News 2002 - Nachrichten aus Laar


28.02.2002 - WAZ - Gerhard Klinkhardt

Volksbank nimmt Abschied vom Geburtsort Laar
Kunden sind verärgert - Unternehmen: Betriebswirtschaftlich keine andere Lösung vertretbar

Das tut weh. Ausgerechnet aus dem Stadtteil, in dem die Vereinsbank aus der Taufe gehoben worden ist, wird sich das Unternehmen am 15. April verabschieden. Die Kunden sind sauer, das Unternehmen sagt, Alternativen gebe es keine und verbessert das Angebot im angrenzenden Ruhrort.

Die Volksbank Rhein-Ruhr, Nachfolgerin der Vereinsbank in Laar, hatte noch vor kurzem keinerlei Gedanken an eine Schließung der Filiale in Laar verschwendet. Das habe sich erst Ende letzten Jahres bei der Überprüfung der Zahlen ergeben, beteuert Vorstandssprecher Wolf-Dieter Jurgeleit: „Betriebswirtschaftlich war das nicht mehr durchzuhalten."

Die Filiale sei durch die Randlage im Stadtteil an der Friedrich-Ebert-Straße und die kleinen Räumlichkeiten benachteiligt. Es gebe in Laar, so Jurgeleit, keine Möglichkeit, moderne Geräte aufzustellen oder Beratungsraum zu schaffen. Das sei in Ruhort, eben einen Kilometer von der Laarer Filiale entfernt, anders. Wer von den Kunden mit dem Konto nach Ruhrort umzieht, wird auf vertraute Gesichter stoßen: Jutta Gorke, Filialleiterin in Laar, wird Stellvertreterin der Ruhrorter Chefin Judith Kirstein. Auch andere Laarer Mitarbeiter gehen mit.

„Die Entscheidung hat uns weh getan", räumt auch Jurgeleit ein, zumal mit Laar ein besonders emotionales Verhältnis bestehe. „Dass die Kunden sich nicht freuen, ist klar. Aber eine Filiale muss sich auch tragen", sagt der Bank-Chef. Man komme um die „Bildung größerer, schlagkräftigerer Einheit nicht herum."

Für Manfred Drols aus Laar ist die Filiale vor Ort auch ein Stück Lebensqualität, besonders für die alten Menschen und auch die Bequemlichkeit des Autofahrers sei Laar immer besser gewesen als Ruhrort.

Das räumt auch Volksbank-Chef Jurgeleit ein. Teilweise allerdings, glaubt er, die Argumente entkräften zu können. So bestehe auch durchaus die Möglichkeit des Hausbesuchs durch Bankmitarbeiter. Und an die Autofahrer sei auch gedacht worden. So werde in absehbarer Zeit in Ruhrort kein Parkplatzmangel herrschen: Man habe bereits ein Grundstück gekauft und sei dabei, ein weiteres zu erwerben und als Kunden-Parkplatz herzurichten.


März 2002 - Ruhrorter/Laarer Nachrichten

Volksbank Rhein-Ruhr verlässt Laar

Mit Enttäuschung und ohnmächtigem Zorn haben wir von dem kurzfristigen Wegzug der Volksbank „Rhein-Ruhr" aus Duisburg-Laar erfahren. Für die  Bürgervereinigung Duisburg-Laar ist das ein Schritt, der nicht nachzuvollziehen ist. Ist doch die Bank hier in Laar gegründet worden, hier steht das „Geburtshaus", hier hat die Volksbank vor kurzem noch Jubiläum gefeiert.

Wie kann der Vorstand Geschichte einfach so ignorieren? Zählt wirklich nur noch der Profit? Hat er nicht an die vielen alten, treuen Kunden gedacht, die der Vereinsbank so viele Jahre die Treue gehalten haben? Gerade diese Kunden sollen sich noch umstellen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Ruhrort fahren um sich dort einen Kontoauszug zu holen? Da hilft auch kein einmaliger Gutschein für eine Fahrkarte. Es ist ein schlechter Witz, eine „Befragung" als Grund für den Umzug anzugeben, die unseres Wissens in Laar nicht stattgefunden hat.

Die Laarer waren mit „Ihrer" Volksbank und deren Mitarbeitern zufrieden. Und es waren auch immer Kunden in der Schalterhalle anzutreffen.

Uns als Bürgervereinigung trifft es wie ein Schlag, weil wir uns zusammen mit den ortsansässigen Gruppen und der Bezirksvertretung um eine Verbesserung der Situation auf der Friedrich-Ebert-Straße bemühen.

Und die Volksbank Rhein-Ruhr macht sich davon!

