News 2018 - Nachrichten aus Laar


21.04.2018 - WAZ

 

Stadtteilspaziergang zum Baggersee

 

Der Laarer Stadtteilspaziergang führt am Dienstag, den 1. Mai, wieder an den Baggersee in Beeckerwerth. Der Spaziergangspate Günter Matczik lädt alle lauffreudigen Laarer und Beeckerwerther ein, mit ihm das idyllische Fleckchen im Grünen zwischen Autobahn und Güterbahn zu erkunden. Wer also den arbeitsfreien Feiertag auch zu einem Frühlingsspaziergang in geselliger Runde nutzen möchte, kann sich der Gruppe gern anschließen. Der Treffpunkt ist diesmal schon um 13.30 Uhr am Café des Wohndorfs Laar, Eingang Jahnstraße. Info: 0203-9 94 29 55 oder-56.


05.04.2018 - WAZ - Katharina Hetkamp

 

Mitmensch

Spaziergangspate und Lokalpatriot

 

Dank dem Laarer Heimatfreund lernen Senioren nicht nur die schöne Ecken Laars kennen, sondern auch die Geschichte des Stadtteils.

 

Vor vielen Jahren erkundete Günter Matczik den Stadtteil seiner Kindheit mit seinen Schulfreunden. Heutzutage läuft er über den Rheindeich, durch den Ortskern von Laar, vorbei an dem halb abgerissenen Bunker, zusammen mit einer Gruppe von Senioren, die er als Spaziergangspate begleitet.

 

Der gebürtige Laarer begann seine Karriere als Objektdesigner bei der Entwicklungsgemeinschaft Duisburg, übernahm dort die Öffentlichkeitsarbeit und lernte viele Duisburger kennen. Vor einigen Jahren hörte er auf zu arbeiten und ist nun Rentner. Mit einer Leidenschaft für Spaziergänge und Stadtteil-Geschichte(n). Im Oktober 2014 entschloss sich das Laarer Stadtteilmanagement dazu, im Rahmen des Programms „Geh du mit!“ der Krankenkasse Novitas, Stadtspaziergänge, speziell für Senioren anzubieten.

 

Viele Laarer und Geschichten kennen gelernt

Es musste eine Person gefunden werden, die bereit war, diese Spaziergänge zu begleiten. Die EG-DU richtete sich an den Lokalpatrioten Günter Matczik.

 

„Ich wurde gefragt, ob ich bereit wäre, Spaziergänge zu begleiten und ich wollte es ausprobieren“, sagt Günter Matczik beim Gespräch mit der Redaktion.

 

Er sei von Anfang an begeistert gewesen von der Idee: „Bei dem ersten Stadtteil-Spaziergang habe ich viele Laarer Persönlichkeiten begleitet. Es fand ein bereichernder Austausch statt. Ich habe Dinge erzählt, welche die anderen Spaziergänger nicht wussten, mir wurden neue Dinge erzählt und wir haben uns sehr gut über Laar austauschen können.“

 

Spaziergangs-Begleitung seit 2014

Günter Matczik begleitet nun seit 2014 diese Spaziergänge und hat sie mit der Zeit immer wieder weiter entwickelt, indem er nach und nach lokalhistorische Elemente eingefügt hat.

 

„Ich habe mich viel mit der Geschichte Laars ausseinander gesetzt“, sagt Matczik lachend, „wenn wir uns, während der Spaziergänge, durch Laar bewegen, ich über die Entwicklung Laars rede, dann ist das ein wenig wie der Heimatkundeunterricht früher.“ Die Idee, beim Spazieren über Lokalgeschichte zu reden, alte Karten und Bilder zu zeigen, stamme allein von ihm.

 

„Gesundheit besteht aus zwei Teilen, nämlich Körper und Geist“, sagt der Laarer Lokalpatriot sichtlich stolz, „bei den Spaziergängen, die ich organisiere, wird beides beansprucht.“ Er werde auch weiterhin mit viel Freude die Spaziergänge für Senioren begleiten und freue sich über viele Teilnehmer: „Die Spaziergänge finden an jedem ersten Dienstag im Monat statt.“


28.03.2018 - Stadt-Panorama - Volker Wieczorek

 

Spende: 14.000 Euro von der Laarer Feuerwehr

 

Seit vielen Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr Laar, Löschgruppe 201, ein zuverlässiger Anker für die Heilpädagogisch-integrative Kindertagesstätte des Deutschen Roten Kreuzes in Beeckerwerth.

