre das auch in Laar und anderen Ortsteilen im Duisburger Norden denkbar?
Bronder: Abgewandelt ja. Wenn man es politisch will. Man könnte ja zum Beispiel die Hauptschule im Bezirk Meiderich nach Laar verlegen. Dann müssten alle Eltern, die dieses Schulform gewählt haben, ihre Kinder hierhin schicken. Dann hätte die Hauptschule hier dauerhaft eine Überlebenschance. Tatsächlich wird sich aber in absehbarer Zeit alles in Meiderich konzentrieren. Das ist zwar kein Nachteil fürs Lernangebot. Aber es ist doch fraglich ob es für die Erziehung - insbesondere für die der schwächeren Schüler - gut ist, wenn sie fern ab der häuslichen Umgebung zur Schule gehen müssen.

Was sind die Entscheidungsgründe der Eltern bei der Schulanmeldung der Kinder?
Bronder: Eltern gucken schon lange nicht mehr auf Inhalte und die pädagogische Arbeit einer Schule, sondern aufs Image der Einrichtung. Und da haben wir schlechte Karten. Das Hauptschulimage ist schlecht. Das der Gesamt- und Realschule und des Gymnasiums ist dagegen gut. Da entscheiden Eltern wie im Laden: Sie kaufen lieber eine Marke, auch wenn es genau so gute Artikel weniger namhafter Hersteller gibt. Auf die Schule übertragen heißt das: Man wählt die Edelmarken Gesamtschule, Realschule und Gymnasium.

Themenwechsel. Sie sagen: Erst stirbt die Schule, dann der Ortsteil.
Bronder: Das ist so. Wir können es in Beeckerwerth beobachten. Die Schule ist weg, die ersten Geschäfte schließen. Das wird auch in Laar passieren. Die Menschen verlassen morgens den Ortsteil und erledigen dann auch ihre Einkäufe dort, wo sie sich den ganzen Tag aufhalten. Oder sie fahren gleich noch weiter, zum Beispiel zum Centro. Denn: Wer ständig weite Wege auf sich nehmen muss, scheut auch die Fahrt zum großen Einkaufscenter nicht. Er ist ja gewohnt, unterwegs zu sein. Die Folge: In Randlagen wie Laar wird man allenfalls noch den täglichen Bedarf decken.

Keine guten Aussichten für Ortsteile wie Laar...

Bronder: So ist das. Aber ich sage es noch einmal: Das ist politisch so gewollt. Wir Lehrer können es nicht ändern.

Das muss doch für Frust bei den Lehrern sorgen.
Bronder: Mein Beruf ist meine Berufung. Wir machen guten, engagierten Unterricht - egal wo und in welchem Gebäude und welcher Schulform.

Die Schule erhalten
Das fordert die Bürgervereinigung Laar - von Gregor Herberhold

Die Bürgervereinigung Laar protestiert gegen die beschlossene Schließung der Hauptschule and der Werthstraße im Jahr 2011. Ihrem Unmut macht sie in einem Brief an Oberbürgermeister Adolf Sauerland sowie die Fraktionen im Rat der Stadt Duisburg Luft. "Ich möchte Sie bitten, sich für den Erhalt der Schule einzusetzen", heißt es einleitend.

Dann folgen Begründungen. "Die Schließung der Schule würde für den Ortsteil einen großen Verlust darstellen, da auch Lehrkräfte und Schüler sich im Stadtteil einbringen. Die Erfahrungen aus Beeckerwerth zeigen, dass dort, wo eine Schule geschlossen wird, die Verödung eines Stadtteils beschleunigt wird."

Gerade in Laar, so die Vorsitzende des Bürgervereins, Huberta Terlinden, "benötigen die Kinder besondere Unterstützung und Hilfen." Es gebe viele Kinder mit Migrationshintergrund, die einer besonderen Förderung bedürften, sagt Terlinden, die selbst jahrzehntelang als Lehrerin tätig war. Vorteil der Hauptschule an der Werthstraße sein, dass dort "begabte Kinder gefördert" würden, um den Übergang in die gymnasiale Oberstufe oder in andere Bildungsgänge der Sekundarstufe II zu schaffen.

Terlinden zweifelt auch an, dass große Schulen, wie sie nun in Meiderich entstehen sollen, preiswerter arbeiten können als die jetzigen kleineren Einheiten. Sie stellt auch in Frage, dass Großschulen die bessere Lösung für Jugendlichen seien.

Wenn die Schule nicht mehr zu erhalten ist", schreibt Terlinden im Namen der Bürgervereinigung, "so bitte ich Sie zu überlegen, ob die Schule nicht umgewandelt werden kann in eine Schule mit besonderen Förderelementen. Außerdem möchte ich Sie bitten, auf die Ausgewogenheit in den Stadtteilen zu achten."


16.03.2007 - Bürgervereinigung Laar

Jahreshauptversammlung

Die Bürgervereinigung Laar lädt ein zur Jahreshauptversammlung am Sonntag, dem 18. März 2007 um 11:00 Uhr im Pfarrheim St. Ewaldi an der Apostelstraße 18. Auf der Tagesordnung stehen neben der Begrüßung durch die Vorsitzende und den Berichten des Geschäftsführers, der Schatzmeisterin und der Kassenprüfer ein Vortrag von Eiko Ney über das Projekt "Waterfront" am Ruhrorter Eisenbahnhafen und "Feuerwache 2" - ein Film von Rolf Pischke über Abriss und Neubebauung des Feuerwehr-Geländes an der Austraße.


16.03.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Gregor Herberhold

"Laar erstickt an Lastwagen"

Alte Kritik kocht wieder hoch. Anwohner der Deichstraße ärgern sich über die Brummis, die Tag und Nacht unter ihrem Balkon herfahren

"Laar erstickt an Lastwagen", titelte die GEWOGE (Genossenschaft für Wohn- und Geschäftsbau) mit Sitz an der Jahnstraße 32 in ihrem Informationsblatt an die Mieter im Juni 2005. Besser geworden sei seitdem nichts. Im Gegenteil, wie Geschäftsführer Peter Sander berichtet: "Der Lkw-Verkehr an der Deichstraße wird kontinuierlich mehr."

Er selbst wohnt seit drei Jahren an der Rheinpromenade. Kennt die Situation also aus eigener Erfahrung. "Viele ausländische Lastwagen rollen am Rhein entlang", sagt der Geschäftsführer. Sander ist sich sicher, den Grund zu kennen: "Weil die Spediteure Geld sparen wollen". Heißt: Sie nähmen Abkürzungen, um weniger Autobahnmaut berappen zu müssen. Sie führen dort, wo sie mit wenig Staus rechneten und mit weniger Sprit auskämen.

Folge: Rund um die Uhr rollen die Brummis am Rhein entlang. Was die GEWOGE (die rund 50 Prozent der Immobilien an der Deichstraße in Laar besitzt) und andere Hauseigentümer nicht gerade jubeln lässt. Denn: Es ließen sich nur schwer Mieter halten. Noch schwerer sei es, neue Mieter zu finden. "Wir bieten zwar schöne Balkone und eine tolle Aussicht auf den Rhein", sagt Sander, "aber was nützt es, wenn die Mieter die Balkone nicht nutzen können, weil die Tassen wackeln und man ständig den Motorenlärm hat". Selbst bei Mietpreisen von 4,50 Euro pro Quadratmeter sei die Zahl der Mietinteressenten für Wohnungen an der Deichstraße gering. "In Düsseldorf würden die Menschen für diese Lage und diese Aussicht 15 Euro zahlen."

Sander hofft, dass die Sperrung der Deichstraße für Lkw doch noch eines Tages kommt. Wie schön es ohne die Brummis dort sei, habe man vergangenes Jahr erleben dürfen, als die Straße durch Baustellen so eingeengt gewesen sei, dass Lastwagenfahrer sie nach wenigen Tagen gemieden hätten. Eine ähnliche Situation könne man künstlich schaffen, sagt der GEWOGE-Geschäftsführer: Autofahrer bräuchten nur ihre Fahrzeuge auf der Deichseite abzustellen. Schon müssten die Lastwagen Slalom fahren und immer wieder den Gegenverkehr abwarten, bis sie weiter könnten. Wie zu Zeiten der Baustelle. Er könnte sich gut vorstellen, dass die Lastwagenfahrer dann wieder die Lust verlören, dort entlang zu fahren. . .

