News 1977 - Nachrichten aus Laar


14.02.1977 - Rheinische Post - hajo

 

Vergebens auf dickes Geldpolster gehofft

Trotzdem gute Stimmung im Kolpinghaus

 

Es wird wohl hauchdünn, jenes willkommene Geldpölsterchen, das sich die Bürgervereinigung Laar auch in diesem Jahr wieder mit der karnevalistischen Prunksitzung für ihren traditionellen Altentag in wärmeren Sommertagen sichern wollte. Der Blick auf die zahlreichen blanken Sitzflächen der freien Stühle im Ruhrorter Kolpinghaus an der Fürst-Bismarck-Straße, wo die Bürgervereinigung seit nunmehr gut 20 Jahren gemeinsam mit der ortsansässigen Karnevalsgesellschaft Rot-Gold für närrische Hochstimmung sorgt, stimmte den Bürgervereinigungs-Vorsitzenden Theo Barkowski nachdenklich: ,,Sonst kamen immer mehr als 200 Gäste. Das sind höchstens 160, die gerade die Unkosten decken. Aber wir Amateure haben es gegen die Profis im närrischen Geschäft eben schwer."

 

Während die Profis also die Massen in Duisburgs Hallen lockten, kämpften die Amateure in Ruhrort um ihr karnevalistisches Terrain. Wer allerdings auf Stimmung und Programm schaute, das Rot-Gold als korporatives Mitglied in der Bürgervereinigung stets "zu besonders günstigen Preisen" ausschließlich aus eigenen Reihen auf die Bretter bringt, wollte einfach nicht an die Vorstellung eines Verlierers glauben. Die singenden Kaktusspatzen, das Familien-Quintett "Scho-co-creme" oder das Gnomenballett der "Knorrigen Eichen", Tanzgarde und Fanfarencorps der Rot-Goldenen fügten sich in ein Drei-Stunden-Programm, das den teuren professionellen Stimmungsproduzenten auf den großen Bühnen eines voraus hatte: Es war bürgernäher.

 

Diese unmittelbare Ortsbezogenheit in den Büttenreden macht es dann aber auch dem "unbeleckten" Gast schwer, an Laarer Personen, Straßen und Geschichtchen die Neckerei zu entdecken. Doch an solchen Kenntnislücken schien im Saal niemand zu leiden. Und wo schon die Jecken ihr Vergnügen hatten, will man wohl auch den älteren Mitbürgern ihren Spaß an Plausch, Kaffee und Kuchen nicht vorenthalten. Barkowski: "Unseren Alten-Nachmittag finanzieren wir dann eben von der Substanz."


14.02.1977 - WAZ

 

Im Norden "schwoften" die Narren in allen Stadtteilen

"Lachende Rhein-Ruhr-Halle" bildete Höhepunkt des Treibens

 

Ganz im Zeichen des Karnevals stand das vergangene Wochenende auch im Duisburger Norden. Prunk- und Herrensitzungen und eine karnevalistische Großveranstaltung standen in Walsum, Laar, Hamborn, Marxloh und Beeckerwerth auf dem närrischen Terminkalender.

 

Die Laarer Bürgervereinigung hatte zum karnevalistischen Treiben ins Kolpinghaus nach Ruhrort eingeladen. Büttenredner, die "Kaktusspatzen" und die "Knorrigen Eichen" als Gnomenballett sorgten im ausverkauften Haus für Stimmung. Höhepunkt des Abends war eine Stippvisite seiner Tollität Heiner I., der dem närrischen Volk in Laar seine Reverenz erwies. Der Reinerlös der Veranstaltung - sie dauerte bis in die frühen Morgenstunden - ist für den Altentag der Bürgervereinigung bestimmt. ...


19.03.1977 - Rheinische Post - Peter Hardt

 

Mauerwerk ist brüchig geworden

Gefahr durch die Pfeilerbahn?