 

Seit 1993 sorgen die Wehrmänner der Löschgruppe alljährlich dafür, dass die Kinder mit zum Teil schweren und schwersten Behinderungen sowie nicht behinderte Kinder, mit neuem Spielgerät, neuem Mobiliar, Büchern und manches mehr versorgt werden können. In all den Jahren sind so rund 250.000 Euro an Spenden zusammen gekommen. In diesem Jahr beträgt die Spendensumme immerhin 14.000 Euro.

 

Der langjährige Schirmherr der Aktion, ehemaliges Vorstandsmitglied der thyssen-krupp Steel Europe AG, Thomas Schlenz, war aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend. Auch seine Nachfolgerin im Amt Dr. Sabine Maaßen, Vorstandsmitglied der thyssenkrupp Steel Europe AG, konnte aus terminlichen Gründen ebenfalls nicht vor Ort sein. Trotzdem unterstützte und unterstützt der Stahlkonzern die Aktion der Feuerwehrleute aus Laar.

 

In diesem Jahr wird mit dem Geld hauptsächlich die Kindergarten-Bibliothek neu gestaltet: Neue Stühle, Tische, Sitzkissen werden dabei ebenso angeschafft wie einige neue Bücher.

 

Zudem soll ein neues Sonnensegel gekauft werden, nachdem Vandalen das alte Sonnensegel im vergangenen Sommer zerschnitten hatten.


21.03.2018 - Stadt-Panorama

 

Baustelle

Rückbau am Rheindeich

 

Gelsenwasser baut seit August 2017 bis voraussichtlich Herbst 2019 bereits stillgelegte Wassergewinnungsanlagen im Bereich des Deichvor- bzw. Deichhinterlandes von Laar bis Beeckerwerth zurück. Die Arbeiten im Bereich an der Haus-Knipp-Straße sollen gegen Ende April beendet sein und danach im Rheinvorland in Laar fortgesetzt werden. Für die Baustelle wird der Parkplatz an der Grenze Stepelsche Straße/Deichstraße genutzt, der daher voraussichtlich bis Herbst nicht zur Verfügung steht.


21.03.2018 - WAZ

 

Gelsenwasser baut Brunnen am Deich ab

 

Der Wasserversorger Gelsenwasser setzt die Abbauarbeiten seiner stillgelegten Wassergewinnungsanlagen am Rhein fort. Noch bis Herbst 2019 werden die Aufbauten im Bereich des Deichvor- und Deichhinterlandes von Laar bis Beeckerwerth abgetragen. Die Arbeiten im Bereich an der Haus-Knipp-Straße werden Ende April beendet und danach im Rheinvorland in Laar fortgesetzt. Für die Einrichtung der Baustelle wird der Parkplatz an der Grenze Stepelsche Straße / Deichstraße genutzt und für die Öffentlichkeit gesperrt. Dort und im Kreuzungsbereich des Deichpromenadenweges ist mit verstärktem Lkw-Verkehr zu rechnen, warnt Gelsenwasser.


16.03.2018 - WAZ - Dennis Bechtel

 

Schulprojekt

Kids tanzen an der Grundschule Laar zu spanischen Klängen

 

Die Schüler der Grundschule Laar haben anlässlich des Projekts „JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ exotische Instrumente getestet.

 

Und dann packt alle der Rhythmus. Völlig losgelöst tanzen die Schüler der Grundschule Laar durch das Klassenzimmer. Die spanischen Musiker Xabier Diaz & Alvarez Brothers sorgen für feurige Musik auf außergewöhnlichen Instrumenten, die die Kids anlässlich des Projekts „JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ kennenlernen.

 

Kultur und Musik erlebbar machen

Die JeKits-Stiftung will bei dem Projekt in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk globaler Musik „Klangkosmos NRW“ Schülern die Möglichkeit geben, Musiker aus aller Welt kennen zu lernen und deren Kultur und Musik zu erleben. Bereits zum achten Mal findet das Projekt auch in der Laarer Grundschule statt, wie Lehrer Rainer Seuchter erklärt: „Die Kinder freuen sich immer sehr über die Möglichkeit, Musik zu machen und Instrumente kennenzulernen“, sagt er.

 

Wenn sich Kinder entschließen, selbst ein Instrument zu spielen, dürfen sie über die Dauer von drei Jahren damit üben, das Leih-Instrument sogar mit nach Hause nehmen. Gastbesuche von Musikern aus aller Welt dienen dabei als Inspiration und Orientierung, die beliebtesten Instrumente seien allerdings gut bekannte. „Gitarre und Keyboard sind bei unseren Schülern am angesagtesten“, erklärt Seuchter.

