News 2004 - Nachrichten aus Laar


Jan. 2004 - Meidericher Kurier

Wir wissen LAAR AM RHEIN IST LEBENSWERT!
Wissen Sie es auch?

„Um Laar weiterhin lebenswert zu gestalten, sollten wir alle gemeinsam anfassen. Insbesondere Eigentümer und Einzelhändler sind gefragt, sich für ihren Ortsteil zu engagieren", fordert Herr Dietz von der Interessengemeinschaft „Laar handelt".

Es gilt, die vielen positiven Potentiale in Laar werbewirksam nach außen zu bringen. Schließlich hat Laar eines der schönsten Deichpanoramen am Niederrhein. Nicht nur Bewohner aus dem Ortsteil, sondern Menschen aus der ganzen Stadt bewegen sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad über diesen Teil des Rheindeichs. Die Anbindung über die Rheinbrücke nach Baerl sowie über den Grünzug Vogelwiese zum Landschaftspark DU-Nord erschließt ein weitläufiges Freiraumsystem ins Grüne und ans Wasser.

Als Wohnstandort hat Laar mit einer Vielzahl von Gründerzeit Häusern in ruhigen und attraktiv ausgebauten Wohnstraßen eine hohe Qualität.

Die Anbindung an die Innenstadt (12 Min. mit der Straßenbahn) sowie an die Autobahn ist optimal, Mieten sind hier noch bezahlbar. Eine große Zahl von Vereinsaktivitäten erhält den Stadtteil lebendig. Die Interessengemeinschaft „Laar handelt" will sich dafür einsetzen, im gesamten Ortsteil eine positive Entwicklung.

„Wir wollen gemeinsam Aktivitäten starten, um den Standort zu stärken und den Einzelhandel wieder zu beleben", erzählt Herr Dietz. Dazu sind alle Einzelhändler und Eigentümer aus Laar eingeladen zu einer Veranstaltung im Wohndorf Laar am Montag, 19. Januar 2004, um 19.30 Uhr An diesem Abend will sich die Interessengemeinschaft „Laar handelt" mit hoffentlich vielen neuen Mitgliedern neu gründen, um die weitere Entwicklung in Laar in die Hand zu nehmen.

„Ich sehe optimistisch in die Zukunft, wenn Einzelhändler und Eigentümer ihre Kräfte bündeln und gemeinsame Aktionen starten für unseren Ortsteil", erläutert Frau Bettges, die als Eigentümerin der Interessengemeinschaft angehört. „Ich hoffe auf reges Engagement für die Veranstaltung im Januar."


28.01.2004 - Rheinische Post

Bürgervereinigung Laar
Ein runder Geburtstag

Die Bürgervereinigung Duisburg Laar lädt für Sonntag, 1. Februar, um 11 Uhr ins Wohndorf Laar ein. Hier liest Dr. Wilfried Koch anlässlich des 130-jährigen Bestehens der Bürgervereinigung Laar aus seinem Buch „Eine Familie zwischen Laar, Ruhrort und Beeck - und doch mitten in der Geschichte".

Wilfried Koch wurde 1929 in Duisburg geboren und studierte Porträt-, Fresko-, Glas-, Mosaik- und freie Malerei in Stuttgart. Als außerordentlich erfolgreichen Kunsthistoriker weisen ihn seine „Kleine Stilkunde der Baukunst" (1967) und die große „Baustilkunde" (1982) aus. Mit bisher insgesamt mehr als 70 deutschen Auflagen und 18 Übersetzungen sind sie als „Der Koch" zu internationalen Standardwerken geworden. „Wilfried Koch ist einer der wenigen universal begabten Menschen in unserer heute allzu spezialisierten Gesellschaft", heißt es in einer Würdigung seines Lebenswerkes.

Mit dieser Lesung startet die Bürgenereinigung Duisburg-Laar in die Jubiläumswoche. Am Sonntag, 8. Februar, findet die große Jubiläums-Matinee zum 130-jährigen Bestehen im Pfarrheim St. Ewaldi an der Apostelstraße statt. Den Festvortrag wird Dr. Herbert Kremer, Ehrenvorsitzender bei pro Ruhrgebiet e.V. halten. Die Gestaltung des musikalischen Rahmenprogramms übernimmt die Niederrheinische Musik- und Kunstschule Duisburg.


10.02.2004 - WAZ - Holger Beck

1929: Zeitung kam vor der Muttermilch
Dr. Wilfried Koch las anlässlich des 130-jährigen Jubiläums des Bürgervereins in Laar

„Der Jung' schreibt mal Bücher", soll Großvater Koch prophezeit haben - und er sollte recht behalten: Sein Enkel Wilfried Koch (75) ist ein multigelehrter Tausendsassa, promovierter Kunsthistoriker von internationalem Rang, Künstler, Schriftsteller - und Duisburger.