 

Ein zwei bis drei Kilogramm schwerer Mauerbrocken, der vor vier Wochen in sieben Meter Höhe aus einem Träger der ATH-Pfeilerbahn an der Emscherhüttenstraße in Laar brach und krachend auf das Gehwegpflaster aufschlug, hat dem alten Thema um die noch ältere Pfeilerbahn neue Nahrung gegeben: Bisher hatten die Laarer gefordert, die Pfeilerbahn müsse fort, weil sie hässlich und störend sei. Nun halten sie die längst überflüssige Konstruktion auch für gefährlich. Der Mauerbrocken, der da heruntergesaust war, war dicht neben einem Fußgänger auf den Gehsteig geschlagen.

 

Für die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Meiderich/Beeck war der Vorfall Anlass für einen Hinweis an die Verwaltung: "Der Oberstadtdirektor wird gebeten zu prüfen, ob die bauordnungsrechtliche Sicherheit der alten Pfeilerbahn in Duisburg-Laar aufgrund dieses Vorfalls noch gegeben ist und soll gegebenenfalls durch geeignete Maßnahmen für Abhilfe eines bestehenden Gefahrenzustands sorgen."

 

Diese Aufforderung an den Verwaltungschef fand in der Bezirksvertretung auch die Zustimmung der SPD. Deren Standpunkt wurde von SPD-Fraktionssprecher Bulitz festgeschrieben: "Ich glaube nicht, dass die Pfeilerbahn ein Industrie-Denkmal ist. Sie ist mehr ein Industrie-Schandfleck."

 

Die Pfeilerbahn müsse weg, und seiner Ansicht nach solle die August Thyssen-Hütte die Kosten dafür allein tragen. Von der Allgemeinheit könne nicht erwartet werden, dass sie den Abbruch von Industrieanlagen finanziere, wenn diese überfällig werden.

 

Bei einem Abriss der Bahn werden Kosten vor allem deshalb entstehen, weil über diese Konstruktion noch Versorgungsleitungen der August Thyssen-Hütte führen.

 

Bezirksamtsleiter Sprada betonte, dass die Pfeilerbahn jetzt zum bauordnungsrechtlichen Problem geworden sei.


04.06.1977 - Rheinische Post - Ri

 

Viel Zeit für die Umgehungsstraße

 

"Genau durch diesen Raum des Jugendheims wird eines Tages die Umgehungsstraße Laar führen", erläuterte Wilfried Ackermann vom Stadtplanungsamt bei einer CDU-Versammlung den voraussichtlichen Verlauf der Umgehungsstraße Laar. Noch ist die Planung nicht endgültig. Doch wenn in der öffentlichen Anhörung zum Flächennutzungsplan am Donnerstag, 16. Juni, in der Schule an der Weststraße in Beeck, keine grundsätzlichen Bedenken mehr von Bürgerseite auftreten, wird sich an der Trassenführung nicht mehr viel ändern.

 

Zweifel herrschte unter den Mitgliedern des CDU-Ortsverbandes Beeckerwerth und Laar jedoch, ob sie die Fertigstellung dieses Projekts überhaupt noch erleben werden. "Sicherlich können die Pläne nicht in absehbarer Zeit realisiert werden", gab Ackermann zu bedenken. Mit dem Bau des nördlichen Streckenstücks vom Emscherschnellweg bis zur Arndtstraße wird vielleicht Anfang der 80er Jahre begonnen, keinesfalls jedoch früher. Ob der letzte Bauabschnitt mit der Überführung des Eisenbahnbassins schon 1985 in Angriff genommen werden kann, vermag heute keiner der Verantwortlichen zu sagen.

 

Die Umgehungsstraße soll eines Tages die Friedrich-Ebert-Straße entlasten, die keine Möglichkeit zum Ausbau bietet. In den 60er Jahren hatten die städtischen. Planer erwogen, die Straße auf der Deichkrone am Rhein entlang zu errichten. Gegen diesen Plan wehrten sich damals Beeckerwerther und Laarer Bürger. Annemarie Schildt, Mitglied der Bezirksvertretung, bezeichnete den Deich als Frischluftzone Laars und einzige Grünanlage. Eine unmittelbare Straßenführung durch das Gebiet der Emschergenossenschaft war nicht durchführbar.