KOMMENTAR

Noch mehr Kritik

Seit langem fordern Anwohner der Deichstraße in Laar die Sperrung der Rheintrasse für Lastwagen. Selbst das versuchsweise Durchfahrtsverbot während der Nacht scheiterte aber, weil die Politik nicht mitspielen wollte, obwohl sich OB Sauerland dafür ausgesprochen hatte. Nach der Kritik durch den Bürgerverein Laar meldet sich nun auch einer der größten Vermieter des Ortsteils noch einmal zu Wort, weil die Probleme weiterhin bestehen. Das sollte die Politik nachdenklich stimmen. Gregor Herberhold


16.03.2007 - WAZ/NRZ Online Duisburg-Nord - Gregor Herberhold

Gute Nacht Laar

DAS THEMA DER WOCHE IM DUISBURGER NORDEN Der Geschäftsführer der GEWOGE in Laar, Peter Sander, spricht vielen Anwohnern der Deichstraße aus der Seele. Ja, die Strecke ist in der Tat enorm durch Schwerlastverkehr belastet.

Was eine immense Einschränkung der Lebensqualität an diesem ansonsten schönen Fleckchen mit herrlicher Aussicht auf Vater Rhein zur Folge hat. Wer auf Balkonien einen freien Tag genießen will, ärgert sich über scheppernde Tassen, verursacht durch übertragene Vibrationen von der Straße, Diesel-Abgase und Motoren-Lärm.

Wie schlimm die Situation ist, kann wohl nur jemand nachvollziehen, der selbst an einer solchen Straße wohnt. Deshalb der Tipp an die Bezirkspolitiker, die nicht einmal ein nächtliches Fahrverbot für Lastwagen akzeptieren woll(t)en: Quartieren Sie sich mal an der Deichstraße ein. Die GEWOGE ist gerne behilflich - schließlich hat sie dort freie Wohnungen, die Interessenten mal für 24 Stunden zur Verfügung gestellt werden können. Pritsche inklusive. Ein Bett lohnt sich wahrscheinlich nicht, weil man spätestens morgens gegen vier Uhr eh wieder von den Brummis geweckt wird.

Da darf man als Politiker nicht wegschauen! Da muss man nach Lösungen suchen. Und zwar schnell. Im Interesse der Anwohner, aber auch im Interesse des gesamten Ortsteils, der eh nicht auf der Duisburger Sonnenseite steht. Sonst heißt es möglicherweise bald: Gute Nacht Laar!


16.03.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Gregor Herberhold

Für Kraftfahrzeuge komplett dicht

Radler und Fußgänger haben Glück: Sie dürfen die marode Bogenfachwerkbrücke über den Eisenbahnhafen zwischen Laar und Ruhrort weiter benutzen. Für Kraftfahrzeuge jeder Art indes ist das Bauwerk seit gestern Morgen gesperrt. Verkehrssicherungsmonteur Manfred Steitz stellte die Absperrgitter auf und brachte Schilder an. Für Lastwagen und andere schwere Fahrzeuge war das Bauwerk an der Dammstraße schon seit 1997 gesperrt. Es war einfach zu schwach geworden. Was aus der 99 Jahre alten Brücke wird, steht noch in den Sternen. Noch ist nicht klar, was eine Sanierung kosten wird und ob sie sich angesichts des Alters rechnet. 1908 ging das Bauwerk in Betrieb. Jetzt müssen alle motorisierten Verkehrsteilnehmer über die Friedrich-Ebert-Straße die Brücke umfahren.


31.03.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Lyrik-Nachmittag im Wohndorf

Im Awocura-Seniorentreff des Wohndorfs Laar findet am Freitag, 13. April, um 15 Uhr ein Lyrik-Nachmittag statt. Bodo Siemens rezitiert E. Roth, Fontane und Tucholsky. Heitere Geschichten und Gedichte, Lyrik Quiz mit kleiner Überraschung. Der Eintrittspreis beträgt zwei Euro.


18.04.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Wir wollen Ihre Meinung hören
Die Redaktion steht morgen ab 11 Uhr auf dem Laarer Markt und freut sich auf viele Besucher.
Am Redaktionsmobil sind Ihre Anregungen und Kritik gefragt


Nach dem großen Erfolg im vergangenen Sommer geht es in diesem Jahr weiter: Wir gehen direkt zu den Lesern vor Ort, hören uns an, was sie zu sagen haben. Und die Rollende Redaktion ist auch ein Treffpunkt im weiteren Sinne: So trafen sich in Meiderich zwei Menschen nach 50 Jahren wieder. Sie hatten gemeinsam bei Thyssen die Lehre gemacht und feierten unterm Redaktionsschirm Wiedersehen.

Die Redaktion Hamborn lädt jetzt alle Laarer zur Diskussion und zum Gedankenaustausch am Redaktionsmobil ein. Die Rollende Redaktion macht Donnerstag, 19. April, von 11 bis 13 Uhr auf dem Laarer Markt Halt (weitere Termine folgen). Die Redakteure Gregor Herberhold und Gerhard Klinkhardt sowie Fotograf Rainer Raffalski stehen den Besuchern Rede und Antwort und freuen sich über Anregungen und Kritik.

So sollen etwa Themen wie die Verkehrssituation auf der Deichstraße (Lärm, Erschütterungen, Abgase), das bevorstehende Ende der Hauptschule und die Folgen, der Weggang der Ordensschwestern im kommenden Frühsommer und die Geschäftsleerstände an der Friedrich-Ebert-Straße diskutiert werden.

Unter anderem werden Huberta Terlinden (vom Bürgerverein) und der Chef des größten Wohnungsvermieters in Laar, Peter Sander, vor Ort sein und den Besuchern für Gespräche zur Verfügung stehen.


20.04.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Hauptschule Laar vor dem Aus

"Hauptschule Werthstraße vor dem Aus!" Dieses Thema will die SPD Laar in einer Bürgerversammlung am kommenden Montag, 23. April, um 19:30 Uhr im Wohndorf Laar, Jahnstraße 36, diskutieren. Auf dem Podium: Karl Janssen (Schuldezernent der Stadt Duisburg), Sören Link (SPD-Landtagsabgeordneter) und Dr. Hartmut Pietsch (stellvertretender Vorsitzender der SPD Ratsfraktion). Interessierte Bürger sind willkommen.


20.04.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Gerhard Klinkhardt

Wecken, aber nicht zu doll
Vom Problem, eine Gaststätte mit Biergarten attraktiv zu machen

"Laar überaltert doch vollkommen. Hier muss doch wieder Leben rein", ärgerte sich ein Besucher der Rollenden Redaktion und eine Frau hatte auch so ihre Erfahrungen. "Neulich waren Patienten von der Rheinklinik hier und wollten mal einen Kaffee trinken und irgendwas machen. Fehlanzeige. So wird aus dem Stadtteil doch nichts", meinte Anne Schettler. Erfahrungen der ganz anderen Art haben hingegen Ursula und Horst Ohlwein. Seit zwei Jahren betreiben sie die Gaststätte am Florapark und sind froh, dass sie sich mit den Trikern ein paar Stammgäste herangeholt haben, die vor dem Sonntagsausritt zum Frühstück vorbeikommen. Die Ohlweins haben sich der Stadt gegenüber verpflichtet, hier die Gaststätte samt Biergarten zu betreiben und jetzt werfen ihnen Nachbarn reichlich Stolpersteine vor die Füße, in dem sie noch zur besten Tageszeit und weitab aller Nachruhezeiten die Polizei alarmieren. Ursula Ohlwein: "Das war schon zu laut, da hatten die Musiker noch nicht mal gespielt." Hier war die Rollende Redaktion vielleicht hilfreich. Norbert Bouten vom Bezirksamt Meiderich will sich um das Problem kümmern.


20.04.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Gerhard Klinkhardt

Kontaktgespräch am Stehtisch
Nach 14 Jahren des Nebeneinanders wollen sich nun die Deutsche und die Türkin zusammensetzen

Nein, die beiden schenken sich nichts: Sema Özer, die türkische Mutter und ihre deutsche Nachbarin Helga Hünerbein leben seit 14 Jahren gemeinsam in Laar und reden nicht miteinander, auch wenn sie eigentlich möchten, wie sie einräumen. "Ich würde gerne mit ihnen reden, aber ich kann sie doch nicht einfach ansprechen", sagt die Türkin. Und Helga Hünerbein gesteht: "Mir geht´s genauso." Jetzt, vor dem Redaktionsmobil, klagt die Türkin, die früher in Lünen in einer guten Nachbarschaft mit Deutschen gelebt hatte und des Mannes wegen nach Laar gekommen war: "Ich fühle mich ausgesondert." Und Frau Hünerbein pflichtet ihr bei: "Die Türken wollen ja nichts mit uns zu tun haben." Worauf Sema Özer sagt: "Das ist genau umgekehrt." Aber am Ende stellen beide fest, dass sie sich doch ganz nett finden. Und eine Gesprächsbasis gefunden haben. Jetzt wollen sich beide bei Kaffee und Tee wiedersehen.