Wie es zu dieser Voraussage kam, schilderte der universal begabte, würdevolle wie sympathische Autor und Künstler in seinen Erinnerungen bei einer Lesung im Wohndorf Laar, die die örtliche Bürgervereinigung anlässlich ihres 130-jährigen Bestehens als Auftakt ausgerichtet hatte.

„Das erste, was ich als frischgeborener, zehn Pfund schwerer Säugling in mich aufnahm, war nicht Muttermilch, sondern ein Stück der Zeitung, mit der die Großmutter mich zudeckte - zum Schutz vor der bitteren Kälte des Jahres 1929", erinnerte Koch sich. „Das hatte bei ihren Rosen schließlich auch funktioniert."

Für den Großvater stand der Lebensweg des Enkels daraufhin fest. Überhaupt soll der alte Mann im Zeichenlesen ein As gewesen sein. „Für ihn passte alles zusammen: die Geburt, die der zierlichen Mutter alles abverlangte, der zugefrorene Rhein - aber für die Arbeitslosigkeit wollte er mich dann doch nicht verantwortlich machen."

Die Geschichten sind allesamt Collagen persönlicher Erinnerungen, Notizen, aber auch der Auseinandersetzung mit dem Leben der von Koch portraitierten Menschen. Gekonnt verwebt der Künstler die indivuellen Schicksale mit dem politischen Geschehen der jeweiligen Zeit sowie mit den Sorgen und Nöten der Menschen. Dabei erliegt er allerdings genau derselben Versuchung wie das Gros guter Schriftsteller: Durch die Verschränkung des eigenen Lebens mit dem anderer sowie den Platz, den er sich selbst in den historischen Entwicklungen einräumt, stilisiert er seine Vita zu einer sinnvollen Ganzheit - dies jedoch mit solch selbstironischen Tonfall, dass man kaum genug davon bekommen kann.

Der vielseitig Begabte studierte Portrait-, Fresko-, Glas-, Mosaik- und freie Malerei sowie Kunstgeschichte in Stuttgart und Frankfurt, wurde promoviert und produzierte unermüdlich - bis heute über tausend Bilder, Portraits, Skulpturen und wissenschaftliche Standardwerke. Schon seit längerer Zeit hat er sich der Bildhauerei verschrieben.

Mit seiner Frau Hilde ordnet der gebürtige Duisburger, der seit 40 Jahren bei Gütersloh lebt, seinen Nachlass für eine Stiftung, die bisher 20 Bronze-skulpturen, 550 Zeichnungen und 80 Bilder umfasst. Hier wäre aber Vorsicht geboten: Schon Dichterfürst Goethe - noch so ein Multibegabter - war der Meinung, was von seinem Werke übrig bleiben werde, sei seine Farbenlehre. Es kommt eben manchmal anders, als man denkt.


12.02.2004 - WAZ - Holger Beck

Starke Impulse für Duisburgs Politiker
Laar: Jubiläumsfeier anlässlich des 130-jährigen Bestehens des Bürgervereins

„Die qualmenden Hütten in unserer Umgebung waren von jeher Ausdruck dafür, dass hier das Herz und die Prosperität Deutschlands zu suchen seien", betonte Dr. Herbert Kremer bei seinem Festvortrag zum 130-jährigen Bestehen des Bürgervereins Duisburg-Laar.

Der ehemalige Oberstadtdirektor und Ehrenvorsitzende des Vereins „Pro Ruhrgebiet" holte weit aus bei seinem Vortrag im prall gefüllten Pfarrheim Sankt Ewaldi auf der Apostelstraße in Laar - so weit, dass für Oberbürgermeisterin Bärbel Zieling kaum mehr übrig blieb, als das 13 Jahrzehnte währende Engagement des Bürgervereins und seine Impulse für die Stadtentwicklung gebührend zu würdigen sowie alles Gute für die Zukunft zu wünschen.

Nicht mit der Gründung des Ortsvereins am zweiten Februar 1874 begann Kremer, sondern mit der Gründung Laars vor rund 700 Jahren und ging dabei auf wichtige Daten der Ortsentwicklung ein, zu denen 1904 der Zusammenschluss mit Beeck und Ruhrort und 1905 die Eingemeindung in Duisburg zählen. Zu dieser Zeit existierte der Verein schon rund 30 Jahre.