21.06.1977 - WAZ - by

 

In Beeck machten Bürger von 'Anhörung' reichlich Gebrauch

Vieldiskutiert: Umgehungsstraße Laar - „Splittersiedlung" weicht

 

Bis auf den letzten Platz besetzt war die Aula der Gustav-Stresemann-Schule in Beeck zum Anhörungstermin über den neuen Flächennutzungsplan. Die Bürger wandten sich insbesondere gegen die vorgesehene Trassenführung der Umgehungsstraße Laar-Beeck und den geplanten Abriss der "Splittersiedlung" an der Bruckhausener Dieselstraße.

 

Um eine Durchschneidung des Ortsteils Laar zu vermeiden, hatten die Planer die ursprünglich vorgesehene Trassenführung der Ungehungsstraße Laar-Beeck über den Rheindeich aufgegeben. Nun soll die Trasse entlang dem Werksgelände der Thyssen AG verlaufen.

 

Nach dieser Planung müssten mehrere Häuser, darunter das Jugendheim St. Ewaldi, abgerissen werden. Zahlreiche Bürger schlugen daher vor, die Trasse so weit wie möglich in den Werksbereich hineinzulegen. Das Planungsamt versprach, die Anregungen zu prüfen: "Das Jugendheim wird aber auf jeden Fall abgeschnitten. Die Altbauten werden, so weit wie möglich, geschont."

 

Man wies darauf hin, dass die Planung nicht endgültig sei. Ein Ratsbeschluss liege nicht vor. ...


21.06.1977 - NRZ - ko

 

Bisher bestbesuchter Anhörungstermin im Norden

Gemeinde, Bürgerverein und Initiative haben Bedenken

 

Die katholische Gemeinde St. Ewaldi befürchtet erhebliche Beeinträchtigungen für den Fall, dass der Flächennutzungsplan in ihrem Bereich Wirklichkeit werden sollte. So müsste, wie ein Sprecher sagte, das Jugendheim abgebrochen werden, der Kirchplatz würde völlig zerstört und die Kirche selbst durch drei verkehrsreiche Straßen eingekreist.

 

Der Vorsitzende der Bürgervereinigung Laar, Theo Barkowski, forderte, die Umgehungsstraße 30 bis 40 Meter weiter auf ATH-Gelände zu verlegen. Nur so könne der erhaltenswerte Althaus-Bestand an der Apostelstraße gerettet werden. ...

 

Ihre Bedenken gegen den neuen Flächennutzungsplan der Stadt Duisburg haben auf der Anhörung in Beeck die Gemeinde St. Ewaldi, die Bürgervereinigung Laar und die Bruckhausener Bürgerinitiative vorgebracht. In der bisher bestbesuchten Anhörung nördlich der Ruhr meldeten sich auch zahlreiche Einzelpersonen zu Wort.

 

In bisher keiner Anhörung haben sich derart viele Bürger zu Wort gemeldet wie in der Aula der Gustav-Stresemann-Schule. Etwa 130 Bürger waren gekommen. Die meisten von ihnen kamen aus Laar, Bruckhausen und Beeckerwerth.

 

Auch diesmal war man dem Vorschlag der NRZ gefolgt, die Sitzung der Bezirksvertretung hinter die Bürger-Anhörung zu legen. Viele Bürger verließen denn auch zu Beginn der Bezirksvertretungssitzung die Aula.


23.09.1977 - Rheinische Post - Peter Hardt

 

Streit ging bis zum Schiedsmann

Ärzteproblem endlich gelöst

 

Für die Bürger in Laar löst sich jetzt endlich nach langen und vielfältigen Bemühungen das Ärzteproblem. Am 3. Oktober eröffnet ein praktischer Arzt eine neue Praxis in der ersten Etage im Hause der Hirsch-Apotheke an der Friedrich-Ebert-Straße, der katholischen Kirche gegenüber. Der Stadtteil, in dem früher einmal fünf Ärzte praktizierten, hat damit jetzt wenigstens wieder einen zweiten Mediziner.