 

Die Erstklässler sind mit vollem Einsatz dabei

Der Spaß der Jungen und Mädchen am Musizieren ist an diesem Tag nicht zu übersehen. Die Erstklässler sind mit vollem Einsatz dabei, sie lassen sich von den spanischen Musikern zeigen, wie die Instrumente funktionieren und spielen schließlich alle gemeinsam. Manchmal geht es mit ihnen allerdings durch, nach einem Lied sind sie dann kaum mehr zu bändigen, schon gar nicht, als sie auch noch Tanzen dürfen. Da dauert es dann eben ein bisschen, bis die Kleinen wieder aufnahmefähig sind und es weiter gehen kann mit dem geplanten Programm.

 

Die sechsjährige Zeyneb hat zwar nur zugeschaut und selbst kein Instrument ausprobiert, aber hatte trotzdem großen Spaß. „Ich finde die Musik schön“, sagt sie. Klassenkamerad Ben (7) war etwas mutiger, hat sich an die exotischen Instrumente gewagt: „Ich habe auf der spanischen Drehleier gespielt, das hat sich ganz toll angehört und großen Spaß gemacht“, sagt er. Beide wollen jetzt öfter musizieren, mit welchem Instrument, wissen sie noch nicht.


14.02.2018 - WAZ

 

Grand City saniert marode Fassaden

 

Grand City Property führt derzeit Fassadenneugestaltungen und Balkonrenovierungen an Wohnhäusern an der Apostel- und Scholtenhofstraße in Laar durch. Es handele sich um einen „Teil der langfristigen Strategie zur schrittweisen Verbeserung der Wohnqualität für die Mieter", heißt es. Im ersten Schritt werden die Oberflächen gereinigt, ausgebessert und neu verputzt. Anschließend bekommen die Wohnhäuser einen neuen Anstrich. Darüber hinaus werden auch die Balkone renoviert und neu gestrichen. Ziel ist es, die Wohnqualität zu verbessern. Grand City vermietet und verwaltet Wohnraum in großem Stil.


12.02.2018 - WAZ - Sabine Merkelt-Rahm

 

Karneval

Närrische Fröhlichkeit im Zeichen des Kaktus

 

Beim Auftritt des Stadtprinzen Udo I. mit seiner Prinzencrew brachen in Laar alle Stimmungs-Dämme.

 

Die Laarer Jecken mit dem Kaktus als „Wappentier“ sind in den tollen Tagen aus dem Feiern gar nicht herausgekommen. Bei der großen Karnevalsparty der KG Rot-Gold in der Mehrzweckhalle neben der Laarer Grundschule lernte eine Teilzeit-Sitzungsleiterin plötzlich das Fliegen, indessen hütete der Ratsherr den Tanzbär(n) und die Blauen Funken aus Köln kamen tatsächlich „mit alle Mann vorbei.“

 

Für die richtige Feierlaune bei den knapp 150 Gästen sorgten muntere Fanfarenklänge und die eigene Tanzgarde. „Wir tanzen hier unten ein bisschen mit“, flüsterten sie untereinander beim Auftritt des Stadtprinzen Udo I. mit seiner Prinzencrew.

 

Prinz „sammelt“ Tanzgarde persönlich ein

Laut riefen sie nach ihrem Lieblingslied. Der Ruf kam an. Prinz Udo, der schon ein paar neue Ordensträger zum Mittanzen verlockt hatte, stieg von der Bühne und sammelte die Tanzgarde persönlich ein. Die Bühne war proppenvoll und vom kleinsten Tanzfloh über den größten Gardisten bis zum Vorstandsmitglied wurden alle aus dem Saal angefeuert: „Nehmt die Beine in die Hand und tanzt, tanzt, tanzt.“

 

Die Garde strahlte und Rotgold-Präsident Jörg Meier zeigte sich gerührt: „Sowas hat es hier noch nicht gegeben, Prinz Udo, du hast wirklich ein riesengroßes Herz für den Nachwuchs im Karneval“, sagte er und legte den Fortgang der Party in die Hände seiner Mitmoderatorin Jennifer Prust.

 

Gäste aus Kerpen „Himmlisch Jeck“

Die begrüßte die Tanzgruppe „Himmlisch Jeck“ der KG Gemütlichkeit aus Kerpen. Die parkten ihr Tanzbär-Maskottchen auf dem Schoß von Ratsherr und KG-Ehrensenator Manfred Kaiser in der ersten Reihe. Die akrobatische Truppe aus 24 Mädels und neun starken Männern ging gut ab, zeigte auf der kleinen Fläche vor der Bühne Pyramiden und ließ die leichteren Truppenmitglieder im Sekundentakt hoch zur Turnhallendecke fliegen.

 

Der Saal tobte und schrie als der Trainer der „Himmlischen“ Jennifer Prust ansprach: „Liebelein, komm doch mal runter, du lernst jetzt auch fliegen“, lockte Bastian Fankhauser die höhenängstliche Vorstandstochter aus der Elferratsreihe.