Der ehemalige Stadtdirektor hob hervor, wie stark der Ortsteil mit der Industrie verwachsen sei („Wir wiesen Besucher damals mit Stolz auf die qualmenden Öfen hin"), erinnerte daran, wie wichtig die Industrie für das Ruhrgebiet sei und dass der Umweltschutz seiner Zeit nicht mehr als eine „fixe Idee" war. „Nichts desto trotz wurden die Impulse aus der Umweltbewegung frühzeitig aufgenommen" - so blicke man mit stolz auf eine saubere Industrielandschaft.

Opfer gelegentlicher Industriestaub-Attacken und Bürgerrechtler, die bisweilen infrage stellen, ob die Umweltvorgaben durch die Industrie tatsächlich erfüllt würden, hätten hier sicherlich Widerspruch geleistet - aber auch einige Gäste im Pfaarsaal quittierten diesen Teil des Vortrags mit  einem skeptischen Gesichtsausdruck.

Uneingeschränkte Zustimmung erntete Kremer, als er die Wichtigkeit des 500 Mitglieder starken Vereins hervorhob und die enge Verbindung und Zusammenarbeit zwischen der ehrenamtlichen und der städtepolitischen Ebene lobte. Dazu SPD-Ratsherr August Haffner: „Der Bürgerverein gibt starke Impulse, die die örtlichen politischen Vertreter auch in die politische Beratung tragen."

Was in Zukunft zu leisten wäre, sei sich als Verein noch mehr seiner starken Einflussmöglichkeiten bewusst zu werden. Unabdingbar sei diesbezüglich, die Identifikation der Bürger mit ihrem Ortsteil weiter auszubauen.


21.02.2004 - Wochen Anzeiger

Bürgervereinigung Laar feierte ihr 130-jähriges Bestehen
Streifzug durch die Geschichte und Ausblick in die Zukunft

Das 130-jährige Bestehen der Bürgervereinigung Laar wurde mit mehreren Veranstaltungen gefeiert. Der Zuspruch war enorm.

Anfang Februar hatte die Bürgervereinigung Laar zu einer Lesung ins Wohndorf Laar eingeladen. Dr. Wilfried Koch, der seine Jugend in Laar verlebte, zog mit seinen Familiengeschichten, die in dem Stadtteil und Umgebung spielten, die Zuhörer in seinen Bann. Dabei verwob er seine Erzählungen mit der Zeitgeschichte.

Bis auf den letzten Platz besetzt war das Ewaldi-Haus auch eine Woche später, als die Musiker der Musik- und Kunstschule Duisburg mit „On a clear day" das Festprogramm eröffneten. Huberta Terlinden, Vorsitzende der Bürgervereinigung Laar, begrüßte die Gäste, vor allem Oberbürgermeisterin Bärbel Zieling und den Festredner, Dr. Herbert Kremer.

In ihrer Rede blickte sie zurück auf all die Männer und Frauen, die seit 1874 für die Geschicke der Bürgervereinigung verantwortlich waren. Dr. Kremer, Ehrenvorsitzender von „pro-Ruhrgebiet" holte in seiner Rede weit aus, bis zur Gründung Laars vor mehr als 700 Jahren. Er konnte auf die heutige Bedeutung der Bürgervereinigung verweisen, die mit den Ehrentitel „Bürgerverein des Ruhrgebiets 1996" ausgezeichnet wurde und sich bis heute für die Belange der Bürger einsetzt.

Oberbürgermeisterin Bärbel Zieling hatte es sich nicht nehmen lassen, an der Feierstunde der Bürgervereinigung teilzunehmen. In ihrem Grußwort würdigte sie die Arbeit der Bürgervereinigung und die faire Art und Weise, aber auch den Nachdruck, mit der die Verwaltung dazu gebracht wurde, „in die Klotschen zu kommen".

Nach der offiziellen Feier nutzten die Teilnehmer der Veranstaltung die Gelegenheit, bei Schnittchen und einem „kühlen Blonden" Erinnerungen auszutauschen oder Pläne für die Zukunft zu schmieden.


Febr. 2004 - Meidericher Kurier

Liebe Laarer...

Ärgern Sie sich nicht darüber, dass Sie nicht mehr alles in Laar kaufen können? Dass die Geschäfte, in denen man früher so schon die ein oder andere Kleinigkeit für den täglichen oder auch nicht alltäglichen Gebrauch kaufen konnte - und das bei guter Qualität und freundlicher Beratung - immer weniger werden?