Geschäftsführerin Huberta Terlinden


20.04.2002 - Wochen Anzeiger

Versammlung in Laar

Die Bürgervereinigung Duisburg-Laar hält ihre diesjährige Jahreshauptversammlung am Sonntag, 21. April, um 11 Uhr, im Ewaldi-Haus in Laar ab. Nach den Regularien mit Berichten und Neuwahlen referiert der Umweltdezernent der Stadt Duisburg, Dr. Peter Greulich, über die Themen: Feuerwehr, Rheindeich und Funkantennen. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen.


27.04.2002 - WAZ

Bürgerverein macht sauber

Die Bürgervereinigung Laar wählte. „Wir haben im vergangenen Jahr einiges erreicht, aber es gibt auch noch viel zu tun", resümierte Geschäftsführerin Huberta Terlinden. Der langjährige Vorsitzende Theo Barkowski kandidierte nicht mehr. Der Vorstand sieht nun so aus: Vorsitzende: Huberta Terlinden, Stellvertreterin: Christel Faber, Geschäftsführerin: Ricarda Meier, stellv. Geschäftsführer: Manfred Drols, Schatzmeister: Rosi Leese und Helga Elsen, Kassenprüfer: Waltraud Thewes, Ursula Jung und Manfred Kaiser, Beirat: Gisela Gewehr, Udo Braunsberg, Ludwig Kättnis, Karl Heinz von Dazskowski, Wolfgang Bruns und Christel Schmitz. Am heutigen Samstag, 27. April, beteiligt sich die Bürgervereinigung Laar an der Initiative „Sauberes Duisburg". Treffpunkt ist um 9 Uhr an der Wendeschleife.


30.04.2002 - Stadt Panorama

Bürgervereinigung Laar
Neuer Vorstand wurde gewählt

„Wir haben im vergangenen Jahr einiges erreicht für den Stadtteil Laar, aber es gibt auch noch viel zu tun", resümierte Geschäftsführerin Huberta Terlinden auf der Mitgliederversammlung der Bürgervereinigung Laar.

Fast alle Stühle des Saales im Pfarrheim St. Ewaldi waren besetzt, denn die Bürgervereinigung Laar hatte zu ihrer Jahreshauptversammlung eingeladen. Neben der Neuwahl des Vorsitzenden und weiterer Vorstandsmitglieder stand auch ein Referat des Umweltdezernenten der Stadt Duisburg Doktor Peter Greulich auf der Tagesordnung. Er berichtete zum Thema: „Feuerwehr, Deich und Funkantennen" und konnte durch detaillierte Informationen den Anwesenden einige Ängste und Vorbehalte nehmen.

Bei der Sitzung musste auch ein neuer Vorsitzender gefunden werden. Als Vorsitzende wurde einstimmig Huberta Terlinden, bisher Geschäftsführerin, gewählt, ihre Stellvertreterin wurde Christel Faber. Als Geschäftsführerin wurde Ricarda Meier neu in den Vorstand gewählt. Manfred Drols wurde als stellvertretender Geschäftsführer wieder gewählt wie Rosi Leese und Helga Elsen als Schatzmeisterin beziehungsweise als deren Stellvertreterin. Als Kassenprüfer stellten sich Waltraud Thewes, Ursula Jung und Manfred Kaiser zur Verfügung.


Mai 2002 - Meidericher/Laarer Nachrichten

Die Laarer Bürgervereinigung erhielt eine Schachtel Pralinen als Dankeschön

„Was sie hier machen wollen, finde ich toll! Hier haben sie meine Telefonnummer, beim nächsten Mal bin ich dabei."

Bei der Aufräumaktion „Für ein sauberes Duisburg" bedankte sich ganz spontan ein ausländischer Laarer Mitbürger bei den Mitgliedern der Laarer Bürgervereinigung und der Laarer SPD, die am 27.04.2002 gemeinsam in Laar den Müll aus Anlagen und Grünflächen gesammelt haben. Wir fanden das ebenfalls prima und haben darüber gefreut.


Mai 2002 - Meidericher/Laarer Nachrichte

Idyllischer Rheindeich

Die herrlichen Sonnentage der letzten Tage laden zum Spazieren ein. Besonders eignet sich hierzu der Rheindeich und das Vorflutgelände in Laar. An schönen Tagen machen Hunderte von Laarer Bürgern, aber auch Fremde, Gebrauch von dieser Möglichkeit.


Mai 2002 - Meidericher/Laarer Nachrichten

Den Auftakt der Duisburger RuKuDu - Sommerveranstaltungen startete wieder die Bürgervereinigung Duisburg-Laar mit dem traditionellen Muttertagskonzert im Floragarten.