20.04.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Gerhard Klinkhardt und Gregor Herberhold

Es ist wahr: Laar - wunderbar

Im Gespräch mit Redakteuren nahmen die Laarer Bürger kein Blatt vor den Mund. Trotz aller Kritik fühlen sich die meisten in ihrem Dorf am Rhein immer noch wohl. Nur der Verkehr nervt enorm

SCHWERPUNKT
Schon lange, bevor das Redaktionsmobil auf dem Laarer Markt gestern vormittag offiziell öffnete, drängten die Menschen zu den Redakteuren: Sie konnten kaum abwarten, ihre Sorgen und Nöte loszuwerden.

Es waren drei Themen, die praktisch alle Gäste im Laufe des Vormittags ansprachen: Die nervige Verkehrssituation an der Deichstraße, wo Brummis den Anwohnern das Leben mit ihrem Motorenlärm, den Abgasen und Feinstäuben schwer machen, die bevorstehende Schließung der Hauptschule zum Sommer 2009 und der heruntergekommene Zustand der einstigen Einkaufsmeile Friedrich-Ebert-Straße. Verschlimmert werde die Lage dort noch durch eine Gruppe libanesischer Kinder, die "vor nix Achtung haben". Sogar die Polizei habe Schiss, hieß es.

Die vielen leerstehenden Wohn- und Geschäftshäuser an der "Hauptstraße" von Laar, wie ältere Bürger die Friedrich-Ebert-Straße immer noch nennen, nerven auch die Politik. Deshalb fordert August Haffner (SPD): "Die Stadt muss sich Gedanken machen, wie wir die Situation ändern können. Notfalls mit Druck auf die Eigentümer - sanieren oder verkaufen."

Einen Richtungswechsel legt die SPD in Sachen Deichstraße hin. Nachdem sich die Sozialdemokraten in der Bezirksvertretung lange Zeit gegen die Sperrung der Rheinuferstraße für Lkw ausgesprochen hatte, sagte Bezirksvorsteher Willi Jankowski gestern: "Da muss was geschehen." Die Anwohner werden es mit Freude gehört haben. So auch Armin Müller (64), der vor ein paar Jahren am Deich ein Häuschen für den Ruhestand gebaut hat und sich nun ärgert, dass der Lkw-Verkehr ständig zunimmt. Uneins ist man sich, ob die gesperrte Brücke nach Ruhrort dauerhaft unpassierbar bleiben soll.

Was die Schließung der Hauptschule betrifft: Da kann sich niemand mit anfreunden. "Wollen die Laar ganz kaputt machen?!", fragte Anne Schettler in die Runde. Und bekam Beistand von August Haffner: "Die Schließung ist nicht akzeptabel. Wir haben ein neues Konzept, das wir nächste Woche vorstellen wollen" (siehe Meldung "Hauptschule Laar vor dem Aus").

Eine Gruppe junger Mütter unterm Dach der Katholischen Frauen fühlt sich indes in Laar sehr wohl. Mit 15 Müttern ist die Krabbelgruppe der bis Dreijährigen schon fast so groß, wie Angela Meier meint, "dass wir eine neue Gruppe aufmachen könnten".

In einem Punkt sind sich alle Laarer einig: "Wir sind ein unkompliziertes Völkchen und leben wie in einem kleinen Dorf", sprach Bürgervereins-Vorsitzende Huberta Terlinden allen aus dem Herzen.


21.04.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Gerhard Klinkhardt

Das Dorf in der Zwickmühle
Das Thema der Woche im Duisburger Norden

Für die Laarer ist ihr Stadtteil das Größte, und der Größte sowieso. Ärgerlich ist aus ihrer Sicht nur, dass ihnen keiner dabei hilft, dass es so bleibt. Die Friedrich-Ebert-Straße dümpelt so vor sich hin und sinkt im Bewusstsein der Menschen immer mehr gen Abgrund. Radau-Kids sorgen für weitere Negativtüpfelchen auf dem Image. Von ihnen wird berichtet, dass sogar die Polizei sich lieber aus dem Palaver mit den Kindern heraushält. Damit nicht genug: Jetzt sind noch die Lkw auf der Deichstraße als Dauerstinker und Krachmacher dazu gekommen. So gesehen ist Laar derzeit in einer miesen Lage: umzingelt von Problemzonen. Andererseits weiß keiner so richtig eine Lösung aus der Zwickmühle: werden die Lkw aus Laar verdrängt, fallen die Beecker aus den Betten. Dessen ungeachtet halten die Laarer zu ihrem Stadtteil am Rhein, dem Dorf in der Großstadt. Mal sehen, ob die Politiker den Stein der Weisen finden. Schön wär's ja, wenn man auch wenig optimistisch sein darf.


04.05.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Laarer hauen Samstag auf die Pauke
Maifest rund ums Pfarrheim

Die Laarer feiern am Samstag, 5. Mai, ab 15 Uhr das 2. Maifest in ihrem Stadtteil. Ort der Veranstaltung ist der Garten des Laarer Pfarrheims auf der Apostelstraße. Die Karnevalsgesellschaft Rot-Gold Laar hat in Kooperation mit dem Bezirksamt ein buntes Programm für Jung und Alt auf die Beine gestellt, das rund um den Maibaum für gute Laune sorgen wird. Die vereinseigenen Fanfarentrompeter werden aufspielen, der Männerchor der König-Brauerei ist mit von der Partie und die Böllerschützen der St. Ewaldi Schützengesellschaft werden für den passenden Rahmen sorgen, wenn der Maibaum direkt vor dem Pfarrheim aufgebaut wird. Abgerundet wird die Veranstaltung durch diverse Spiele für Kinder und Erwachsene. Natürlich wird auch die obligatorische Maibowle nicht fehlen. "Wir hoffen auf viele Besucher bei unserem Maifest, schließlich verheißen die angekündigten Temperaturen für das Wochenende nur Gutes", sagt Christian Barra, Geschäftsführer der rot-goldenen Karnevalisten, die nicht nur in der närrischen Session aktiv sind. Der Eintritt ist frei.

Anmerkung: In der Überschrift zum WAZ-Artikel war fälschlicherweise vom Stadtteilfest die Rede. Darauf dürfen wir uns aber noch bis Juni freuen...


04.05.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

VdK ehrt ein Gründungsmitglied

"Als der Ortsverband Laar des VdK im Jahre 1947 gegründet wurde, da waren Maria Lembken und Franz Baumann schon dabei", erklärte Hubert Scholz und verweist damit auf die noch lebenden Gründungsmitglieder seines Verbandes, der sich von "nur" 53 Mitgliedern auf mittlerweile 420 Mitglieder vergrößert hat. Dabei sah es zu Beginn des damaligen Kriegsopferverbandes gar nicht nach einer langen Existenz aus, wurde er doch sehr skeptisch beäugt seitens der Besatzungsmächte, die allein den Hinweis auf den Krieg im Namen der neuen Organisation strikt verboten hatten. "Viele Rechte, die den Kriegsopfern beider Weltkriege heute selbstverständlich erscheinen, mussten damals in mühevoller Überzeugungsarbeit erkämpft werden", weiß Franz Baumann zu berichten. Einen besonderen Gruß richtet die Versammlung an die langjährige 1. Vorsitzende des ehemaligen Kreisverbandes Duisburg, die 96-jährige Maria Lembken.


08.05.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Anika Hoepken

Narren luden in den Pfarrgarten ein
Bei den verschiedenen Festen im Laufe des Frühjahrs und Sommers nimmt die KG Rot-Gold Laar genug Geld ein, um die Künstler bezahlen zu können, die in der fünften Jahreszeit für Stimmung sorgen

Karneval zu feiern, reicht der Karnevalsgesellschaft Rot-Gold Laar nicht aus. Deshalb wurde auf der Wiese des Pfarrgemeindehauses an der Apostelstraße nun schon zum zweiten Mal ein Maifest auf die Beine gestellt, zu dem alle Bürger des Ortsteils eingeladen waren.

Die Verbindung zu der Pfarrei besteht von Anfang an. "Die Karnevalsgesellschaft ist 1956 aus der Jugend der Gemeinde entsprungen", berichtet der Präsident Jörg Meier.