Heute müssen Sie für ein vergessenes Teil auf die grüne Wiese fahren? Was, wenn die Mobilität fehlt? Die Laarer Stärken sind ja gerade die Fachgeschäfte, verteilt auf mehrere Straßen! Sorgen Sie doch dafür, dass sie hier bleiben.

Kaufen Sie als Laarer in Laar ein. Es liegt in Ihrer Hand, wie die Geschäftsbreite sich in Zukunft entwickelt.

Wir bleiben gerne - Sie müssen uns nur lassen.

Ihre Laarer Fachgeschäfte


Febr. 2004 - Meidericher Kurier

Laar am Rhein ist lebenswert

„Laar hat Potenziale, wir müssen sie nur nutzen", fasste Joachim Dietz von der Interessengemeinschaft Laar seine Präsentation des Stadtteils zusammen.

Am Montag, dem 19. Januar, hatte die Interessengemeinschaft zu einer Informationsveranstaltung ins Wohndorf Laar eingeladen. Ziel dieses Abends sollte es sein, die Bürger des Ortsteils zu motivieren, sich für ihr Laar zu engagieren. Über 40 Laarer Bürger, Geschäftsleute, Hauseigentümer sowie Ralph Cervik, Leiter des Bezirksamts Meiderich / Beeck, Ute Hilmer vom Amt für Stadtentwicklung und August Haffner als Bezirksvertreter folgten der Einladung der Interessengemeinschaft.

„Wir haben schon einiges erreicht: Auf der Friedrich-Ebert-Straße konnten einige Ladenlokale wieder vermietet werden, es wurden Lightboards aufgestellt und viele Hauseigentümer haben durch Neubaumaßnahmen und Modernisierungen zur Verschönerung des Ortsbildes beigetragen. Gerade die gute Zusammenarbeit u.a. mit der Bürgervereinigung Laar, der Stadt Duisburg und den Parteien zeigt, dass es möglich ist, etwas zu bewegen", präsentierte Joachim Dietz erste Erfolge der Interessengemeinschaft.

Neben schönen Bildern wurden aber auch Probleme und Chancen des Stadtteils in der anschließenden Diskussion angesprochen. Als wesentliche Punkte wurden die Umstrukturierung der Friedrich-Ebert-Straße und der Ausbau des Angebotes für Kinder und Jugendliche erörtert. Im Rahmen der ersten Informationsveranstaltung fanden sich zwei Arbeitskreise zusammen, die die angesprochenen Themen nun in Zusammenarbeit mit Laarer Vereinen und Organisationen sowie der Stadt Duisburg angehen werden. Nach dieser ersten Informationsveranstaltung ist bereits im März wieder eine Folgeveranstaltung geplant.

Laar am Rhein ist lebenswert

Die Interessengemeinschaft Laar will auch den Einzelhandel in Laar stärken.


Febr. 2004 - Meidericher Kurier

1. Versammlung im neuen Jahr

Die Interessengemeinschaft Laar hatte eingeladen, um mit interessierten Laarer Bürgern, Geschäftsleuten und Hauseigentümern über die aktuelle Situation in Laar zu reden. Über 50 Personen waren am 19. Januar 2004 der Einladung ins Wohndorf Laar gefolgt. Herr Dietz referierte im Wechsel mit weiteren Aktiven wohl vorbereitet über viele anstehende Fragen und Probleme.

Sicherlich konnten an diesem Abend keine Patentlösungen vorgelegt werden, doch so manch brauchbare Anregung wurde in zwei Arbeitskreisen erörtert. Die Arbeitskreise werden Anfang Februar wieder zusammentreten um zu vorzeigbaren Ergebnisse zu kommen.

Auch die Kaufmannschaft wird in Kürze den Versuch unternehmen, eine Gemeinschaft zu bilden, um mit einer Stimme für Laar zu reden.


05.05.2004 - Rheinische Post

Kampf dem Dreck in Laar

Über 100 Kinder und Jugendliche aus Laar haben dem Dreck den Kampf angesagt. Ausgerüstet mit Handschuhen, Papierzangen und Eimern durch die „Aktion Sauberes Duisburg" sammeln Kindergartenkinder und Schüler am Samstag, 7. Mai, Abfälle von den Straßen und aus den Grünanlagen. Soviel Einsatz müsse belohnt werden, stellten die Initiatoren dieser Aktion fest und engagierten das Spielmobil in den Florapark. Zu Jahresbeginn wurden von der Initiative Laar zwei Arbeitskreise gebildet, die sich um den Stadtteil Laar bemühen. Regelmäßig treffen sich die Geschäftsleute zum Unternehmerstammtisch und besprechen Aktionen, um das Geschäftsleben in Laar zu beleben. Der zweite Arbeitskreis kümmert sich um das Angebot für Kinder und Jugendliche.