 

Das Problem der Ärztefrage hatte sich in Laar derart zugespitzt, dass es darüber beinahe sogar zum Rechtsstreit zwischen dem Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes, Theo Terlinden, und dem SPD-Ratsherren Friedrich Enkisch gekommen wäre. Terlinden hatte nicht unwidersprochen hinnehmen wollen, dass Enkisch in öffentlicher Versammlung des Bürgervereins — so Terlinden — sich und seine Partei als alleinige Motoren einer Ärzte-Initiative darstellte. Nach einem Brief- und Wortwechsel trafen sich Enkisch und Terlinden schließlich sogar vor dem Schiedsmann. Endlich konnte der Streit, in dem es auch um anderes gegangen war, beigelegt werden. Die SPD nutzte freilich die erste Gelegenheit, um sich zu rächen: Als Theo Terlinden jetzt in der Bezirksvertretung Meiderich-Beeck zur Wahl stand für das Amt des Schiedsmannes für den Bereich Laar, enthielt sich die sozialdemokratische Fraktion ihrer Stimmen: Mit der offiziellen Begründung, Terlinden sei ihnen nicht bekannt.

 

Abseits dieser Querelen sind die Laarer froh, dass sie jetzt ihren zweiten Arzt erhalten. Sie haben sogar Aussicht, noch einen dritten zu erhalten: Im Neubau der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Duisburg-Nord an der Ecke Jahnstraße/Deichstraße sind ebenfalls Räume für eine Arztpraxis vorgesehen.

 

In der Laarer Ärztefrage hatten sich in der Vergangenheit übrigens viele engagiert: Neben dem Bürgerverein besonders auch CDU-Fraktionsmitglied Annemarie Schildt.


28.09.1977 - WAZ - by

 

Bald nur noch Verkehrsinsel?

Seelsorger fürchtet um den "Laarer Dom"

Gefahr durch neue Umgehungsstraße - Wechselvolle Geschichte

 

Um den Bestand seiner Kirche sorgt sich der Laarer Pfarrer Heinrich Thönnessen. Eine neue Straße - die Umgehung Laar/Beeck - soll unmittelbar hinter der St.-Ewaldi-Kirche entlangführen. Wenn diese Pläne realisiert werden, steht der "Laarer Dom" auf einer Verkehrsinsel, umgeben von drei stark befahrenen Straßen: der Friedrich-Ebert-, der Laarer und der neuen Umgehungsstraße. "Die Erschütterungen insbesondere durch den Lastverkehr sind heute schon spürbar", berichtet Pfarrer Thönnessen. Den zusätzlichen Belastungen durch eine weitere Straße ist das imposante, alte Bauwerk - so befürchtet der Pfarrer - nicht gewachsen.

 

Die ehrwürdige Kirche blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Als Laar im Jahre 1892 selbständige Pfarrgemeinde wurde, platzte die bis dahin vorhandene Kapelle bereits aus allen Nähten. Rund 9.500 Katholiken wohnten in der Pfarrei - heute sind es weniger als die Hälfte davon -, und die beginnende Industrialisierung zog immer mehr Menschen an.

 

So veranlasste der damalige Pfarrer Robert Bresser die Erweiterung der alten Notkirche. Noch während der Bauarbeiten beschloss man, die gesamte Kirche zu erneuern. Kein Stein blieb mehr auf dem anderen.

 

Besonderen Wert legten die Kölner Architekten Rüdell und Odenthal auf die Turmansicht. Ihr Auftrag lautete zwar ursprünglich "nach der Straße zu ein paar Türmchen zu projektieren", aber daraus entstanden zwei je 49 Meter hohe imposante Türme, die mit reicher Ornamentik versehen wurden. Am 13. November 1898 weihten die Laarer ihre Kirche ein. Aus der kleinen Kapelle war in anderthalb Jahren ein stattlicher romanischer Kirchenbau geworden.

 

Ihr Name St. Ewaldi rührt von zwei Priestern, beide mit Namen Hewald her. Im Jahre 695 sollen sie auf einem Laarer Bauernhof wegen ihres Glaubens von den Germanen erstochen und in den Rhein geworfen worden sein.