Die Idee zum Maifest hatte der Vizepräsident der KG Rot-Gold. "Er hat das in anderen Städten verfolgt und machte dann den Vorschlag", berichtet Meier. Und da zu einem Maifest natürlich auch ein Maibaum gehört, wurde dieser mit Hilfe der Feuerwehr vor dem Eingang des Gemeindehauses aufgestellt. "Hier bleibt er bis Oktober stehen", so Meier.

Doch das Aufstellen des Maibaumes, das von Böllerschützen der St. Ewaldi Schützengesellschaft begleitet wurde, war nicht der einzige Programmpunkt beim Maifest. Auch die vereinseigenen Fanfarentrompeter und der Männerchor der König-Brauerei sorgten für gute Unterhaltung der Besucher.

Neben dem Maifest veranstaltet die KG Rot-Gold Laar noch etliche andere Feiern. "Wir wollen der Pfarrei das ganze Jahr über etwas bieten", berichtet Jörg Meier. Der Erlös aus den anderen Feten sei zudem notwendig, um die Karnevalsveranstaltungen finanzieren zu können. Meier: "Die Künstler sind sehr teuer. Über die Karnevalsfeiern alleine lassen sich die Auftritte nicht finanzieren." Und da bei der KG Rot-Gold bei den drei Karnevalsveranstaltungen im Jahr nicht nur "Eigengewächse" auftreten, müsste man die Gage für die Künstler eben im Laufe des Jahres zusammen bekommen.

Die Gründer

166 Mitglieder hat die KG Rot-Gold Laar, die 1956 gegründet wurde. Von den Gründungsmitgliedern sind vier bis heute dem Verein treu geblieben. Neben Ehrenpräsident Fredi Berg gehören Heinz Wilhelmi, Klaus Meier und Erwin Herf dazu.


26.05.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Gerhard Klinkhardt

Unermüdlich im Einsatz
Huberta Terlinden feiert am kommenden Montag ihren 70. Geburtstag. Die Vorsitzende des Bürgervereins Laar am Rhein engagiert sich seit vielen Jahren für den Ortsteil

Wer an Laar denkt, dem fällt zuerst die Bürgervereinigung ein, mit rund 500 Mitgliedern der größte in Duisburg. Für viele Jahre war das auch gleichbedeutend mit Theo Barkowski. Jemand ist dabei völlig zu Unrecht im Bewusstsein der Menschen zu kurz gekommen: Huberta Terlinden, die als Geschäftsführerin des Bürgervereins seine Stellvertreterin war.

Erst als Theo Barkowski sein Amt niedergelegt hatte, kam die Grundschullehrerin Huberta Terlinden an die Spitze des Vereins, dem sie schon so lange angehört hatte. Dabei ist sie eigentlich keine Laarerin, sie stammt aus Buchholz. Als aber im Zweiten Weltkrieg die Heimat im Süden, in Buchholz, durch Bomben zerstört wurde, fand sie den Weg nach Ruhrort.

Damals war die Suche nach einer Wohnung alles andere als spaßig. Anders als heute kam man ohne Beziehungen kaum an eine Wohnung, unverheiratet schon gar nicht. "Wir haben ja 1963 nur geheiratet, um einen Wohnberechtigungsschein zu bekommen", erzählt ihr Mann heute freimütig. Und dann klappte es mit einer schönen Wohnung an der Neanderstraße in Beeck: "Es war damals sehr schwer, in Laar etwas zu finden".

"Aber Hauptsache weg", sagt ihr Mann Theo, die beengten Wohnverhältnisse waren nicht leicht zu ertragen, man hockte eben aufeinander, und das war ziemlich eng, zumal bei Huberta daheim nicht nur die anderen drei Geschwister und die Eltern auf beengtem Raum aufeinanderhockten, sondern auch noch die Großmutter und eine Schwester: "Das war alles nicht reibungslos. Und wir hatten so eine Sehnsucht nach einem Bad...".

Mit der Wohnung auf der Neanderstraße waren die Eheleute ihrem Paradies sehr nahe. "Aber dann kamen nach und nach drei Kinder, die Familie zog 1976 nach und damit begann dann die große Liebe zum Stadtteil Laar am Rhein. Als Lehrerin hatte Huberta Terlinden ohnehin Kontakt zu vielen Menschen, das galt natürlich auch für den Mann, der als Ruhrorter aber von jeher viel dichter an Laar war als seine Frau und sich auch noch politisch engagierte. Weitere Kontakte entstanden durch die Zugehörigkeit zu anderen Vereinen, etwa den Karnevalisten. Es dauerte nicht lange, da waren beide bekannt wie die bunten Hunde.

Während das Privatleben in Ordnung war, hing Huberta immer noch einem Traum ihrer Jugend nach. Sie wollte doch so gerne Lehrerin werden. Das aber ging nicht so ohne Weiteres, weil die Eltern es sich nicht leisten konnten, allen Kindern das Studium zu finanzieren. Also musste Huberta sich mit der Mittleren Reife begnügen, lernte Bankkauffrau und träumte weiter von ihrem Lehrerinnenberuf.

Dann kam die Chance, als im ganzen Land der Lehrernotstand einsetzte. Kultusminister Paul Mikat schaffte mit der Begabtensonderprüfung die Chance für Quereinsteiger. Also setzte sich die nicht mehr ganz so junge Mutter hin, büffelte erst für die Prüfung, bestand sie und zog als "Mikätzchen" in die Pädagogische Hochschule ein und landete schließlich als Lehrerin an der Katholischen Grundschule an der Nombericher Straße. Und als sie mit 60 Jahren in Ruhestand gehen wollte, rebellierten Schüler und Eltern und so blieb sie zwei Jahre länger.

Ihr Engagement für den Stadtteil kennt keine Grenzen. Da rückt sie schon mal gerne den Spitzen der Verwaltung auf die Bude. Dass man ihr das nicht übelnimmt, wird sie spätestens dann erfahren, wenn sie zum 70. Geburtstag (28. Mai) den Glückwunschbrief von Oberbürgermeister Adolf Sauerland öffnen wird.


26.05.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

KG Rot-Gold Laar hat neuen Vorstand

Die Karnevalsgesellschaft Rot-Gold Laar 1950 hat einen neuen Vorstand. Nach der Entlastung des alten Vorstands wurden Michael Rieß als Vizepräsident und Hermine Schmidt als Schriftführerin neu in den Vorstand gewählt. Sie übernahmen die Positionen von Michael Zeyen und Peter Herf, die beide aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl standen. Als Präsident wurde Jörg Meier, als Geschäftsführer Christian Barra und als Schatzmeisterin Rosi Zeyen wiedergewählt.


30.05.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Abschied nach 111 Jahren
Ordensgemeinschaft der Schwestern Unserer Lieben Frau gibt seine Kommunität in Laar zum 30. Juni auf. Zwei Schwestern werden weiter in Duisburg wirken

Der Provinzialrat der Ordensgemeinschaft der Schwestern Unserer Lieben Frau hat beschlossen, die Kommunität in Laar zum 30. Juni aufzulösen. Die drei älteren Schwestern, die teilweise über 50 Jahre in Duisburg gewirkt haben, werden ins Mutterhaus nach Coesfeld gehen, die beiden jüngeren Schwestern weiter in Duisburg arbeiten.

Die Ordensgemeinschaft war seit 111 Jahren in Duisburg vor Ort. Ende 1895 ließ man sich im Duisburger-Norden nieder, weil man sich für die Menschen im Industriegebiet erzieherisch, sozial und pastoral engagieren wollte.

In den ersten Jahrzehnten wohnten die Schwestern noch in Ruhrort, von 1929 bis heute im Eckhaus Apostel-/Ewaldistraße in Laar, über dem Kindergarten.

Die Schwestern arbeiteten hauptsächlich in Waisenhäusern, Kindergärten und Mädchenschule, betrieben Handarbeits- und Haushaltsschulen, engagierten sich für Mittags- und Abendtische, sowie Abendkurse und halfen in der Gemeindeseelsorge mit. Einsatzgebiete waren dabei Duisburg-Mitte, Ruhrort, Laar, Meiderich, Ratingsee, Beeckerwerth, Bruckhausen, Marxloh und Hamborn.

Am Samstag, 2. Juni, werden die Schwestern in der St. Ewaldi-Kirche in Laar, Friedrich-Ebert-Straße 112, um 17 Uhr in einer Festmesse von Pfarrer Andreas Rose und vom ehemaligen Dechanten von Ruhrort, Heinrich Thönnessen, verabschiedet, anschließend gibt es einen Empfang im Ewaldihaus, Apostel-/Ecke Ewaldistraße.