 

Von kräftigen Händen umher gewirbelt

Eh sie sich versah wurde sie von vielen kräftigen Händen ergriffen, beschleunigt und jeder eigenen Orientierung im Raum nachhaltig beraubt. Sie flog, landete sicher, wurde auf die eigenen, zitternden Beine gestellt und fand nur langsam in die Welt der Schwerkraft zurück. „Gemütlichkeit kenne ich irgendwie anders“, sagte sie keuchend und wurde für Mut und Schlagfertigkeit doppelt bejubelt.

 

Während drinnen die Stimmung schon auf dem Höhepunkt zu sein schien, bahnten sich draußen große Ereignisse an. Zwei riesige Doppeldeckerbusse gesteckt voll mit 100 fröhlichen blauen Funken erzwangen sich rückwärts zentimeterweise ihren Weg die abendstille, enge Sackgasse vor der Grundschule. Party-Prognose: Das kann ja noch heiter werden.


10.02.2018 - WAZ - Christian Balke

 

Sportpolitik

Laarer Kunstrasenplatz „wandert“ nach Duissern

 

Bezirksvertretung kritisiert mangelnde Kooperationsbereitschaft von Sportvereinen. Laarer und Ruhrorter Vereinsvorstände bestreiten dies.

 

In der öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung Meiderich/Beeck kritisierte der Grüne Bezirksvertreter Melih Keser die Entscheidung der Verwaltung, einen ursprünglich für Laar geplanten Kunstrasen-Fußballplatz samt Flutlicht-Beleuchtung nun im Duisburger Süden, in Duissern zu bauen.

 

Außer Keser betonten alle Bezirksvertreter, die sich zu Wort meldeten, der Bau des Platzes sei an mangelnder Kooperationsbereitschaft der beteiligten Vereine gescheitert: „Für Gespräche, an denen ich teilgenommen habe, galt: Es gab keine Kooperationsbereitschaft der Vereine.“

 

Gelder des Bundes für Sport-Infrastruktur

So sagte es Bezirksbürgermeisterin Daniela Stürmann. Im Gespräch mit der Redaktion bestreiten die Vereinsvorstände des VfvB Ruhrort-Laar und des SV Laar 21 dies vehement. Hintergrund ist eine Ratsvorlage aus dem Jahr 2015.

 

Da freuten sich drei Sportvereine über die Ankündigung, dass Gelder des Bundes in neue Sport-Infrastruktur fließen sollten. In der Sportanlage Ahrstraße sollten ein Vereinsheim, ein großer beleuchteter Kunstrasenplatz und ein beleuchteter Kleinfeld-Kunstrasenplatz entstehen.

 

Duisburg Sport moderierte den Prozess

An die Vereine TSV Bruckhausen, VfvB Ruhrort-Laar und SV Laar 21, erging damals die Aufforderung der Verwaltung, über gemeinsame Fusionen oder Kooperationen nach zu denken, um von der Maßnahme mit profitieren zu können.

 

Die Vorlage wurde 2017 modifiziert. Der Sportverein Viktoria Beeck wurde mit ins Boot geholt und der Bau eines Kunstrasen-Spielfelds am Rönsbergshof in Erwägung gezogen.

 

Zu Beginn des Jahres 2018 ist die damalige Euphorie bei vielen Beteiligten der Ernüchterung gewichen, denn die vom städtischen Dienstleister Duisburg Sport moderierte Maßnahme wurde nie so umgesetzt, wie sie 2015 geplant war.

 

Vereine sagen, Kooperationsbereitschaft besteht

Nach jetzigem Stand ist der TSV Bruckhausen Hauptnutzer der Anlage an der Ahrstraße, die immerhin ein neues Klubhaus bekommen hat. Der VfvB Ruhrort-Laar bekommt für seine Jugendabteilung den geplanten Kleinfeld-Kunstrasenplatz, Viktoria Beeck bleibt am Rönsbergshof.

 

Der geplante große Kunstrasenplatz „wanderte“ nach Duissern. Dies bedauerten die Redner von SPD und CDU in Meiderich sehr, gaben die Schuld daran, wie schon beschrieben, den beteiligten Vereinen.

 

Für den SV Laar 21, der eine Alternative zur alten und schwer erreichbaren Platzanlage „An der Vogelwiese“ als „existenziell notwendig“ erachtet, ändert sich nichts.