 

46 Jahre nach der Einweihung, am 14. Oktober 1944, verwandelten Brand- und Sprengbomben die Gemeinde Laar in ein Trümmerfeld. Ein Turm der Kirche St. Ewaldi brannte völlig aus - ihm fehlt noch heute der zwanzig Meter hohe Turmhelm -, und von den Außenmauern standen nur noch ein paar Ziegel.

 

Zwei Jahre später begann der Wiederaufbau. An den Seitenwänden und bei der Innenausstattung mussten jedoch erhebliche Abstriche gemacht werden. So fehlen heute der Aufbau über dem Mittelschiff mit vier großen, runden Fenstern sowie der reichhaltige Schmuck im Innenraum.

 

"Heute ist die Kirche natürlich etwas groß für Laar", räumt Pfarrer Thönnessen ein. Er befürchtet aber, dass der Stadtteil "noch weiter ausblutet, wenn durch die neue Umgehungsstraße weitere Häuser fallen müssen".

 

Unter anderem steht das Jugendheim auf der "Abschussliste". Dies wollen Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat unter allen Umständen verhindern. Auch sie fürchten nicht nur um die alte Kirche, sondern um ihre Pfarrei.

 

Ein Ausweg wäre - so schlägt Pfarrer Thönnessen vor - die Umgehungsstraße in Hochlage über das angrenzende Werksgelände zu führen. "Das Gebiet muss sowieso angeschnitten werden, und Brücken sind auch schon da."

 

Auf seine schriftlichen Eingaben bei der Verwaltung hat er noch keine Antwort erhalten. "Man hat mir mitgeteilt, dass meine Anregungen bedacht werden. Mehr nicht."


15.10.1977 - NRZ - sol

 

Im März 1979 beziehbar

Grundstein für Altenheim in Laar

 

Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Duisburg-Nord hat gestern in Laar den Grundstein für ein Wohnhaus mit 27 Altenwohnungen und einer Arztpraxis gelegt. Dies Dreieinhalb-Millionen-Projekt an der Deichstraße ist der erste Neubau der Gesellschaft in Laar seit 1961. Er soll im März 1979 fertig gestellt sein.

 

Der jetzt begonnene Komplex, so der Geschäftsführer der Gesellschaft Bernhard Brandhorst auf einer Pressekonferenz, sei speziell für ältere Bürger gedacht, die noch rüstig seien und ihr Leben selbständig gestalten wollten. So werde man beispielsweise alle Küchen mit Einbaumöbeln versehen.

 

Der Bau werde darüber hinaus mit einem Aufenthalts- und einem Therapieraum ausgestattet. Die Gesellschaft hoffe, dass sich später aus dem Kreis der Besucher ein Altenclub bilde. Zur Betreuung der Bewohner wird nach Worten von Bernhard Brandhorst eine Wohnung mit einem fachkundigen Ehepaar besetzt. Hier arbeitet die Gesellschaft eng mit der Caritas zusammen.

 

Besonders bedankte sich der Geschäftsführer bei der Stadt Duisburg. Sie habe den Neubau mit einem zinsgünstigen Darlehen von 180 000 Mark unterstützt. Brandhorst: "Man sollte diesen Umstand angesichts der Finanzlage der Stadt herausstellen."

 

Die Gesellschaft will weitere Grundstücke in Laar erwerben, um Wohnungen zu bauen. Damit will sie einen Beitrag zur Zukunftssicherung dieses Stadtteils leisten.

 

Trotz dieses Neubaus und einiger weiterer Projekte soll nach Worten von Brandhorst die Modernisierung der Altbauten Schwerpunkt in der Politik der Wohnungsgesellschaft werden. Die Planungen gingen dahin, in den nächsten zehn Jahren alle Wohnungen zu modernisieren. "Wenn wir dies nicht tun, dann sind die Wohnungen auf Dauer nicht vermietbar", sagt Brandhorst.

 

In den vergangenen zwei Jahren hat die Gesellschaft für dieses Ziel bereits weit über fünf Millionen Mark zur Verfügung gestellt. Noch in diesem Jahr sollen 125 Wohnungen vollständig renoviert werden. ...