31.05.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

SPD hört sich in Laar um

Mit dem "Roten Schuh" der Duisburger SPD sind die Sozialdemokraten im Rahmen des Stadtteilfestes am Samstag 2. Juni, von 9 bis 13 Uhr auf dem Laarer Markt, um Beschwerden und Probleme der Bürgerinnen und Bürger zu erfahren. SPD-Bezirksvertreter August Haffner und Ratsherr Manfred Kaiser wollen vor Ort gehen.


01.06.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Wochenmarkt Laar wird verlegt

Der Wochenmarkt in Laar, am Samstag, 2. Juni, wird anlässlich des Laarer Stadtteilfestes vom Marktplatz zur Florastraße verlegt. Die Zeit bleibt: von 8 bis 13 Uhr sind die Stände aufgebaut.


01.06.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Gemeinsam für Laar

Am Samstag steigt auf dem Marktplatz Flora-/Werthstraße und auf dem Schulhof der Hauptschule Werthstraße die sechste Ausgabe des Stadtteilfestes. Viel Unterhaltung und Informationen

Das sechste Laarer Stadtteilfest steigt am Wochenende unter dem Titel "Jung und Alt miteinander für Solidarität & Toleranz". Gefeiert wird am Samstag, 2. Juni, auf dem Marktplatz Flora-/Werthstraße und auf dem Schulhof der Hauptschule Werthstraße. Von 11 bis 16 Uhr gibt es viel Unterhaltung, Spiele, Trödel sowie Kunst und Kultur. Das Programm wird vor allem von Bürgern aus dem Stadtteil gestaltet, für den man sich gemeinsam einsetzen will. Geschäfte, Vereine und Organisationen machen bei dem Fest kräftig mit.

Der Startschuss auf der Bühne fällt um 12 Uhr sehr eindrucksvoll: Die Böllerschützen der St. Ewaldi-Schützengesellschaft Laar, Beeck und Beeckerwerth lassen es zusammen mit den Laarer Fanfarentrompetern richtig krachen. Zu sehen sind dann Aufführungen des Kindergartens Ewaldistraße, der Tanzgruppe Lollipops und der Percussiongruppe der Grundschule Erzstraße. Taekwondo des TC Laar, ein Fahrradtrial des Radsportvereins Blau-Gelb Oberhausen sowie die Cover-Band Tumbling Dice folgen dann ab 15 Uhr. Durch das Programm führt Werner Maistrak.

Auf dem Schulhof gibt es ein Streetkick-Kleinfeldturnier für Teams im Alter von 13 bis 18 Jahren, ein Kickerturnier und eine Kletterwand. Das Spielmobil auf dem Parkplatz neben der Marktfläche und der Bus des Jugendforums sorgen weiter für die Unterhaltung der kleinen Gäste.


04.06.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Nadine Parchem

Von fliegenden Rädern und schwingenden Hüften
Beim sechsten Laarer Stadtteilfest gab es auf der Bühne am Markt einiges zu sehen. Ob junge Tanzgruppen, spektakuläre Tricks auf dem Rad oder der fernöstliche Löwentanz: Alles stand unter dem Motto "Gemeinsam für einen l(i)ebenswerten Stadtteil"

Wer sich am Samstag auf den Laarer Markt tummelte, tat das nicht um noch schnell einzukaufen, sondern um mit zahlreichen Gleichgesinnten die Sechsten Stadtteiltage zu feiern.

Wer bis dahin noch nichts davon gehört hatte, wurde spätestens durch die Eröffnung auf das Spektakel aufmerksam gemacht: Drei lautstarke Schüsse aus den Kanonen der Böllerschützen von St. Ewaldi sorgten für die nötige Aufmerksamkeit, und die darauf folgenden Fanfarenklänge lockten wohl auch den letzten Laarer zum Stadtteilfest.

Dort angekommen, war für jeden Geschmack etwas dabei. Wer es lieber ruhiger mochte konnte gemütlich zwischen den Verkaufsständen bummeln und das vielfältige Bühnenprogramm verfolgen. Besonders begeistert zeigten sich die Besucher vom Auftritt der kleinen Tänzer des Ewaldi Kindergartens. 14 Mädchen und Jungen haben gemeinsam mit ihren Erzieherinnen den türkischen Volkstanz "Salvar" aufgeführt.

"Uns wurde freigestellt, in welche Richtung wir bei dem Tanz gehen wollen. Der Salvar ist einfach und wird auf jeder türkischen Hochzeit getanzt und jedes Mädchen kann es mittanzen", erklärt die Erzieherin Talije Gündiz die Wahl. Bis die Kleinen die Hüften aber so gekonnt schwingen lassen konnten, mussten sie viel üben; acht Wochen je eine halbe Stunde pro Tag.

Viel länger mussten aber die Trialbiker üben, bis sie ihre Schätzchen so unter Kontrolle hatten, dass sie die Räder und Achsen ihres Rades kunstvoll über gestapelte Europaletten und Autos manövrieren konnten. Dabei kommt es allerdings weniger auf Geschwindigkeit und Körperkraft, als auf Körperbeherrschung und Konzentration an.

"Ich fahre nun schon seit 20 Jahren Trialbike. Und ich muss gestehen, ich bin dazu gekommen weil mir alle andere Arten des Radsports einfach zu schnell waren", erklärt Werner Stein nach dem Auftritt, während er immer wieder von den begeisterten kleinen Bikern um Autogramme gebeten wird.


04.06.2007 - WAZ/NRZ Duisburg - nap

Die Nonnen packen ihre Koffer

Eine Ära ist zu Ende: Mit einem feierlichen Gottesdienst in der St. Ewaldi Kirche Laar wurden am Samstag die drei Schwestern der Ordensgemeinschaft "Unserer Lieben Frauen" in den Ruhestand verabschiedet.

Der Provinzialrat hatte beschlossen, dass Schwester Maria Luise, Schwester Marianda Meinarde und Schwester Veronis den Dienst an Gott und den Mitmenschen altersbedingt nicht mehr ausüben können. Ende des Monats werden die Schwestern nun ihre Heimat verlassen und ins Mutterhaus noch Coesfeld gehen. Nach 111 Jahren verlassen die letzten den Stadtteil.

"Für uns ist es ganz schlimm. Wenn sie nicht mehr da sind, hinterlassen sie ein großes Loch, welches man nicht schließen kann", so die Gemeinderatsvorsitzende Ilse Schulz. Die 58-Jährige kennt die Schwestern schon seit ihrer Kindheit und weiß ganz genau um den Wert ihrer Arbeit.

Zu ihren Aufgaben gehörte die Arbeit im Schifferkinderheim, in Kindergärten und Mädchenschulen, aber auch Mittags- und Abendtische wurden von ihnen betreut.

Alle der drei Schwestern wohnen und leben schon seit über 50 Jahren in Duisburg. Zuerst lebten sie im Schifferkinderheim Ruhrort, dann fanden sie über dem St. Ewaldi-Kindergarten ein neues Zuhause.

"Die Schwestern sehen die Notwendigkeit der Entscheidung zwar ein, aber sie gehen mit mindestens einem weinenden Auge. Duisburg ist schließlich seit langem ihre Heimat," weiß die Gemeinderatsvorsitzende Ilse Schulz.

Die Schwestern selbst übten sich in christlicher Bescheidenheit und wollten nicht über ihren kommenden Abschied sprechen. Dafür erschienen sie aber gut gelaunt zur Festmesse und dem anschließenden Empfang im Ewaldihaus.


06.06.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Laarer suchen einen neuen Schützenkönig
Großes Volksfest am Wochenende

Eines der ersten Schützenfeste im Jahr ist traditionell das Laarer Schützen- und Volksfest der St. Ewaldi-Schützengesellschaft Duisburg-Laar/Beeck und Beeckerwerth. Die Feierlichkeiten beginnen am Samstag. 9. Juni, um 10.45 Uhr mit einem Marsch der Schützen vom Lokal "Zur Flora" zur Festhalle der Schule an der Erzstraße, in der der neue Schützenkönig und der neue Prinz durch das Vogelschießen ermittelt wird. Aufgrund der hohen Anzahl potenzieller Königsanwärter verspricht sich die 1. Vorsitzende Anja Uldrich einen spannenden Wettkampf. Um 17 Uhr findet die Schützenmesse in der Katholischen Kirche St. Ewaldi in Laar statt. Anschließend werden die amtierenden Majestäten abgeholt und zur restlos ausverkauften Schützengala gebracht. Am Sonntag laden um 15.30 Uhr die Laarer Schützen zum Kaffeetrinken in die Festhalle ein. Gegen 17 Uhr beginnt der Festzug durch den Stadtteil mit der Parade im Florapark und dem Zapfenstreich im Wohndorf. Gegen 21 Uhr erfolgt die Inthronisation des neuen Königspaares samt Krönungsball.