05.05.2004 - Rheinische Post

Konzert

Bereits traditionell lädt die Bürgervereinigung Duisburg-Laar am Muttertag in den Florapark ein. Musikalisch gestaltet wird das RuKuDu-Konzert vom Männerchor Rheingold. Die Veranstaltung am 9. Mai beginnt um 11 Uhr.


05.05.2004 - Rheinische Post

Dreck weg

Über 100 Kinder und Jugendliche aus Laar haben dem Dreck den Kampf angesagt. Ausgerüstet mit Handschuhen, Papierzangen und Eimern durch die .Aktion Sauberes Duisburg e.V." sammeln Kindergartenkinder und Schüler am 7. Mai Abfälle von den Straßen und aus den Grünanlagen.


26.05.2004 - Rheinische Post

Bürgerverein Laar wählte

Es werde heutzutage viel gewählt, und auch beim Bürgerverein Laar sei es nun nötig, begrüßte die Vorsitzende Huberta Terlinden die Mitglieder im Pfarrheim St. Ewaldi. Dabei schenkten sie ihr ebenso wie auch der stellvertretenden Vorsitzenden, Christel Faber, und der Geschäftsführerin, Ricarda Meier, das Vertrauen. Dem Vorstand gehören weiter an: Christel Schmitz, Helga Elsen, Joachim Dietz, Ursel Jung, Manfred Kaiser und Waltraud Thewes. Die langjährigen Beisitzer Udo Braunsberg, Wolfgang Bruns, Karl-Heinz von Daszkowski, Gisela Gewehr werden in ihrer Arbeit durch Wilma Kättnis, Rosi Leese und Manfred Drols unterstützt.


Okt. 2004 - WAZ - Gudrun Mattern

Bibel hatte die Zerstörung des Hauses überlebt
Laar: Foto weckt Erinnerung und Hoffnung

Erlebte Geschichte zeigte eine Ausstellung, zu der der Bürgerverein Laar eingeladen hatte. Zu sehen waren Fotos und Dokumente, die Zeugnis ablegen von den Bombenangriffen, die den Stadtteil vor 60 Jahren völlig zerstörten. Erinnerungen wurden wach, so auch bei Irmtraud Kainz:

„Ich wurde 1937 geboren, war also damals gerade einmal sechs Jahre alt. Wir wohnten auf der heutigen Friedrich-Ebert-Straße Nummer 110 bis 112, die damals noch Adolf-Hitler-Straße hieß." Ein Haus, das sie auf einem der ausgestellten Fotos, in Trümmern liegend, wieder erkannte. „Es wurde voll getroffen", erinnert sich Irmtraud Kainz. Über den Hinterhof hatten sich sie, ihre Mutter und die damals sechs Monate alte kleine Schwester aus dem Keller gerettet, „weil wir vorn nicht 'rauskamen." Über Garagendächer seien sie entkommen, die kleine Irmtraud an der Hand ihrer Mutter.

„Vor dem Schuttberg lag unsere Bibel. ,Da gehst du nicht hin', verbot mir meine Mutter, sie aufzuheben." Eine Bibel, die in den Kriegsjahren „Wärme und Geborgenheit vermittelt hatte, wenn Mutti uns daraus vorlas. Wir sind dann zur Großmutter gegangen, die Bibel blieb liegen", erzählt Irmgard Kainz weiter. „Seither habe ich immer, wenn ich daran denke, das Gefühl, ich könnte die Bibel wieder bekommen." Jemand könnte sie beim Aufräumen der Trümmer gefunden haben. Und da es damals üblich war, Familiendaten, den Hochzeitstag oder die Taufe der Kinder in die Bibel einzutragen, könnte es sein, dass auch diese Bibel gekennzeichnet wurde. Irmgard Kainz: „Das allerdings weiß ich nicht. Ich konnte damals noch nicht lesen. Meine Eltern hießen Gollnick, Herbert und Luise genannt Mitze."

Ermutigt durch die Ausstellung hält sie es für möglich, dass jemand die Bibel aufgehoben und aufbewahrt haben könnte. Sollte dies der Fall sein, bittet Irmtraud Kainz den Zeitzeugen, sich an Huberta Terlinden, die Vorsitzende des Bürgervereins, zu wenden.


14.10.2004 - WAZ

Mein Freund wurde tot geborgen
Am 14. Oktober 1944 fielen die Bomben - Josef Höhnen und Hans Wilde erinnern sich

Vor 60 Jahren, am 14. und 15. Oktober 1944, wurde der Duisburger Norden durch drei Angriffe alliierter Bomber-Verbände weitgehend zerstört. Zwei Zeitzeugen erinnern sich.