 

Gemeinsam mit dem VfvB Ruhrort-Laar sei man nicht nur kooperationsbereit gewesen, die Bereitschaft bestehe nach wie vor, sagen beide Vereinsvorstände gleichlautend. Dies habe man Politik und Duisburg Sport sogar schriftlich erklärt: „Es gab und gibt bei uns die Bereitschaft, zu kooperieren.“


10.02.2018 - WAZ - Sabine Merkelt-Rahm

 

Altweiber

Die Laarer feiern ausgelassen Karneval

 

Die KG Rot-Gold hatte zur närrischen Sitzung in die Mehrzweckhalle eingeladen. Kinderprinzenpaar und Stadtprinz Udo I. schauten vorbei

 

In eine „wundervolle Märchenwelt“ hat die KG Rot-Gold Laar 1950 zu ihrer zweiten Mädchensitzung am Altweiberfastnachtstag die Mehrzweckhalle der Laarer Grundschule verwandelt. Da ließen die passenden Prinzen natürlich nicht lange auf sich warten.

 

Zaubern können sie trotz des märchenhaften Mottos natürlich nicht und deshalb steckten die Aktiven des Vereins im Vorfeld viele Stunden Arbeit in den Bühnen und Thekenbau und die rot-goldene Dekoration, um die Turnhalle in eine Festhalle zu verwandeln. Für die rund Hundert aufgekratzten Rotkäppchen, Zwerginnen, Hexen und gestiefelten Katzen des Tages hat sich der Aufwand gelohnt. Die Mädchen aller Altersstufen hatten ihre Sitzung erst mal mit einem gemütlichen Kaffeeklatsch begonnen.

 

Kinderprinzenpaar stürmte in die Halle

Zum Sitzungsstart stürmte dann das Kinderprinzenpaar samt Anhang die Halle. Prinzessin Gina I. hatte zu Altweiber natürlich das Kommando. „Aufstellung, Lied sechs und los“, kommandierte sie Prinz und Pagen knapp aber effektiv und griff zum Mikro. „Uns hat der Karneval erwischt“, sang die fröhliche Crew und tanzte von der Bühne in die Halle hinunter.

 

Der Karneval hatte inzwischen auch die Frauen im Saal erwischt, die Zwergenkappen und Hexenhüte wippten im Takt, der Schunkelvirus breitete sich rasant aus. Und schon streiften die Kappenfedern des nächsten Prinzen den Türsturz der Halle.

 

Stadtprinz Udo I. schaute auch vorbei

Auch der große Stadtprinz Udo I. wusste, was sich ziemt und überließ das Mikro seiner Pagin Linda. „Geh mal lieber nach hinten links, Chef, sonst bist du nachher bei der Hebefigur oben“, bemerkte Linda trocken und rückte ihre verspiegelte Sonnenbrille zurecht. Der Prinz musste den Tanz zeigen, „wo die Männer so richtig malochen müssen“. Die Mädels im Saal jubelten und freuten sich auf die Eigengewächse der KG Rot-Gold, die der stolze Präsident Jörg Meier ankündigte. Das Vereinsoberhaupt leitete die Sitzung im kleidsamen Nachthemd samt Häubchen mit Fellohren und vereinigte so Großmutter mit Wolf.

 

Ein familiäres Fest mit 100 Gästen

Die frühere Kindertanzgarde der KG ist inzwischen schon ganz schön groß geworden und die elf Tänzerinnen mit den echten, eingeflochtenen Zöpfen wurden stürmisch gefeiert. Mindestens genauso stolz ist man bei den rot-goldenen Narren auf das KG übergreifende Tanzpaar Nico und Celina, bei dem sie aus der Laarer KG kommt, während er in die befreundete KG Sonniger Süden gehört. Die beiden zeigten technisch ein hohes Niveau mit vielen Hebefiguren. „Wir feiern hier immer sehr familiär und freuen uns, wenn wir möglichst viele hausgemachte Nummern im Programm haben“, sagte die KG-Geschäftsführerin Silke Prust.


01.02.2018 - WAZ

Rot-goldene Jecken aus Laar feiern dreimal
Interessierte können ab sofort Tickets für die Sitzungen reservieren

Die KG Rot-Gold Laar lädt zu drei närrischen Sitzungen in ihre Festhalle (Turnhalle der Grundschule Laar) an der Erzstraße. Das Motto der Session lautet: „Karneval hausgemacht".

Fanfarentrompeter, die Tanzgarde, das Männerballett „Deichelfen" und die Kaktusspatzen werden die Besucher unterhalten.

Los geht's am Altweibertag, 8. Februar, um 15.11 Uhr mit der Laarer Mädchensitzung. Die karnevalistische Band „Die Rhienstädter" und Schlagersänger Nic Moreno werden den Mädels einheizen, Gardetanz wird von der KG Rote Husaren aus Manheim geboten.