13.06.2007 - stadt-panorama

Laarer Adler im Fadenkreuz
Der neue Ewaldi-Schützenkönig heißt Heinz Uldrich

Die St. Ewaldi-Schützengesellschaft Laar, Beeck und Beeckerwerth von 1894 eröffnete am Wochenende die Schieß-Saison.

Die Feierlichkeiten des Traditionsvereins begannen bereits am Samstagmorgen mit dem Umzug zur Schützenhalle an der Erzstraße. Fünf Mitglieder traten für den Kampf auf den Königstitel im Vogelschießen gegeneinander an, durchsetzen konnte sich letztendlich Heinz Uldrich.

Gemeinsam mit seinem neuen Hofstaat und den "treuen" Anhängern feierte er am selben Abend in der gut besuchten Schützenhalle. Der Schützensonntag begann um 15.30 Uhr mit einem Kaffeetrinken in der Festhalle, bevor nach der offiziellen Inthronisierung ausgelassen der offizielle Krönungsball mit dem Gratulationschor gefeiert wurde.


13.06.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Ein zäher Vogel

Neue Regenten wurden jetzt im Duisburger Norden gekrönt. Gleich zwei Schützenvereine ließen auf den Vogel anlegen.

In einem spannendem Kopf-an-Kopf-Rennen beim Vogelschießen setzte sich bei der St. Ewaldi-Schützengesellschaft Laar Heinz Uldrich gegen seine Konkurrenten und Konkurrentinnen Heike Demandt, Elke Momber, Wilfried Voßen und Heinz Pütz durch und wurde neuer König in Laar für das Jahr 2007/2008. Zu seiner Königin erkor er Miriam Marsilius.

Ab 11.30 Uhr haben die Schützen dem Vogel in der Festhalle der Schule an der Erzstraße nach und nach die Pfänder abgeschossen. Dann wurde es schließlich ernst. Die Aspiranten haben in voller Konzentration auf den Rumpf geschossen. Nach einer Stunde fiel die linke Hälfte des Vogels. Um 13.52 Uhr hat dann Heinz Uldrich mit dem 177. Schuss zielsicher den Rumpf abgeschossen. Auch beim Prinzenschießen war die Spannung sehr zu spüren. Der Vogel schien zäher zu sein, denn erst mit dem 272. Schuss errang Juan-Vidal Rodriguez-Schmitt die Prinzenwürde für das Jahr 2007/2008. ...


15.06.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Kinderchor Laar feiert Jubiläum
Festgottesdienst in der St. Ewaldi-Kirche

Sein 40-jähriges Bestehen feiert am Sonntag, 17. Juni, der Laarer Kinder- und Jugendchor. Mit einem Festgottesdienst um 9.30 Uhr in der katholischen St. Ewaldi-Kirche an der Friedrich-Ebert-Straße wird das Jubiläum eröffnet. Um 15 Uhr präsentiert der Chor im Ewaldi-Haus, Apostelstraße 18, das traditionelle "Kaffee-Konzert" und nimmt die Geburtstagsgäste mit auf eine Reise durch die Welt der Musik. Mit sechs Jungen als Schola wurde 1967 der Anfang gemacht. Zwei Jahre später übernahm Konrad Leuer, Kirchenmusiker und Dekanatskantor, diese "Handvoll Kinder". Mit viel Fleiß und persönlichem Einsatz wuchs die Gruppe nicht nur musikalisch, sondern auch zahlenmäßig. Rund 20 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 20 Jahren singen heute im Laarer Chor.


15.06.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

AM TAG DER ARCHITEKTUR beteiligt sich erstmalig das Immobilien Management Duisburg. Am Samstag, 16. Juni, von 10 bis 16 Uhr stellt das IMD im Rahmen der landesweiten Veranstaltung der Architektenkammer die im März fertiggestellte Feuer- und Rettungswache Homberg/Laar mit ihren 5000 qm Gebäudenutzfläche und 10 000 qm Außenanlagen vor. Zu jeder vollen Stunde werden Führungen durch das Wachgebäude angeboten. In der Wache sind neben der Berufsfeuerwehr auch Freiwillige Feuerwehr und Feuerwehrschule untergebracht.

Kommentar: Diese Meldung erschien die ganze Woche in mehreren Zeitungen. Bei meinem Versuch, am Samstag die Feuerwache zu besichtigen, wurde ich in der Zufahrt gestoppt. Ein freundlicher Mitarbeiter an der Schranke erklärte mir, dass es sich um eine "Fehlinformation des IMD" handeln würde. Eine Besichtigung sei nur für Architekten möglich.

Tolle Leistung! Eine ganze Woche lang merkt niemand diesen Irrtum! Und dann werden Interessenten abgewiesen. Mal abgesehen davon, dass sich die Feuerwache verschanzt wie Fort Knox. Ich habe jedenfalls nicht mal eine Wache gesehen. Am 7.Juli soll es aber einen Besichtigungstermin geben. Lassen wir uns mal überraschen...


26.06.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Alte Lieder im Wohndorf

Der Wohndorf-Teich ist am Mittwoch, 27. Juni, ab 18 Uhr die sommerliche Kulisse für junge, ältere, geübte und noch nicht geübte Sängerinnen und Sänger. Alte Volks- und Fahrtenlieder sollen im Wohndorf Laar erklingen.


27.07.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Auf den Spuren von Karl May

"Karl May - mehr als Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi" ist das Thema beim Senioren-Aktiv-Kreis der ev. Kirchengemeinde Ruhrort-Beeck, Bezirk Laar, am Mittwoch, 1. August. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr die Kirche Laar, Apostelstraße 58. Carl Friedrich May war einer der produktivsten Abenteuerschriftsteller und zählte jahrzehntelang zu den meistgelesenen Schriftstellern Deutschlands. Ein Porträt dieses Mannes und einen Überblick über sein Schaffen gibt Dietrich Rahm.


11.08.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

SPD fordert Konzept für den Verkehr
Hohe Lkw-Belastung auf der Deichstraße

Der Laarer Ratsherr Manfred Kaiser (SPD) bleibt hartnäckig. Er will den zunehmenden Lkw-Verkehr auf der Deichstraße in Laar weiter verhindern. Seit Jahren kämpft die Laarer SPD gegen Lärm und Dreck des steigenden Lkw-Verkehrs an. Mit der Einführung der Lkw-Maut auf deutschen Autobahnen war die Situation immer schlimmer geworden. Tausende Bürger hatten vor zwei Jahren entsprechende Unterschriftenlisten unterschrieben, um gegen die steigende Zahl der Lastwagen zu protestieren. Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Meiderich/Beeck hatte einen Antrag eingebracht, in dem sie die Verwaltung auffordert, "ein Konzept zur Vermeidung des Transitschwerlastverkehrs im innerörtlichen Straßennetz" vorzulegen. Ratsherr Kaiser ist verärgert, dass immer noch kein Verkehrskonzept für den Bezirk Meiderich vorliegt. Kaiser: "Die Lastwagen brettern weiter über die Deichstraße und der Oberbürgermeister tut nichts."


15.08.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Gerhard Klinkhardt

Immeo geht auf die Kunden zu
Neues Service-Büro in Laar steht für eine Neuorientierung des Immobilien-Konzerns. Günstige Mieten und Service in Büros vor Ort. Aber selbst niedrige Mieten für Duisburger Arge-Kunden zu hoch

Immeo gibt es noch nicht sehr lange. Der Konzern hatte vor einiger Zeit die Wohnungen des Stahlriesen ThyssenKrupp Stahl übernommen, die vom Tochterunternehmen Thyssen Bauen und Wohnen bzw. ThyssenKrupp Immobilien (TKI) gemanagt worden waren. Seit dem 1. Dezember gehört Immeo dem Französischen Immobilien-Giganten Groupe Fonciere des Regions. Und jetzt sitzt die Zentrale - nach einem Essener Gastspiel - auch wieder in Oberhausen an der Essener Straße 66, wo seit Urzeiten Thyssen Immobilien zuhause war.