Josef Höhnen war zu dieser Zeit gerade zwölf Jahre alt und kann noch heute „diese schreckliche Zeit natürlich nicht vergessen". Höhnen: „Wir wohnten in Laar, Werthstraße 64, und wurden, wie viele andere, total ausgebombt. Das, was wir gerettet hatten, ging zuletzt auch alles drauf. Zuerst wurde im Keller gepackt. Den Rest, es war noch sehr viel, brachten wir in eine Waschkaue des damaligen Ruhrorter-Meidericher Hüttenwerkes."

Doch zunächst musste die Familie Höhnen („Meine Mutter, meine Schwester und ich") die nächste Nacht im Hochbunker übernachten: „Am anderen Tag stellten wir fest, dass bei dem nächtlichen Angriff eine Bombe auf die betreffende Waschkaue fiel - ein Volltreffer. Nach drei Tagen brannte der Keller aus, da der ganze Keller voller Phosphor war, und ein früherer Hausbewohner eine Zigarettenkippe ablegte. Somit hatten wir nichts mehr, nur noch das was wir am Leibe trugen."

Als Kind musste Josef Höhnen „zusehen, an dem betreffenden Tage des Angriffs, wie aus einem Nachbarhaus eine verbrannte und verkohlte Leiche herausgetragen wurde. Es war eine Frau, die ich kannte. Eine Nachbarin, die unter einen einstürzenden Giebel kam und sofort starb. Mein Freund, der mit vielen anderen unter den Trümmern eines öffentlichen Luftschutzraumes lag, wurde tot geborgen. Bekannte und Verwandte in Beeck mit ihrer ganzen Familie (Eheleute, Sohn, Großeltem) kamen unter den Trümmern um und wurden tot geborgen. Mein Vater musste, er war bei der SHD (Sicherheitshilfsdienst), Tote bergen, dort einen Männerkopf, da einen Kinderkopf, abgetrennte Arme, Beine. Vielen wurde schlecht und sie sind zusammengebrochen."

Die Höhnens mussten sich daran gewöhnen, sich draußen im Regen aufzuhalten: „Nachts schliefen wir im Bunker, da wir ja nun auch obdachlos waren. Oft war in dem Hochbunker eine schlechte Luft, dass man es nicht mehr aushalten konnte. Ich persönlich hatte wahnsinnig starke Magenkrämpfe."

Zur Evakuierung kam die Familie nach Sachsen und wurde in Euba bei Chemnitz bei einem Bauern untergebracht. Josef Höhnen: „Ich mit dem, was ich an hatte, also am Leib trug, und es war sehr kalt. Es war im November."

Nach einem halben Jahr in Sachsen traten die Höhnens einige Wochen nach der Kapitulation den Heimweg an: „Heimfahrt kann man es wohl nicht nennen, denn wir waren drei Wochen unterwegs. Die meiste Zeit zu Fuß, da wenige, fast gar keine Züge fuhren."

Zurück in Duisburg erfuhr Josef Höhnen, dass sein älterer Bruder in russische Kriegsgefangenschaft geraten war: „Später bekamen wir über Kameraden die Nachricht, dass er nach über zwei Jahren harter Kriegsgefangenschaft gestorben ist und in ein Massengrab gekommen ist."

Mit der Rückkehr nach Duisburg brachen schwere Zeiten an: „Es gab nichts zu essen, nichts zu heizen, nichts anzuziehen. Man hatte nicht nur das Gefühl obdachlos zu sein, sondern wusste auch, dass man nichts rein gar nichts mehr besaß." Josef Höhnen zieht Bilanz: „Es sind nun um die 60 Jahre vergangen. Viele haben es vergessen, viele leben nicht mehr. Doch bei mir ist es so: Je älter ich werde, umso mehr kommt einem die Erinnerung. Nun bin ich schon seit 19 Jahren vom schweren, chronisch, nervlich bedingtem Dauerasthma geplagt, mit langen Erstickungsanfällen. Das sind zum Teil auch noch Andenken an den Krieg, die ich bis heute mit mir trage."

Hans Wilde aus Neumühl war 15 Jahre alt, als am 14. Oktober 1944 um „fünf vor neun", er erinnert sich genau, „aus Richtung Schacht 2/5" die erste Angriffswelle geflogen wurde.