Am Freitag, 9. Februar, steigt um 20.11 Uhr die große Karnevalsparty, bei der die Rot-Goldenen mit drei Highlights aufwarten. Das Kölner Traditionscorps „Funken Artillerie Blau Weiß" hat seinen Besuch angekündigt und wird mit über 100 Mann und dem corpseigenen Musikzug in die Festhalle einmarschieren. Atemberaubend soll der Auftritt der Tanzgruppe KG Gemütlichkeit werden und anschließend sollte mit der Kölner Nachwuchsband Rhing-Blood der Saal beben.

Am Samstag 10. Februar, folgt um 19.11 Uhr die traditionelle Prunksitzung in Rot und Gold.

Karten zum Preis von 17 Euro (für Donnerstag und Samstag) sowie 15 Euro für die Freitagshow gibt es bei S. Prust unter Tel. 0203 - 8 98 05 und auf www.rotgold-laar.de.


31.01.2018 - WAZ - Oliver Schmeer

 

Duisburger Sparkasse sieht Erfolge bei ihrer Rosskur

 

Sparkassen-Chef Joachim Bonn ist zufrieden. Filialschließungen, Stellenabbau und Kostensenkungen haben sinkende Zinseinnahmen aufgefangen.

 

So radikal, so tiefgreifend haben sich wenige Sparkassen gegen das Zinstief gestemmt: Duisburgs Sparkasse streicht ihr Filialnetz um die Hälfte von 40 auf 20, baut bis 2022 rund 170 der gut 1200 Stellen ab, strafft die Organisation, modernisiert den Kundenservice und sorgt mit ihrem rollenden Bankbus für ungeahntes Medienecho: „Das ist ein absoluter Kraftakt, aber wir ernten jetzt die Früchte“, bilanziert der Vorstandsvorsitzende Joachim Bonn. Die Sparkasse hat die Wende geschafft und mit der Rosskur den dramatischen Rückgang der Zinseinnahmen aufgefangen. „Wir sind mit dem Jahr 2017 sehr zufrieden“, so Bonn.

 

2014, erinnert sich Duisburgs Sparkassenchef, war das letzte „normale schöne Zinsjahr“. Danach ging’s bergab, brachen der Bankenwelt – und den Sparern – die Zinseinnahmen weg. Die Sparer gucken seitdem in die Röhre und die Banken mussten die Kosten senken, sich zugleich der Online-Welt anpassen.

 

Umbauprogramm dauert bis 2022

Bis 2022 soll das Umbauprogramm bei der Sparkasse dauern. Doch schon jetzt hat es laut Bonn Stabilität in die Zahlen gebracht, die niedrigen Zinserlöse mit Kostensenkung- und Effizienzsteigerung und dank „Rekordergebnissen“ bei den Provisionen aufgefangen. Im März präsentiert die Sparkasse ihre Bilanzzahlen, doch schon jetzt zieht sie einen positiven Schlussstrich. Auch an den millionenschweren Ausschüttungen an die Stadt und in die Stiftungen werde nicht gerüttelt.

 

2017 war eines der Kernjahre des Fünf-Jahres-Prozesses: Filiale um Filiale wurde geschlossen, teils durch SB-Posten ersetzt. Geschlossen meist die kleinen Standorte, die bereits Tandem-Öffnungszeiten hatten; in Serm und Bissingheim etwa, oder in Untermeiderich und Laar, in Neuenkamp und am Friedrich-Wilhelmplatz, in Asterlagen, Bergheim und Oestrum. Dort im Westen öffnete dafür im vergangenen Jahr eines der neuen sieben Stadtbezirks-Flaggschiffe. 30 Millionen Euro investiert das Haus in den Filial-Umbau.

 

In Neudorf sucht die Sparkasse noch ein Grundstück

2022 ist das nächste Kernjahr: Dann sollen alle neuen Kunden- und Beratungszentren arbeiten, in Hamborn wird an der Duisburger Straße neben der alten Landeszentralbank gebaut, in Hochemmerich am Rheinhauser Markt, in Buchholz an der Sittardsberger Allee, wenn auch das Verkehrsgutachten steht. Nur in Neudorf sucht die Sparkasse noch ein Grundstück, im Bereich des Sternbuschwegs. Helfen kann dabei vielleicht auch der künftige Baupartner: „Wir werden alle weiteren Bauvorhaben zentral ausschreiben“, erklärt Bonn.

 

Zufrieden ist der Sparkassenchef mit dem neuen Kunden-Service-Center, das alle Anrufe bei der Sparkasse bündelt und die Filialen und Berater von der „Klingelei“ entlasten soll. Die 36 Mitarbeiter erledigten 2017 rund 400 000 Anrufe, vereinbarten 25 000 Termine. Weiterer Baustein des Sparkassen-Umbaus: Die „rollende“ Bank, die in filiallose Ecken vorfährt und meist an Marktplätzen hält. Vor allem ältere Kunden nutzen das Angebot, so die Erfahrung.