"Es war wie eine Heimkehr. Es herrscht da ein tolles Klima" sagt einer, der es wissen muss: Walter Ziegler. Ziegler ist jetzt Immeo-Geschäftsführer und steht für eine Neuorientierung: "Wir sind vor Ort. Wir glauben, dass der Kunde keine langen Wege haben soll." Inzwischen gibt es mehr als zehn Kundenbüros, verteilt auf die ganze Stadt. Das jüngste dieser Büros ist gestern in Laar an der Thomasstraße 15 eröffnet worden,

169 Wohnungen hat Immeo hier und will die jetzt natürlich möglichst schnell unters Volk bringen. Dabei will man allerdings auch darauf achten, dass die Mieter-Mischung stimmt: Studenten, alte Menschen und durchaus auch Mieter, die nicht mit viel Einkommen gesegnet sind: mit 4,28 Euro je qm Kaltmiete stehe man noch recht günstig da, sagt Ziegler. Für Hartz-IV-Empfänger ist das allerdings auch in Duisburg noch zuviel. Denn die Arge Duisburg sei sehr restriktiv, auch wenn er verstehe, dass man sparsam sein müsse. Man zwinge, anders als in anderen Städten, Menschen recht schnell zum Umzug. Ziegler: "Dass Mieter wegen 20 Euro zuviel zum Umzug aufgefordert werden, wie kürzlich am Zinkhüttenplatz, müssen wir nicht unbedingt haben." Die Arge Duisburg erstattet nur 3,94 Euro. Andere Städte, selbst so arme wie Gelsenkirchen, sind da weniger kniepig.

Schöne Innenhöfe, modernisierte Wohnungen und gute Verkehrsanbindungen (Zug und Straßenbahn) machen Laar, so Ziegler, zu einem attraktiven Wohnort. Dazu werde man den Mieter entgegenkommen: Wenn sie Wünsche haben (etwa Bad statt Dusche), sollen die erfüllt werden. Man halte nichts davon, jetzt viel Geld in die Umstrukturierung aller Wohnungen zu stecken und doch am Markt vorbei zu agieren.

Keiner schafft's alleine

"Keiner schafft es alleine" sagt Walter Ziegler. Deshalb werde man auch mit anderen Wohnungsunternehmen im Einzelfall zusammenarbeiten, wenn es darum geht, den Stadtteil als Wohnort zu fördern. Ansonsten wolle man lieber neue Kunden von außen nach Laar holen als den anderen Laarer Unternehmen Kunden abzujagen.


16.08.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Willi Mohrs

Pipeline unterquert den Rhein
Für eine unterirdische Propylenleitung nach Moers und Marl wird zwischen Homberg und Laar ein Düker unter dem Rhein verlegt. Die Bauarbeiten sollen bis Ende Oktober dauern.

Noch eine Pipeline? Ja, es wird noch eine Pipeline gebaut, nun allerdings durch das nördliche Stadtgebiet. Propylen soll nach der Fertigstellung vom Duisburger Hafengebiet aus nach Moers und vor allem zum Chemiestandort Marl transportiert werden - mindestens 1,20 Meter tief im Boden.

Wo's lang geht, ist an beiden Ufern des Rheins bereits zu erkennen - linksrheinisch in Homberg nördlich des Eisenbahnbassins, rechtsrheinisch in Laar nördlich der Friedrich-Ebert-Brücke und ganz genau gesagt bei Strom-Kilometer 781,228. Die Verbindung zwischen den beiden Pipeline-Trassen soll ein 450 Meter langer Düker unter dem Rhein schaffen.

Für den Bau dieses Dükers unter dem Strom wird im Deichvorland der Fuß- und Radweg vorübergehend gesperrt. Die Bauarbeiten sollen an dieser Stelle voraussichtlich bis etwa Ende Oktober dauern.

Gute zehn Kilometer Länge wird der Leitungsteil nach Moers messen, mehr als 40 Kilometer der Teil in Richtung Marl. Für den Bau der Pipeline haben sich die Unternehmen Sabic, Sasol Solvents, Oxea und Westgas zusammen getan. Der geplante "Leitungsverbund" soll für die Chemie-Standorte Moers, Oberhausen, Gelsenkirchen und Marl "unmittelbaren Zugang zum Rhein" gewährleisten, hieß es gestern in einer Mitteilung von Sabic.

Noch zu Anfang des Jahres hatten insgesamt acht Chemieunternehmen der Region noch viel größere Pläne: Eine 500 Kilometer lange und 200 Mio Euro teure Pipeline sollte das Rhein-Ruhr-Gebiet mit den Seehäfen Rotterdam (Niederlande) und Antwerpen (Belgien) verbinden.

Im Februar kam jedoch das "Aus" für das Rohr ohne Grenzen. Gestiegene Stahlpreise und Finanzierungskosten hätten zur Aufgabe der Planungen geführt, hieß es damals. Die Schifffahrt begrüßte mit Hinweis auf ihre ausreichenden Kapazitäten die Aufgabe der Pläne. Landeswirtschaftsministerin Christa Thoben hatte sich unverzüglich für eine "kleine Lösung" eingesetzt.

Die Trasse dieser abgespeckten unterirdischen Rohrleitung mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern verläuft durch das Hafengebiet und dann am Nordufer des Rhein-Herne-Kanals, anschließend parallel zur Autobahn A 3 in Richtung Oberhausen. Sie führt jenseits der Duisburger Stadtgrenze über Bottrop und Gladbeck bis Gelsenkirchen-Scholven. Jenseits des Stromes ist die linksrheinische Trasse der künftigen Propylen-Leitung in Richtung Moers deutlich erkennbar. Nach Osten reicht das unterirdische Rohr bis nach Marl.

Brennbar, aber wenig giftig

Propylen oder auch Propen ist laut Internet-Lexikon Wikipedia ein farbloses brennbares Gas, das bei der thermischen Spaltung (Steamcracken) von bei der Erdölverarbeitung anfallenden Benzinen anfällt. Propylen wird als Gas für das Brennschneiden und ähnliches verwendet. Weiterhin ist es einer der wichtigsten Grundstoffe der chemischen Industrie und wird für die Produktion von Bleichmitteln und Kunststoffen verwendet. Propylen ist brennbar, aber nur wenig giftig, bei hoher Konzentration narkotisierend und erstickend. Es ist schwerer als Luft.


29.08.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Bürgervereinigung bietet Kurs an

Die Bürgervereinigung Duisburg-Laar lädt Senioren ein, am Computer-Kursus 50 plus teilzunehmen. Der Kurs beschäftigt sich mit der Einführung ins Internet und der Tabellenkalkulation (Excel). Er findet ab kommenden Donnerstag, 30. August, in der Zeit von 15 bis 16.30 Uhr statt. Bei zehn Veranstaltungen werden Grundkenntnisse vermittelt. Interessenten können sich bei der Vorsitzenden Huberta Terlinden, Rufnummer 8 39 64, melden.


05.09.2007 - stadt-panorama

Mehr Plätze im Laarer Kindergarten

Die Stadt Duisburg hat die städtische Kindertageseinrichtung Ewaldistraße 11 in Laar um zwei Gruppen erweitert. Die beiden Gruppen sind im Gebäude der ehemaligen katholischen Kindertageseinrichtung St. Eligius an der Friesenstraße 10 untergebracht. Nachdem das Bistum der Stadt angeboten hatte, ihr dieses Gebäude samt Inventar kostenfrei zu überlassen, und in Laar anhand der aktuellen Belegungszahlen absehbar ist, dass auch mittelfristig ein Bedarf für diese 50 Kindergartenplätze für drei- bis sechsjährige Kinder besteht, hat der Rat der Stadt beschlossen, die Einrichtung zu übernehmen und dort eine zweigruppige Kita zu eröffnen. Diese wird als Dependance der städtischen Kindertageseinrichtung Ewaldistraße geführt.


05.09.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Alle Kinder für die Stadt

Während anderswo Kinderknappheit herrscht, kann davon in Laar nicht die Rede sein. Hier platzt der städtische Kindergarten aus allen Nähten. Als jetzt das Bistum Essen mitteilte, es werde den Kindergarten in Laar mit 50 Plätzen an der Friesenstraße aus Geldmangel schließen, hat ihn die Stadt übernommen und Oberbürgermeister Sauerland gestern symbolisch neu eröffnet. Bitter: Erzieherinnen verloren ihre Stelle. Lediglich die unbefristet eingestellten Mitarbeiterinnen fanden in anderen katholischen Kindergärten einen neuen Arbeitsplatz. Der Kindergarten an der Friesenstraße gilt offiziell als Zweigstelle des Stadt-Kindergartens an der Ewaldistraße.


05.09.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Beschlüsse werden jetzt umgesetzt

Der Schulausschuss hat mehrheitlich die Auflösung bzw. Zusammenlegungen mehrerer Schulen beschlossen. Damit werden Teile des Schulentwicklungsplans umgesetzt. Zum 1. August nächsten Jahres wird die Hauptschule Werthstraße in Laar aufgelöst. Damit die Schülerinnen und Schüler die Hauptschulen in Meiderich besser erreichen können, sollen noch Gespräche mit der DVG geführt werden: Die neue Schulsituation soll auch in die Fahrplangestaltung einfließen. ...