Wilde arbeitete als Zimmermanns-Lehrling an einem Schacht für einen Bunker auf einem Gelände, das heute der Landschaftspark Duisburg-Nord ist. „Ich bin den Schacht hinunter gesprungen in den Sand, der dort lag." Im Bunker selbst gab es drei Räume, einer davon war für Kranke bestimmt. „Dort hab' ich eine Frau schreien hören, die kriegte gerade ein Kind. Die Töne hab' ich heute noch in den Ohren, wie die geschrien hat. Diese Person, die müsste ja heute 60 Jahre alt sein, würde ich gerne kennen lernen. Ich weiß nicht, ob damals ein Junge oder ein Mädchen geboren wurde."

Die amerikanischen Flieger - „Die Amis kamen am Tag, die Engländer bei Nacht" - rückten in Verbänden zu 35 Bombern an. An diesem Morgen sah Hans Wilde „400 bis 500 Flugzeuge". Der Angriff dauerte etwa eine Stunde. Seine Angst damals beschreibt Wilde als „sauekliges Gefühl". „In der Gegend um den Bunker waren die Schäden nicht so hoch. So groß waren die Löcher", sagt Wilde und hält die Hände 20 Zentimeter auseinander.

Um 13.30 Uhr fuhr Wilde mit dem Fahrrad nach Hause. Dort sagte ihm seine Mutter, er solle doch bei Tante Pauline in Marxloh nachschauen, „die hat auch was abgekriegt". Tante Pauline hatte überlebt, doch ihre Wohnung war ausgebombt. Wilde: „Die ganze Weseler Straße brannte. Ich seh' es noch heute vor mir: „Das ganze Pollmanneck war über und über mit Feuerwehrschläuchen bedeckt."

Die 2. Angriffswelle an diesem Tag kam um 23 Uhr Uhr, um 4 Uhr morgens am 15. Oktober warfen erneut Bomber ihre zerstörerische Last über Hamborn ab.

Hans Wilde erinnert sich an den „größten Suchscheinwerfer", den man in Neumühl hatte: „Zwei Meter Durchmesser. Wenn man den anmachte, konnten wir Zeitung lesen." Mit dem Strahl des Scheinwerfers wurden die feindlichen Bomber verfolgt und von der Flak beschossen: „Bei Baerl sind die 'runter gekommen."

Vor 60 Jahren fielen Bomben der Alliierten vor allem auf Stadtteile im Duisburger Norden - Bomben die für die Duisburger Stahlindustrie bestimmt waren. Auch Laar lag danach in Schutt und Asche. Am Samstag, 16. Oktober, um 17 Uhr erinnert die Bürgervereinigung Duisburg-Laar in der St. Ewaldi-Kirche in Laar an diese Tage im Oktober 1944. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Bürgervereinigung ins Ewaldi-Haus ein. Hier werden Dokumente und Bilder gezeigt, Zeitzeugen befragt, aber auch der Blick nach vorne gerichtet.


23.10.2004 - WAZ/NRZ

Laarer freuen sich: Briefkasten zurück

Freudig begrüßt wurde der Briefkasten an der Ewaldi-/ Ecke Friedrich-Ebert-Straße von der Vorsitzenden der Bürgervereinigung Laar, Huberta Terlinden, und Stadtteilmanager Norbert Bouten. Seit Juni 2003 bemühten sich die Laarer, den Briefkasten wieder an der alten Stelle zu haben. Terlinden: „Gerade dort ist er wichtig und vonnöten."

 

Kürzlich besuchte die Bürgervereinigung das Lehrerhaus in Friemersheim und ließ sich von der Atmosphäre und den Exponaten beeindrucken. Außerdem gab es Informationen über Geschichte, Sitten und Gebräuche der alten Grafschaft Moers.


27.10.2004 - Stadt Panorama

Endlich! Briefkasten wieder da!

Freudig begrüßt wurde der Briefkasten an der Ewaldi-/Ecke Friedrich-Ebert-Straße von der Vorsitzenden der Bürgervereinigung Laar, Huberta Terlinden und dem Stadtteilmanager Norbert Bouten. Endlich ist er wieder da! „Seit Juni 2003 bemühen wir uns darum, den Briefkasten wieder an der alten Stelle zu haben. Gerade dort ist er wichtig und vonnöten. Wir sind froh, dass der Briefkasten wieder da ist und die Laarer sich die weiten Wege jetzt sparen können!"