 

170 Stellen werden bis 2022 eingespart sein

Bis 2022 wird die Sparkasse alles in allem etwa 170 Stellen eingespart haben. Ohne Kündigungen, wie mit dem Personalrat vereinbart. Da hilft laut Bonn die Demografie, dass viele Mitarbeiter aus Altersgründen in der Zeit ausscheiden. Mehr noch: Es wird sogar Nachwuchs gesucht. So will die Sparkasse die Zahl ihrer Auszubildenden über den bisherigen Stand von 25 erhöhen und sich auch auf dem Arbeitsmarkt nach Bankern umschauen. „Einfach ist das alles nicht, aber ich bin stolz auf das, was wir erreicht haben“, meint Bonn.

 

Unterwegs mit dem Sparkassen-Bus

- Der Sparkassenbus ist seit September 2017 unterwegs. Jeweils zweimal in der Woche fährt er Beeckerwerth, Bruckhausen, Laar, Bissingheim, Ungelsheim und Serm vor, dort wo Filialen geschlossen wurden.

 

- Seitdem hoben rund 3500 Mal Kunden Geld am Automaten ab, davon über 700 Nichtkunden der Sparkasse. Rund 2200 druckten sich Kontoauszüge aus, 650 Überweisungen wurden in der rollenden Bank abgegeben.


27.01.2018 - WAZ - Dirk Retzlaff

 

Machtkampf beim SV Laar 21

 

Beim SV Laar 21 tobt ein Machtkampf. Zu Wochenbeginn hatte der Vorsitzende des Fußball-Vereins, Edin Bicic, mitgeteilt, dass der Klub den 2. Vorsitzenden Tekin Kaplan aus dem Vorstand „entlassen“ habe. Kaplan schlägt nun zurück: Er hat für Freitag, 16. Februar, 18 Uhr eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Er will dann Bicic ablösen und selbst Vereinschef werden.

 

Amtsinhaber Edin Bicic geht davon aus, dass die Versammlung nicht stattfinden wird. Auch wenn eine Entlassung eines Vorstandsmitgliedes im Vereinswesen ungewöhnlich ist, bekräftigt Bicic, dass der Vorstand am 13. Dezember diesen Schritt vorgenommen habe. Bicic: „Es gibt dafür schwerwiegende Gründe, die ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht öffentlich machen möchte.“

 

Das weist Kaplan zurück. „Ich habe 32 Unterschriften für eine außerordentliche Versammlung gesammelt, 25 hätten ausgereicht“, so Kaplan. Edin Bicic hat seinen Widersacher für Dienstag zum Gespräch geladen. Sein Ziel: Die Absage der außerordentlichen Versammlung.

 

Der Streit kommt für den SV Laar 21 zu einem ungünstigen Zeitpunkt. In den letzten Wochen hatte der Klub vergeblich um einen Kunstrasen gekämpft, eine Kooperation mit Nachbar VfvB Ruhrort/Laar, der mit öffentlichen Geldern einen kleinen Kunstrasen erhält, ist gescheitert.

 

Die Laarer sehen sich von der Politik und von Duisburg-Sport im Stich gelassen. Melih Keser (Bündnis90/Grüne) klagte vor der Bezirksvertretung: „Das ist auf lange Sicht der Tod des SV Laar 21.“


24.01.2018 - Stadt-Panorama - tw

Laarer Narren feiern drei Tage

Auch in diesem Jahr bittet die KG Rot-Gold Laar wieder zu drei Sitzungen in ihre Festhalle, im normalen Leben die Turnhalle der Grundschule Laar an der Erzstraße.

„Karneval hausgemacht" lautet das Motto, denn die Programmgestaltung kommt zu großen Teilen aus den eigenen Reihen: Fanfarentrompeter, die Tanzgarde, das Männerballett „Deichelfen" und die Kaktusspatzen...

Los geht's am Altweibertag, 8. Februar, um 15.11 Uhr mit der Laarer Mädchensitzung. „Die Rhienstädter" und Schlagersänger Nic Moreno werden den Mädels ordentlich einheizen, Gardetanz der Extraklasse wird von der KG Rote Husaren aus Kerpen-Manheim geboten.

Nächste Woche gibt's dann mehr im Stadt-Panorama zur großen Karnevalsparty am Freitag, 9. Februar, und der traditionellen Prunksitzung in Rot und Gold am Samstag, 10. Februar.


22.01.2018 - WAZ - Anna Ernst

 

Kirchenschließung

Drei Kirchen im Duisburger Norden müssen schließen

 

321.000 Euro Miese machte die Pfarrei St. Michael im Jahr 2017. Schon 2020 soll sie schwarze Zahlen schreiben – mittels Kirchenschließungen.