08.10.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Weinfest für Senioren in Laar

"Weck, Woscht und Woi" gibt es beim Weinfest des Kreises "Senioren aktiv" am Mittwoch, 10. Oktober, um 14.30 Uhr im Gemeindesaal der Evangelischen Kirche, Apostelstraße 58, in Laar. Köstlichkeiten wie Spuntekäs und Zwiebelkuchen sowie köstlichen Tropfen aus dem Rheingau und von der Nahe warten auf Besucherinnen und Besucher. Weitere Informationen geben die Eheleute Rahm unter 89 388. Auch die Eheleute Schmitz geben Auskunft unter 81 555.


26.10.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Bürgervereinigung lädt ins Café

Die Bürgervereinigung Laar lädt bereits traditionell zum Laarer-Literatur-Café ins Wohndorf Laar ein. Schon zum 5. Mal sind alle Interessierten ins Wohndorf Laar eingeladen. Am Sonntag, 4. November, gibt es ab 15 Uhr Kaffee und Kuchen. Um 16 Uhr liest Alt-Oberbürgermeister Josef Krings aus seinem Buch "Begegnungen". Eintritt frei.


31.10.2007 - NRZ Duisburg-Nord

"Kibiz ist Mumpitz". Dazu informiert Gisela Walsken, SPD-MdL, auf Einladung der SPD Laar am Dienstag, 6. November, 19.30 Uhr, im Wohndorf Laar, Jahnstraße 36.


12.11.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Gewalt in der Bibel ist Thema

"Gewalt in den Psalmen" ist das Thema beim "Senioren-Aktiv-Kreis" der Evangelischen Kirchengemeinde Ruhrort-Beeck, Bezirk Laar, am Mittwoch, 21. November. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr der Gemeindesaal der Kirche Laar, Apostelstraße 58. In den 150 Psalmen im Alten Testament fällt auch so manches harte Wort. "Vertilge sie ohne alle Gnade, vertilge sie, dass sie nicht mehr da sind!", so heißt es in Psalm 59, 14. Wie gehen Christen mit solchen Verwünschungen in der Bibel um? Diese Frage wird mit Pfarrer Frank Hufschmidt diskutiert. Informationen unter 8 93 88 bei den Eheleuten Rahm.


23.11.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Ausschüsse stellen heute Weichen

..... Diskutiert wird weiter in diesem Ausschuss auch das weitere Vorgehen für das Projekt "Waterfront". Für den Eisenbahnhafen, der großzügig umgestaltet werden soll (wir berichteten), gibt es einen Bebauungsplan, der zur Erfüllung der landesplanerischen Voraussetzungen mit den Versorgungsbereichen in den Ortsteilen Ruhrort und Laar abgestimmt werden muss. .....


28.11.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Die Zauberflöte in Laar

Ein Konzert findet am nächsten Freitag, 30. November, um 18 Uhr in der Evangelischen Kirche Laar, Apostelstraße 58, statt. Aufgeführt werden Werke von Ludwig van Beethoven (Variationen über ein Thema aus "Die Zauberflöte" von Mozart), Johannes Brahms (Sonate für Klavier und Violoncello op. 99) und Bohuslav Martinu (Variationen über ein Thema von Rossini). Es musizieren: Min-Jung Kim-Lenzing, Klavier und Armin Riffel, Cello. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.


29.11.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord - Florian Müller

Ein Zentrum für zwei Stadtteile
Mit der beschaulichen Idylle könnte es im Eisenbahnhafen in Ruhrort bald vorbei sein: Mit dem Projekt Waterfront käme reichlich "Leben in die Bude": Marina, ein Hotel, eine Markthalle sowie Büro- und Wohnhäuser könnten längs der Wasserfläche entstehen.

Geht es nach dem Willen der Verwaltung, dann soll im Bereich des Eisenbahnhafens sowie am Friedrichsplatz nicht nur das Projekt Waterfront entstehen, sondern auch das "Nahversorgungszentrum Ruhrort/Laar". Eine erste Weiche dazu könnten die Bezirksvertretungen Meiderich/Beeck sowie Homberg/Ruhrort/Baerl stellen, die heute um 15 Uhr im Sitzungssaal (1. Obergeschoss) des Ratshaus Homberg am Bismarckplatz 1 gemeinsam tagen. Dabei geht es um das bereits bekannte Projekt Waterfront am Eisenbahnhafen, bei dem die Kommunalpolitiker nun zu mehreren Einwänden sowie zum Beschlussentwurf Stellung beziehen müssen.

Nach der Verwaltungsvorlage stellt sich die Einzelhandelssituation in den beiden Stadtteilen Ruhrort und Laar "sehr überschaubar und weder sonderlich attraktiv noch leistungsstark dar". Für die 11600 Einwohner gibt es eine Verkaufsfläche von gerade mal 3120 Quadratmetern. Zusammen mit dem im Bau befindlichen Kaufland-Projekt sowie des bereits im Ortsteil Laar gelegenen Plus-Discounter nördlich des Bahnhofs soll nun eine Versorgungsregion für beide Stadtteile geschaffen werden. Neben den Geschäften am Friedrichplatz, dem vorhandenen Sparkassenstandort sowie den gastronomischen Betrieben soll das Projekt Waterfront nun in das Gesamtkonzept eingefügt werden. Damit will die Stadt den Standort nachhaltig entwickeln und Defizite bei der Nahversorgung ausgleichen. Zwar hat der Handel im letzten Jahr 52,9 Mio Euro umgesetzt, aber sowohl im Bereich Nahrungs- und Genussmittel sowie Kleidung und Hartwaren (Möbel, Elektrogeräte) gibt es eine Unterversorgung, so die Stadtverwaltung.

Mit dem Projekt Waterfront will man ähnlich wie im Innenhafen gleich mehrere Ziele verfolgen: Wohnen am Wasser, Büros, ein Hotel, eine Marina sowie eine Markthalle (Verkaufsfläche ca. 3750 qm).

Einwände zu dem Projekt Waterfront gab es vom BUND, der darauf aufmerksam machte, dass bei der Planung die Tatsache, dass dort regelmäßig Eisvögel brüten, berücksichtigt werden müsse. Dem soll nicht gefolgt werden, so die Verwaltung.

Gleich eine Reihe von Stellungnahmen schickte Thyssen-Krupp-Steel, Betreiber des Kraftwerkes "Hermann Wenzel". TKS ist der Meinung, dass durch diverse Abstandserlasse eine Mischbebauung bei Waterfront nicht möglich sei, da es im Kraftwerk eben zu Störfällen kommen könnte. Ein Abstand von 900 Meter sei deswegen einzuhalten, der Bebauungsplan aber nur einen Abstand von 120 Meter zu Waterfront vorsehe. Das Kaufland-Projekt soll in das Nahversorgungszentrum Ruhrort/Laar eingebunden werden. Nur 120 Meter Abstand liegt zwischen der geplanten Bebauungsfläche Waterfront und dem Kraftwerk. Bei einem Störfall mehr als riskant, meint der Betreiber Thyssen-Krupp-Steel.


30.11.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Schmuck vor dem 1. Advent

Der Duisburger Norden wird immer weihnachtlicher! Gestern schmückten zwei Klassen der Gemeinschaftsgrundschule an der Erzstraße in Laar den von der Stadt aufgestellten Weihnachtsbaum vor der Katholischen Kirche in Laar an der Friedrich-Ebert-Straße. Danila, Sinen, Selime und Dilan (von links) hängten zusammen mit den anderen Klassenkameraden selbstgebastelten Schmuck an den Baum. Angeregt hat die Aktion die Bürgervereinigung Duisburg-Laar, die auch vor Jahren für den "Umzug" des Laarer Baumes vom Marktplatz an den jetzigen Standort vor der St. Ewaldi-Kirche gesorgt hat. Für beide Kassen gab es eine Spende für die Klassenkasse.


30.11.2007 - WAZ/NRZ Duisburg-Nord

Bezirksvertretung stimmt auch für die Waterfront

..... Ohne jede Beratung hatte zuvor die Bezirksvertretung (Meiderich/Beeck) zusammen mit der Vertretung von Ruhrort und Homberg den Plänen zur Ruhrorter Waterfront und dem neuen Nahversorgungszentrum für Ruhrort und Laar einstimmig zugestimmt.