27.11.2004 - NRZ - Gudrun Mattern

„Der Mann vor Ort ist gern gesehen"
Im Stadtteilbüro Laar ist Norbert Bouten Ansprechpartner für die Bürger - Logo kommt an

„Das Projekt „Stadtteilbüro Laar" wird bis zum 31.3.2006 fortgeführt, ein einstimmiger Beschluss der Bezirksvertretung Meiderich-Beeck. Die Redaktion sprach mit dem Laarer Stadtteilmanager Norbert Bouten über Laar, das Büro und die Ziele der Stadtteilentwicklung.

Wie kam es zur Einrichtung des Stadtteil-Büros?
Norbert Bouten: „Laar wurde nicht ins mittelfristige Stadterneuerungsprogramm des Landes aufgenommen. Deshalb haben sich Bürger und Politiker an uns, die Verwaltung, gewandt.

Der Bürger wollte einen Ansprechpartner vor Ort. Das haben wir im Rahmen des neuen Bezirksmanagements dann geschafft.

Wie wird das Büro finanziert?
Bouten: Aus der kommunalen Städtebauförderung in Zusammenarbeit mit der EG DU. Wir sind eine Einrichtung des Bezirksamtes. Außerdem bekommen wir Mittel durch Beschluss der Bezirksvertretung aus dem Topf Pflege des Ortsbildes.

Was sind konkrete Ziele?
Bouten: Unterstützung der Vereine, Institutionen, der Jugendarbeit und des Unternehmer-Stammtisches. Wir sind Ansprechpartner, Mittler zwischen Bürger, Institutionen und Verwaltung. Wichtig ist, dass Polizei, Ordnungsamt und Jugendamt hier mit im Boot sind.

Wie oft und wie lange ist das Büro geöffnet?
Bouten: Fürs Stadtteilmanagement offiziell zweimal vier Stunden, hinzu kommen noch je zwei Stunden für Polizei und Ordnungsamt - die kommen allerdings auch mal zwischendurch - sowie das Jugendamt. Montags und freitags sind Kollegen vom Jugendamt hier.

Gibt es eine bestimmte Gruppe, die das Büro aufsucht?
Bouten: Das kann ich nicht sagen. Ob deutsche, türkische, libanesische Bewohner oder Afrikaner - hier war im Grunde schon jeder, und wenn es nur allgemeine Fragen waren, die geklärt werden sollten, etwa ein Angelschein.

Eine Außenstelle des Bürgerservice?
Bouten: Keine Außenstelle, vielleicht nur ein ganz ganz kleiner Service.

Wichtig trotz Internet und Telefon-Service der Stadt?
Bouten: Der Mann vor Ort ist immer gern gesehen. Es gibt Hemmschwellen, besonders bei älteren Bürgern. Die kommen lieber 'rein und fragen.

Gibt's Laar-typische Probleme?
Bouten: Eigentlich sind es Probleme, die wir überall haben. Das gilt für die Bevölkerungsstruktur, für Städtebau, Jugend-Freizeitangebote. Damit beschäftigt sich jetzt auch die Jugend-Stadtteilkonferenz. Zu den Stärken gehören viele aktive Gruppen und ein Bewusstsein von Gemeinschaft.

Was sind die nächsten Ziele?
Bouten: Es gibt viel zu tun. Die komplette Eingangssituation des Stadtteils wird verändert. Die Planung für das Gelände Alte Feuerwache steht. Da soll ein Discounter hin aber auch Wohnbebauung. Für Kinder und Jugendliche ist ein Freizeitkalender in Arbeit.

Meinen Sie, dass Familien dort bauen?
Bouten: Der Trend geht doch dahin, etwas Eigenes zu haben.

Was ist mit dem Stadtteil-Logo. Es gab Äußerungen in Richtung: Wo kämen wir hin, wenn jeder Ortsteil sein Hinweisschild wollte?
Bouten: Das Logo ist gut angenommen  worden. Keiner, der von Außerhalb kommt, weiß, wo Laar liegt. Viele haben Interesse, dass darauf hingewiesen wird. Es gilt: Was nicht verboten ist, ist erlaubt, aber alles wird auf dem ganz normalen Verwaltungsweg abgestimmt.

Wo ist das Logo zu sehen?
Bouten: Es wird an den Zufahrten aufgestellt und es wird auf Briefköpfen, Werbematerial, Flyern erscheinen. Was entwickelt wird, wird mit dem Logo versehen.

Wie kamen Sie zum Stadtteil-Management?
Bouten: Als Mitarbeiter des Bezirksamtes. Ich bin Diplom-Verwaltungswirt, tätig im allgemeinen Bereich der Verwaltung.

Ich wurde gefragt, die Sache hat mich gereizt, die Kommunikation mit den Leuten. Ich bin kein Mann für Prosa, mache lieber etwas Handfestes.