 

PEP klingt vermeintlich peppig. Doch die Abkürzung, die für „Pfarreientwicklungsprozess“ steht und blumig den großen Sparplan des Bistums Essen bezeichnet, ist alles andere als das. PEP bringt derzeit vielerorts im Ruhrbistum vor allem Trauer, vielfach auch Verständnislosigkeit. So auch in der großen Pfarrei St. Michael, die jetzt bei einer öffentlichen Versammlung vorstellte, wie sie ihren Haushalt konsolidieren will. Für Herz Jesu in Meiderich, St. Laurentius in Beeck und St. Bernhard in Obermeiderich bedeutet das schon in wenigen Jahren das Aus.

 

Ruhrort benötigt Sponsoren

321.000 Euro Miese machte die Pfarrei St. Michael im vergangenen Jahr. Schon im Jahr 2020 sollen wieder schwarze Zahlen geschrieben werden. Dafür müssen die Ausgaben um 39 Prozent sinken. Bis 2030 sollen sie sogar um die Hälfte gekürzt werden.

 

Sieben Kirchen und ein Kloster unterhält die Pfarrei St. Michael derzeit im Duisburger Norden. Darunter sind allein drei größere historische Kirchenbauten, für die laufend mit hohen Investitionskosten zu rechnen ist: die Pfarreikirche St. Michael, die Ruhrorter Kirche St. Maximilian und die St.-Laurentius-Kirche in Beeck. Nur eine von ihnen, die Meidericher Pfarreikirche, kann künftig noch komplett aus dem Haushalt finanziert werden. In Ruhrort, so hofft Pfarrer Christian Becker, könnte der neu gebildete Förderverein bei der Suche nach Sponsoren helfen. Ansonsten droht auch hier das Ende.

 

Ein schwerer Tag für alle Beteiligten

Doch wie vermittelt man Gläubigen, dass die Kirche, in der sie getauft wurden und geheiratet haben, schon in wenigen Jahren für immer schließen muss? Es ist ein harter Tag für alle Beteiligten, die sich nach der Sonntagsmesse im Pfarrzentrum an der Von-der-Mark-Straße eingefunden haben. Vor allem den vielen Senioren in dem voll besetzten Saal stehen Missmut und Trauer ins Gesicht geschrieben. „Auch mir fällt es nicht leicht, hier zu stehen“, sagt Pfarrer Becker.

 

Im Grunde sind die nüchternen Zahlen, Fakten und Strukturen schnell erklärt. Die Kirchensteuer-Einkünfte im sozial eher schwach aufgestellten Ruhrbistum sind gering, vielerorts bleiben die Bänke auch sonntags leer. Der Glaube spielt im Leben vieler Menschen heute keine so große Rolle mehr. Die Kosten für die schönen, alten Kirchengebäude aber steigen.

 

Neue Formen von Kirche werden gesucht

Pfarrer Christian Becker, Pastoralreferentin Marianne Philippi und Gemeindereferentin Christa Scholten-Herbst nehmen sich stundenlang Zeit, all dies erneut zu erklären und die Fragen der Gemeindemitglieder zu beantworten. Zwischendurch beten sie. Die Katholiken suchen im Glauben nach Kraft. Für die Zukunft werden sie sich an neue Formen von Kirche gewöhnen müssen: an Gottesdienste in anderen Häusern – möglicherweise sogar in evangelischen. An Busse, die in die Stadtteile kommen könnten. An mehr Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg. Solche Lösungen sollen in den kommenden Monaten und Jahren überlegt werden.

 

>> Info: Bistum entscheidet voraussichtlich Ende Mai

Die vorgestellten Ergebnisse sollen jetzt ein letztes Mal in der Pfarrei diskutiert und am 20. Februar bei einer Sitzung vom Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand beschlossen werden.

 

Ende Februar soll das Votum ans Bistum Essen weitergeleitet werden. Dort wird es etwa drei Monate lang geprüft. Dann entscheidet der Bischof.

 

Die Pläne für die einzelnen Kirchen der Pfarrei im Überblick:

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St. Ewaldi in Laar 

Die Bausubstanz der kleinen historischen Kirche St. Ewaldi in Laar ist in sehr gutem Zustand. Die Kirche ist für die Pfarrei wichtig, da sie geografisch in der Mitte der Kirchen auf der Rheinschiene liegt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Autos gut für Gläubige zu erreichen ist. Daher soll die Kirche auf absehbare Zeit erhalten bleiben und auch bauliche Investitionen werden von der Pfarrei gestemmt. Das Gemeindeheim wurde bereits einem Förderverein übergeben. Es steht daher auch künftig zur Verfügung.

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