Einen bunten Liederstrauß überreichten die Rheinland-Sänger unter ihren Vorsitzenden Werner Bleckmann und der musikalischen Leitung von Walter Pavenstedt.

Die neue Vorsitzende des Laarer Bürgervereins Huberta Terlinden freute sich über die zahlreichen Besucher.


02.05.2002 - Wochen Anzeiger

Runder Tisch für die neuen Impulse in Laar
Einzelhändler und Politiker wollen an einem Strang ziehen

Verfallende Häuser, leerstehende Ladenlokale - der Glanz der Friedrich-Ebert-Straße in Laar ist längst verblasst.

Keine Spur mehr von der florierenden Einkaufsmeile, die sie über Jahrzehnte lang war. Bei ihren Bemühungen, der Friedrich-Ebert-Straße wieder auf die Beine zu helfen, hat die Laarer SPD nun einen wichtigen Verbündeten gefunden: Bei einem Info-Abend der Sozialdemokraten sagte Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, zu, einen Runden Tisch mit Einzelhändlern und Politikern einzuberufen, um nach neuen Impulsen für die Straße zu suchen. Denn, daran ließ Meurer keinen Zweifel, Laar könne sich nach wie vor als Wirtschaftsstandort behaupten. Ist das Gewerbegebiet Ste-pelsche Straße schwerpunktmäßig mit Handwerksbetrieben ausgebucht, entsteht im „Industriepark Laar" an der Ahrstraße/Stepelsche Straße ein neuer Bereich für die kleinindustrielle Nutzung.

Die GfW will die Flächen im Auftrag des Eigentümers Ispat vermarkten. Für die SPD-Mandatsträger Ludwig Kättnis und August Haffner ein idealer Standort, weil der Lkw-Verkehr nicht durch Wohngebiete fließen muss, sondern über die nahe A 42 abgewickelt werden kann. Eine Forderung, die die beiden Politiker seit Jahren aufgestellt haben, insbesondere um die Deichstraße zu entlasten.

Gewerbepläne gibt es auch für die Laarer Straße und an der Grenze zu Meiderich-Berg, Im Grond.

Übrigens: Anwohnern, die sich von der Brammenschleif-Anlage auf Ispat-Grund belästigt fühlen, sagte GfW-Geschäftsführer Meurer neuerliche Lärmmessungen durch das Staatliche Umweltamt zu. Bisherige Erhebungen hatten Pegel nicht höher als 50 dB (A) ergeben. Ein Wert, der im Normbereich liegt.


05.07.2002 - NRZ - GK

Mit 100 Jahren noch zur Kaffeetafel
Bürgerverein lud ältere Laarer ein

Bei Duisburgs größtem Bürgerverein, dem Bürgerverein Laar, ist es gute Tradition, die ältesten Mitbürger des Ortsteils einmal im Jahr einzuladen und zu bewirten.

In diesem Jahr war es bereits die 40. Bewirtung, wie Huberta Terlinden, die jetzige Vorsitzende, stolz berichtet. Im Vorfeld waren 369 Bürger ab dem 79. Lebensjahr besucht und persönlich eingeladen worden, 175 hatten zugesagt und 130 kamen schließlich zum gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen in Ewaldihaus nach Laar. Für ein buntes Unterhaltungsprogramm sorgten der Städtische Kindergarten Laar, die Harmonika-Gruppe der Kulturwerkstatt Meiderich und die Tanzgruppe des MSV.

Besonders glücklich sind die Veranstalter, dass das Interesse bis ins hohe Alter geblieben ist. Elisabeth Strekies war mit 100 Jahren die älteste Teilnehmerin, Rudolf Smoley war mit 94 Jahren der älteste Mann.

Wer nicht oder schlecht laufen konnte, wurde auf Wunsch zu Hause abgeholt und auch wieder zurück gebracht. Theo Barkowski, der das eingeführt hatte, konnte aus privaten Gründen nicht teilnehmen.


21.12.2002 - WAZ - GK

Als das Grundwasser in Laar durchs Erdreich schoss

Als während des Zweiten Weltkriegs die Großunternehmen in Duisburg so beschädigt wurden, dass sie die Arbeit einstellen mussten, traf es die Laarer besonders hart. Sie hatte für das Grundwasser, das die Industrie bis zu diesem Zeitpunkt abgepumpt hatte, keine Verwendung mehr. „Bis in die erste Etage stand damals das Wasser", erinnert sich Theo Barkowski vom Bürgerverein Laar. Sehr stark betroffen waren davon die Wohnungs-Genossenschaften, besonders die GeWoGe Laar.

Bernhard Brandhorst, der das letzte Vierteljahrhundert die Geschicke des Unternehmens bestimmt hat, feierte gestern im Kreise von Mietern und Freunden seinen Abschied zum Jahresende.

Die GeWoGe ist aus drei kleineren Unternehmen entstanden: Am Heiligabend des Jahres 1896 schlossen sich die Mitglieder des katholischen Arbeitervereins Eligius zu einem Spar- und Bauverein zusammen.

Die Ausstattung war für jene Tage sensationell: Die Wohnungen waren für sich abgeschlossen, hatten eine Toilette, die meisten zudem noch Garten und Stallgebäude.

Eine andere Vorläufergesellschaft ist der Beamten-Wohnungs-Verein zu Ruhrort, gegründet 1903. Schon 1904 erhielten die Beamtenwohnungen Bäder.

Die Gemeinnützige Baugenossenschaft Obermeiderich, gegründet 1922, wiederum stellte sogar schon Eigenheime her.

Lesen Sie mehr zur GeWoGe auf der nächsten Seite.


21.12.2002 - WAZ - Gerhard Klinkhardt

Für Genossenschaften ist immer Platz
Bernhard Brandhorst räumt am Jahresende für Peter Sander den Chefsessel der GeWoGe

„Am liebsten sind mir Redebeiträge mit der kurzen Formulierung Prost", stellte Bernhard Brandhorst salopp fest. Brandhorst wird nach mehr als 25 Jahren seinen Vorstandsposten als Chef der GeWoGe in Laar mit dem eines Ruheständlers vertauschen.

Die GeWoGe, mit rund 1 200 Wohnungen und dem Wohndorf Laar eher ein Winzling unter den Duisburger Wohnungsgenossenschaften, ist immer noch ein bisschen sowas wie ein Familienbetrieb: „Ich habe zu meinem Abschied alle Mieter eingeladen und ich freue mich, dass so viele gekommen sind."

Etwas Wehmut schwang schon mit, als er zum Sinatra-Titel „My Way", gespielt von der Lehrer-Band „Swinging Werthstraße" seine Abschiedsrede begann. Damit bedankte sich das Lehrer-Trio der Hauptschule Werthstraße mit Schulleiter Dietmar Bronder (Saxophon), Konrad Lauer (Piano) und Baytekin Serce (Drums) beim Förderer der Schule.

„Wir sind ein Laarer Unternehmen und haben eine Verpflichtung dem Stadtteil gegenüber", begründete er beispielsweise, warum er der Hauptschule zu Pavillions als Freizeittreff verholten hat.

„Wir leben vom individuellen Markt", sagt Brandhorst und macht deshalb für das Unternehmen auch noch in Zukunft gute Perspektiven aus. Das sieht sein Nachfolger Peter Sander ebenfalls so.

In den kleinen Unternehmen sind die Aufgaben vielfältiger und spannender. So erinnert sich Brandhorst an die Anfangsjahre: „Damals hatten wir so viele Projekte, da musste ich als Bauleiter mit einspringen."

Das war dem Mann, der zuvor acht Jahre lang als Wirtschaftsprüfer durchs Land gereist war, eine Herausforderung. Überhaupt: Zu den schönsten Erfolgen zählt er seinen Sieg gegen die Stadt, die etwas gegen seinen Willen unter Denkmalschutz stellen wollte und verlor.

„Etwas findet man bei jeder Prüfung", stellt Bernhard Brandhorst und (noch) Chef der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft GeWoGe in Laar schmunzelnd fest.

Brandhorst, gebürtiger Wattenscheider und  Betriebswirt weiß, wovon er redet: Als Prüfer des Verbandes rheinischer Wohnungsunternehmen kam er eines Tages nach Wesel und fand dabei etwas: seine Frau Ellen, mit der er vier Kinder hat. Der Kinderreichtum ist vielleicht sogar familienbedingt: er war das vierte von fünf Kindern. Allerdings, das merkt er stolz an: „Ein Sonntagskind."

Das Glück ist ihm auch später treu geblieben, als er seinen Prüfer-Job mit dem Chefsessel bei der Gewoge vertauschte. So hatte er den richtigen Riecher, als er das Wohndorf Laar aus der Taufe hob. Komfortable Altenwohnungen ließ er an der Jahnstraße errichten und kann jetzt beruhigt in Rente gehen: Nach einigen Anlaufschwierigkeiten ist das Wohndorf inzwischen immer ausgebucht.